Die stille 🤫Finanzstrategie: Wie Crivitz mit Windparks in *Krudopp* und *Wessin* seine Haushaltslöcher stopfen will!⚠️

23.Aug.-2026/P-headli.-cont.-red./501[163(38-22)]/CLA-337/26-2026

Die stille Finanzstrategie – Wie Crivitz den Wind entdeckt hat!

Crivitz, eine Stadt mit 4.566 Einwohnern (Stand 31.12.2025), steht 2026 vor einer Haushaltslage, die selbst erfahrene Kämmerer in die Defensive bringt. Der Haushalt liest sich wie ein juristischer Hilferuf in Tabellenform. Die Haushaltssatzung 2026 ist genehmigungspflichtig, doch die Entscheidung der Kommunalaufsicht steht immer noch aus. Bis dahin arbeitet die Stadt mit einem Haushalt auf Abruf – und mit Liquiditätswerten, die den Abwärtstrend der letzten Jahre fortsetzen. Zum Stichtag 30.06.2026 verfügte Crivitz über  954.213,87 € an liquiden Mitteln – also bereits tief im Kassenkredit. Und da wir inzwischen August 2026 haben, ist klar: Es wird nicht weniger. Die Stadt lebt auf Pump, während die Haushaltskurve weiter nach unten zeigt. Die Prognose bis 2029 weist ein strukturelles von – 3.089.606 € aus – ein Wert, der nicht mehr nach Verwaltung klingt, sondern nach kommunaler Intensivstation.

Die Rücklagen sind vollständig aufgebraucht, die Jahresergebnisse der letzten Dekade zeigen eine stetige Talfahrt, und die Trendlinie der Finanzentwicklung fällt so steil, dass man sie fast für eine Skipiste halten könnte. Nach § 50 Abs. 1 KV M‑V müsste die Stadt ihre Haushaltswirtschaft „sparsam und wirtschaftlich“ führen. Doch in Crivitz scheint dieser Paragraph eher als literarische Empfehlung verstanden zu werden. Die Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm formulierte es am 23.04.2026 sogar noch deutlicher: Schon jetzt ist aber deutlich, dass das Geld nicht mehr für alles reicht, was aus unserer Sicht notwendig wäre für ein aktives und zukunftsweisendes Gemeindeleben.“ Ein Satz, der vieles sagt — und manches offenlässt. Vor allem die Frage, wer mit „aus unserer Sicht“ eigentlich gemeint ist. Die der CWG ‑ Crivitz? Die der Stadtvertretung? Die der Verwaltung? Oder die der Bürger, die von vielen Entscheidungen erst erfahren, wenn sie längst getroffen wurden? Doch oft entsteht der Eindruck, dass „unsere Sicht“ nicht die Sicht der Öffentlichkeit ist — sondern die einer kleinen Runde, die entscheidet, bevor sie erklärt.

Dieses Grafik wurde unter Verwendung von KI‑gestützten Verfahren erstellt und anschließend manuell bearbeitet.

Während die Zahlen tiefrot leuchten, entdeckt die Stadt eine neue Form der Haushaltsrettung: Wind statt Geld. Statt zu sparen, gründet Crivitz Gesellschaften, beteiligt sich an Windparks, plant Photovoltaikanlagen und tritt Zweckverbänden bei, deren Satzungen selbst Juristen nur mit Kaffeepause überstehen. Die offizielle Begründung lautet: „Energiewende als Zukunftschance.“ Die inoffizielle Lesart: „Wenn schon kein Geld da ist, dann wenigstens Wind.“ Was hier entsteht, ist kein gewöhnliches kommunales Projekt, sondern ein juristisch orchestriertes Schauspiel: vier Gesellschaften, ein strukturelles Defizit und eine Stadt, die glaubt, mit Windkraft ihre Haushaltslöcher auf ewig stopfen zu können. Die Bühne ist bereitet – die Akteure heißen CWG, KAG Nord, KEV LuP und Krudopp. Das Drehbuch stammt aus dem Kommunalrecht, die Regie führt der Haushaltsdruck, und die Zuschauer sind die Bürger, die sich fragen, warum Transparenz plötzlich zum Luxusgut geworden ist.

Warum Crivitz den Weg zum Wind gefunden hat – die neue Logik der Haushaltsrettung!

Crivitz hat den Weg zum Wind nicht aus ökologischer Überzeugung gefunden, sondern aus finanzieller Notwendigkeit. Die Stadt steht vor einer Haushaltslage, in der klassische Instrumente – Sparen, Rücklagen, Priorisieren – nicht mehr funktionieren. Die Rücklagen sind aufgebraucht, die Liquidität ist negativ, und die strukturellen Defizite wachsen schneller, als die Verwaltung reagieren kann. In dieser Situation entsteht eine neue Logik: Wenn der Haushalt keine Luft mehr hat, muss die Luft selbst zur Einnahmequelle werden. Die Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm ( CWG – Crivitz) hat diese strategische Verschiebung am 23.04.2026 offen benannt. Sie sprach nicht über Sparprogramme, sondern über Energieprojekte, Beteiligungen und Einnahmequellen, die außerhalb des Haushalts liegen. Der entscheidende Satz lautet: Wir arbeiten seit Jahren an einem Zukunftskonzept Wärme und Energie, um uns unabhängiger zu machen und Einnahmequellen zu erschließen.Damit wird klar: Die Energiewende ist in Crivitz kein Klimaprojekt, sondern ein Haushaltsprojekt.

Grafik wurde unter Verwendung von KI‑gestützten Verfahren erstellt und anschließend manuell bearbeitet.

Die Stadt sucht nach Einnahmen, die nicht aus Steuern oder Gebühren stammen, sondern aus Beteiligungen, Pachtverträgen, Energieerzeugung und langfristigen Kooperationen. Windkraft, Wärmeversorgung und Photovoltaik werden zu Bausteinen einer Strategie, die den Haushalt entlasten soll, ohne dass die Stadt selbst sparen muss. Die Energiewende wird damit zur finanziellen Ersatzhandlung: Sie soll das leisten, was der Haushalt nicht mehr kann. Hinzu kommt ein zweiter Faktor: die zeitliche Perspektive. Die Bürgermeisterin spricht von einem möglichen Fertigstellungszeitpunkt 2030. Das bedeutet: Die Stadt setzt auf Projekte, deren Wirkung erst in vier Jahren eintreten soll, während die Haushaltsprobleme bereits heute akut sind. Der Weg zum Wind ist damit eine Wette auf die Zukunft – eine Wette darauf, dass Energieprojekte später Einnahmen bringen, die heute fehlen. Crivitz hat den Wind nicht entdeckt, weil er weht. Crivitz hat den Wind entdeckt, weil der Haushalt nicht mehr trägt.

Die vier Energiegesellschaften: das neue energetische Gefüge der Stadt!

Nachdem Crivitz den Wind als finanzielle Rettungsstrategie entdeckt hat, entsteht ein neues energetisches Gefüge, das die Stadtpolitik zunehmend prägt. Es ist kein Machtzentrum, sondern ein wachsendes Netzwerk aus Energieprojekten, die sich in unterschiedlichen Stadien der Gründung und Aktivität befinden.

Während der Haushalt kaum noch Spielräume bietet, baut die Stadt ein Portfolio auf, das schrittweise entsteht und die kommenden Jahre bestimmen wird.

1. Crivitzer-Wärme GmbH ( CWG)

Die CWG ist der geplante Kern der neuen Strategie. Sie soll erst ca. in den nächsten 12 Monaten gegründet werden, gemeinsam mit der WEMAG. [50 % Crivitz, 50 % WEMAG (geplant); einen über mehrer Jahrzehnte Bindung (vorgesehen); Wirkung frühestens ab 2030; Noch keine operative Tätigkeit, aber bereits politisch gesetzt. Die CWG existiert derzeit nur als Beschlusslage und Vorbereitungsstruktur. Sie ist das Projekt, das die Stadt in die energetische Zukunft führen soll – allerdings erst, wenn es gegründet ist.

2. KAG Nord GmbH & Co. KG

Sie ist eine Beteiligung, die man am besten als „Eintrittskarte ins Energiesystem“ beschreibt. Crivitz ist hier Kommanditistin, haftet also nur mit ihrer Einlage, was juristisch beruhigend klingt. Politisch jedoch ist die KAG Nord ein Ort, an dem die Stadt zwar am Tisch sitzt, aber kaum Besteck bekommt.

Die Stimmrechte sind proportional zum Kapital verteilt, und Crivitz hält gerade einmal 1,1 %. Das ist ungefähr so, als würde man im Theater eine Karte für die letzte Reihe kaufen und anschließend behaupten, man sei Teil der Inszenierung.

3. Zweckverband Kommunaler Energieverband Ludwigslust‑Parchim (KEV‑LuP)

Warum tritt Crivitz dem KEV‑LuP bei? Der offizielle Anlass, so heißt es in der Beschlussvorlage, ist die geplante Errichtung mehrerer Windenergieanlagen im Bereich Wessin. Der Vorhabenträger hat sich verpflichtet, mindestens eine Windkraftanlage zur Erfüllung der Pflichten aus dem Bürger‑ und Gemeindebeteiligungsgesetz M‑V (BüGembeteilG) an die Stadt Crivitz zu übertragen, damit Bürger und Gemeinde wirtschaftlich beteiligt werden können. Doch die Vorlage sagt ebenso deutlich: Die Stadt verfügt weder über das Kapital noch über das Know‑how, um eine solche Anlage selbst zu betreiben oder die damit verbundenen Risiken zu steuern. Deshalb soll die Beteiligung „über den Energieverbund Nord und den neu zu gründenden Zweckverband“ erfolgen. Damit beginnt die eigentliche Geschichte. Denn der KEV‑LuP ist nicht irgendein Verband, sondern eine öffentlich‑rechtliche Hülle, die geschaffen wurde, um Beteiligungen an Wind‑ und Solarprojekten zu bündeln und die kommunale Teilhabe gesetzlich abzusichern.

Der Zweckverband KEV‑LuP, einer öffentlich‑rechtlichen Konstruktion, die nach Zweckverbandsgesetz M‑V eigentlich der gemeinsamen Erfüllung kommunaler Aufgaben dienen soll. In der Praxis jedoch ist der Verband ein finanzielles Überraschungsei: Crivitz zahlt Umlagen, trägt Haftungsanteile, kann nach § 14 des Gesetzes sogar für Verbandskredite mithaften – hat aber kein Stimmrecht. Juristisch ist das zulässig, politisch ist es eine demokratische Schieflage, und finanziell ist es ein Abenteuer, das man nur eingeht, wenn man entweder sehr mutig oder sehr verzweifelt ist. In Crivitz trifft beides zu.

Der KEV‑LuP nimmt Kredite in Millionenhöhe auf, um die Beteiligungen an den Energieprojekten zu finanzieren. Diese Kredite laufen über Jahrzehnte, und sie müssen unabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg der Projekte bedient werden. Wenn Erträge ausbleiben, wenn technische Probleme auftreten, wenn Genehmigungen verzögert werden oder wenn Marktpreise einbrechen, bleibt der Verband dennoch verpflichtet, Zins und Tilgung vollständig zu leisten. Kann er das nicht, greift der Mechanismus, der in der Satzung so unscheinbar klingt, aber politisch explosiv ist: Umlagen. Pflichtzahlungen der Mitgliedsgemeinden, die nicht verhandelbar sind. Crivitz trägt diese Umlagen mit — auch ohne Stimmrecht, auch ohne Einfluss.

4. Windpark‑Projektgesellschaft Krudopp (Crivitz West)

Die Betreibergesellschaft „Crivitz West“ soll ebenfalls innerhalb der nächsten 12 Monate gegründet werden – gemeinsam mit der WEMAG. Damit entsteht parallel zur CWG ein zweites Energieprojekt, das die Stadt langfristig binden wird.Politisch wird Krudopp als Rettungsring gesehen – der einzige Teil der Energiewende, der tatsächlich Geld in die Stadtkasse bringen könnte. Doch auch hier gilt: Einnahmen später, Kosten jetzt.

Windpark Krudopp (Crivitz West): der goldene Rettungsring!

Der Windpark Krudopp ist das Projekt, das die Crivitzer Energiewende sichtbar macht. Während die Crivitzer Wärme GmbH noch in Gründung ist und der KEV‑LuP die Verwaltungsebene bildet, steht Krudopp für das operative Geschäft – für Wind, Strom, Einnahmen und Hoffnung. Er ist der goldene Rettungsring, an dem sich die Stadt festhält, um die finanzielle Schieflage durch Energieerträge auszugleichen.

Politische Dimension: Politisch ist Krudopp das Symbol der neuen kommunalen Selbstbehauptung. Er steht für die Idee, dass eine Stadt mit leerer Kasse durch Wind wieder zu Einnahmen kommen kann. Doch die Realität bleibt komplex: Die Stadt ist zwar beteiligt, aber nicht alleiniger Betreiber. Die WEMAG hält die Mehrheit, und damit auch die operative Kontrolle. Crivitz ist Teilhaber aber kein Kapitän.

Crivitz baut kein Machtzentrum auf, sondern ein mehrstufiges, zeitlich gestaffeltes Energiegefüge: zwei Gesellschaften in Gründung, zwei bereits aktiv. Dieses Gefüge wird die Stadtpolitik zunehmend bestimmen, weil es finanzielle Verpflichtungen, langfristige Verträge und strukturelle Abhängigkeiten schafft, die weit über den klassischen Haushalt hinausgehen. Während der Haushalt schrumpft, wachsen die energetischen Bindungen. Während die Liquidität sinkt, steigen die Umlagen und Vorleistungen. Während die Bürger auf Transparenz hoffen, entstehen Strukturen, die komplexer sind als jeder Haushaltsplan.Crivitz hat damit ein neues energetisches Gefüge geschaffen – ein Netzwerk aus Projekten, Beteiligungen und Verbandsstrukturen, das die Zukunft der Stadt prägen wird, lange bevor die ersten Erträge fließen.

Der Windpark Krudopp (Crivitz West) ist das operative Herzstück der Crivitzer Energiewende. Er verbindet kommunale Beteiligung mit wirtschaftlicher Hoffnung. Er ist kein Verwaltungsakt, sondern ein Projekt mit Wind, Risiko und Ertrag. Während der KEV‑LuP Pflichten ohne Einfluss bringt, eröffnet Krudopp Chancen mit kalkulierbarem Risiko. Er ist der Versuch, aus Wind Geld zu machen – und aus Geld politische Stabilität.

Das demokratische Problem: Entscheidungen ohne Bürger, Risiken ohne Debatte!

Während Crivitz sich immer tiefer in ein Netz aus Energiegesellschaften verstrickt, entsteht ein zweites, weniger sichtbares Risiko: eine demokratische Schieflage, die sich leise durch die Entscheidungsprozesse zieht. Die Energiewende der Stadt ist nicht nur ein finanzielles Wagnis, sondern auch ein politisches Experiment, bei dem die Bürger oft erst dann informiert werden, wenn Verträge längst unterschrieben und Verpflichtungen bereits wirksam sind. Transparenz wird zur nachträglichen Erklärung, Beteiligung zur höflichen Kenntnisnahme.

Die Gründung der Crivitzer Wärme GmbH, der Eintritt in die KAG Nord, die Mitgliedschaft im Zweckverband KEV‑LuP und die Beteiligung am Windpark Krudopp wurden formal korrekt beschlossen, aber politisch so leise kommuniziert, dass man sie fast überhören konnte. Nach § 43 KV M‑V ist die Gemeindevertretung das zentrale Organ der Willensbildung, doch in Crivitz wirkt sie zunehmend wie ein Gremium, das Entscheidungen verwaltet, statt sie öffentlich zu diskutieren. Die Bürger erfahren von neuen Gesellschaften oft erst dann, wenn die Pressemitteilung fertig ist und die juristischen Fußnoten bereits abgeheftet wurden.

Dieses Grafik wurde unter Verwendung von KI‑gestützten Verfahren erstellt und anschließend manuell bearbeitet.

Besonders heikel wird es dort, wo die Stadt sich in Strukturen begibt, die demokratisch kaum kontrollierbar sind. Der KEV‑LuP ist das deutlichste Beispiel: Crivitz trägt Umlagen, haftet für Kredite, übernimmt Pflichten — hat aber kein Stimmrecht. Juristisch ist das zulässig, politisch ist es ein Paradoxon: Die Stadt ist Mitglied eines Verbandes, dessen Entscheidungen sie nicht beeinflussen kann, dessen finanzielle Risiken sie aber tragen muss. Die KAG Nord ist kaum weniger problematisch: 1,1 % Stimmrecht bedeuten, dass Crivitz zwar Teil des Systems ist, aber kaum Einfluss auf dessen Richtung hat. Die Bürger könnten glauben, die Stadt sei ein aktiver Gestalter der Energiewende — tatsächlich ist sie eher ein Zuschauer mit Eintrittskarte.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Auch die Windparkprojekte werden als „Chance für die Region“ präsentiert, doch die Debatte darüber, wie viel Risiko die Stadt trägt und welche langfristigen Verpflichtungen entstehen, findet selten öffentlich statt. Die juristischen Feinheiten — Zielabweichungsverfahren, Pachtverträge, Beteiligungsquoten — sind komplex genug, um sie nicht in einer Bürgerversammlung erklären zu müssen. So entsteht eine demokratische Lücke: Die Bürger sehen Windräder, aber nicht die Verträge dahinter. Das demokratische Problem liegt also nicht darin, dass die Entscheidungen illegal wären — sie sind es nicht. Es liegt darin, dass sie unsichtbar sind. Die Energiewende wird in Crivitz nicht als gemeinschaftliches Projekt gestaltet, sondern als Verwaltungsakt, der sich hinter Paragraphen und Beteiligungsstrukturen versteckt. Die Bürger werden nicht gefragt, sondern informiert. Die Debatte findet nicht statt, sondern wird durch die Dringlichkeit der Haushaltslage ersetzt.

Eine Stadt, die sich in Gesellschaften einkauft, ohne die Bürger mitzunehmen, verliert nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen. Und Vertrauen ist in der Kommunalpolitik oft wertvoller für die nächste Wahl als jede EEG‑Abgabe.

Fazit:

Eine Stadt zwischen Hoffnung, Risiko und der Frage, ob Wind wirklich alles lösen kann!

Windpark – Crivitz – Ost bei Wessin

Am Ende dieses kommunalpolitischen Dramas steht eine Stadt, die sich zwischen Haushaltsnot, juristischen Verpflichtungen und politischer Hoffnung bewegt wie ein Seiltänzer ohne Netz. Crivitz hat sich in ein Geflecht aus Energiegesellschaften begeben, das zugleich visionär und verzweifelt wirkt: Die CWG soll Wärme liefern, die KAG Nord symbolische Zugehörigkeit, der KEV‑LuP eine Pflichtmitgliedschaft im regionalen Energiesystem — und der Windpark Krudopp schließlich die Einnahmen, die man dringend braucht, um die Haushaltslöcher der letzten Jahre zu stopfen.

Crivitz – Im 775 Jahr entstehen 8 neue Silhouetten –

Crivitz steht damit an einem Punkt, an dem Hoffnung und Risiko untrennbar miteinander verwoben sind. Die Windräder sollen nicht nur Strom erzeugen, sondern auch Zuversicht. Die Beteiligungen sollen nicht nur Energieprojekte ermöglichen, sondern auch Einnahmen. Und die Energiewende soll nicht nur ökologisch sinnvoll sein, sondern auch finanziell notwendig. Doch die entscheidende Frage bleibt: Kann Wind wirklich alles lösen?Die ehrliche Antwort lautet: Nein — aber er ist das Einzige, was Crivitz noch hat. Windkraft ist kein Ersatz für strukturelle Haushaltsreformen, keine Garantie für stabile Einnahmen und kein Allheilmittel gegen demokratische Transparenzprobleme. Aber sie ist die letzte Option, die nicht sofort neue Schulden verursacht. Die Stadt setzt auf Wind, weil sie auf nichts anderes mehr setzen kann.

So wird die Energiewende in Crivitz zu einer Wette auf die Zukunft — mutig, riskant und ohne Garantie. Die Windräder mögen sich drehen — doch ob sie die Stadt wirklich retten, wird sich erst zeigen, wenn der Wind nicht nur weht, sondern auch trägt.

Crivitz im 775. Jahr wächst mit dem Wind. Zwischen Kirchturm und neuen 300‑Meter‑Stahltürmen ringt *Aktiv für Crivitz* um die Zukunft ihrer Heimat!

14.Aug.-2026/P-headli.-cont.-red./500[163(38-22)]/CLA-336/25-2026

Die alte Silhouette – Ein Versprechen aus Jahrhunderten!

Seit Jahrhunderten trägt Crivitz seine Geschichte wie ein stilles Versprechen. Die Stadt, deren erste urkundliche Erwähnung etwa auf den 24. März 1251 zurückgeht, wuchs nicht durch Lärm oder Hast, sondern durch Zeit, durch Menschen, durch Landschaft. Ihr ältestes Bauwerk, die Crivitzer Stadtkirche, deren Grundbau aus dem 13. Jahrhundert stammt und deren heutiger Backsteinbau im 14. Jahrhundert vollendet wurde, prägt seit über 650 Jahren die Silhouette der Stadt. Der dreigeschossige Turm, dessen Spitze mit Knopf, Kreuz und Hahn bekrönt ist, erhebt sich auf rund 42,4 Metern über dem Meeresspiegel – ein Maß, das über Jahrhunderte als höchster Punkt der Stadt galt und das Gesicht von Crivitz definierte.

chon die Chronisten des 19. Jahrhunderts beschrieben Crivitz als eine Stadt, die malerisch in einer wald- und seenreichen Landschaft eingebettet war. Und wer die alten Ansichten von 1910 betrachtet, erkennt sofort, was damit gemeint war: der Kirchturm, der sich über die Dächer erhebt, das stille Wasser des Crivitzer Sees und die sanften Hügel, die den Ort wie ein natürlicher Rahmen umgeben. Diese Linie – der Turm, das Wasser, die Weiden – war über Jahrhunderte das Gesicht der Stadt. Sie war mehr als Architektur: Sie war Erinnerung, Identität, Heimat.

Die Silhouette von Crivitz war ein stilles Abbild der Zeit: unverändert, verlässlich, getragen vom ältesten Bauwerk der Stadt, der Stadtkirche aus dem 13. Jahrhundert, deren Turm seit über 650 Jahren die Landschaft markiert. Wer damals auf die Stadt blickte, sah Geschichte – und wer heute auf die alten Fotografien blickt, sieht dieselbe Geschichte noch einmal. Diese Beständigkeit war das Fundament der Crivitzer Seele – eine Silhouette, die sich kaum veränderte, selbst als Kriege kamen, als Brände wüteten, als die Welt sich wandelte. Die Kirche blieb. Der Turm blieb. Die Ansicht von 2022 zeigt denselben vertrauten Horizont wie die Ansicht von 1912: dieselbe Ruhe, dieselbe Geschichte, dieselbe Heimat.

Der Bruch im Jubiläumsjahr – Wenn die Zukunft den Horizont verändert!

Doch diese vertraute Silhouette, die über Jahrhunderte unverändert blieb, beginnt sich nun im 775. Jahr zu verschieben. Was einst ein ruhiger Horizont war, getragen vom Kirchturm und dem Spiegel des Crivitzer Sees, wird heute von neuen Formen durchbrochen – Formen, die nicht aus Geschichte, sondern aus Stahl bestehen.

Acht Windräder, jedes ein 300-Meter-Riese, wachsen über die Dächer der Stadt, sichtbar von Wessin bis Krudopp, und legen sich wie eine zweite, fremde Krone über die alte Stadtsilhouette. Sie stehen auf einer Höhe von etwa 60 Metern über Normalnull und erreichen mit ihren ca. 240 Metern Bauhöhe eine Gesamthöhe, die den Kirchturm – einst der höchste Punkt der Stadt – nun wie ein Relikt vergangener Zeiten erscheinen lässt.

Es ist ein Bruch, der nicht aus dem Rhythmus der Jahrhunderte kommt, sondern aus den Entscheidungen der letzten Jahre – Entscheidungen, die hinter Türen getroffen wurden, die für die Bürger verschlossen blieben. Während die alte Silhouette ein Abbild der Zeit war, ist die neue Silhouette ein Abbild der Verwaltung: geplant, baurechtlich als „privilegiert“ eingestuft, politisch zum „überragenden öffentlichen Interesse“ erklärt, durch den sogenannten Windkraft-Turbo beschleunigt, als Freifahrtschein für Genehmigungen genutzt und zugleich als Einschränkung der Bürgerbeteiligung und des Naturschutzes verkündet – genehmigt und vertraglich gebunden, lange bevor die Menschen erfuhren, was über ihren Köpfen entstehen sollte.

Und so beginnt das Jahr 2026 nicht mit einem Festakt zum Jubiläum, sondern mit einem Riss durch die Geschichte der Stadt. Ein Riss zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Kirchturm und Windrad, zwischen Idylle und Industrie. Ein Riss, der die Bürger nicht nur überrascht, sondern erschüttert – denn er verändert nicht irgendeinen Blick, sondern den Blick auf ihre Heimat. Crivitz wächst mit dem Wind, sagt man heute, und vielleicht stimmt das sogar. Doch wer genau hinsieht, erkennt schnell, dass dieser Wind nicht nur Energie bringt, sondern auch etwas mitnimmt: die vertraute Ansicht einer Stadt, die über Jahrhunderte von ihrem Kirchturm, ihren Seen, ihren sanften Hügeln und ihrer stillen Idylle lebte.

Die Veränderung der Crivitzer Silhouette beginnt nicht in Crivitz West, sondern in Crivitz Ost – in Wessin. Dort, wo die Felder weit sind, die Kraniche seit Jahrhunderten rasten und die Großvögel ihre Nahrungshabitate haben, entstehen seit 2020 Pläne, deren tatsächliches Ausmaß kaum jemand einschätzen konnte und die noch weniger jemand wirklich verstand. Private Investoren, die am Umspannwerk Wessin eine ideale Anschlussstelle witterten, verfolgen dort ein Ziel, das nicht Heimat heißt, nicht Landschaft, nicht Natur – sondern Gewinnmaximierung.

Großflächige Naturschutz‑Ausgleichsmaßnahmen finden vor Ort nicht statt. Der Investor leistet lediglich Zahlungen in einen speziellen Naturschutzfonds des Landes, wodurch er sich faktisch schadlos hält.

Die Eingriffe bleiben vor Ort bestehen – die Kompensation erfolgt ausschließlich finanziell und nicht in Form echter ökologischer Wiederherstellung im betroffenen Gebiet.

Bis zu zwanzig Windräder sollen dort entstehen – acht davon stehen bereits, sichtbar, überragend, unausweichlich. Die Bürger erleben diesen Wandel nicht rückblickend, sondern jetzt, in Echtzeit.

Sie sehen die Türme wachsen, sie sehen die Rotoren, sie sehen die zerstörte Naturlandschaft und den Ausschluss ihrer eigenen Bürgerbeteiligung, sie sehen die Silhouette brechen – nicht als Erinnerung, sondern als unmittelbare Gegenwart. Erst jetzt, da die neuen Türme sichtbar sind, begreifen die Menschen, was dieser Eingriff wirklich bedeutet. Erst jetzt erkennen sie, dass die Ansicht ihrer Heimat einen Riss bekommen hat, der nicht mehr rückgängig zu machen ist – nicht für Jahre, sondern für ein Vierteljahrhundert, bis zum 800. Jubiläum der Stadtgründung von Crivitz.

Erst jetzt wird ihnen bewusst, dass die Betonfundamente, die diese Türme tragen, für Jahrzehnte im Boden bleiben werden – und welchen Schaden sie in der Natur anrichten: in den Brutgebieten, in den Nahrungshabitaten, in den Zugrouten der Kraniche und Großvögel, die dieses Gebiet seit Jahrhunderten prägen. Erst jetzt verstehen sie, dass die Belastungen nicht nur die Wessiner treffen, sondern auch die Crivitzer selbst – sei es durch steigende Strompreise, durch Eingriffe in die Landschaft oder durch die dauerhafte Veränderung ihrer Silhouette.

Und genau hier liegt der eigentliche Bruch: Die Bürger begreifen nicht, was war – sie begreifen, was gerade geschieht. Sie sehen, dass die Silhouette ihrer Stadt sich verändert, während sie zusehen müssen. Sie erkennen, dass Natur, Landschaft und Fauna in Crivitz Ost bereits verloren gehen, während die letzten zwölf Anlagen noch gebaut werden sollen. Sie verstehen, dass dieser Wandel nicht abstrakt ist, sondern konkret, sichtbar, spürbar – und dass er ihre Heimat betrifft.Doch während Crivitz Ost bereits im Umbruch steht, beginnt sich im Westen – in Krudopp – ein zweites Kapitel zu formen.

Diesmal nicht durch private Investoren, sondern durch die Stadt selbst. Durch Gespräche mit der WEMAG AG, durch Überlegungen, städtischen Boden für einen eigenen Windpark zu nutzen, durch Absprachen, die seit 2024 laufen – wieder hinter Türen, die für die Bürger verschlossen blieben. Und genau deshalb sagen die Menschen jetzt: genug. Nicht noch einmal. Nicht Crivitz West. Nicht Krudopp. Nicht wieder Entscheidungen hinter Türen. Denn die Bürger wissen nun, was es bedeutet, wenn man nicht gefragt wird. Sie wissen, wie es aussieht, wenn Verträge wichtiger sind als Landschaft.So steht Crivitz im Jahr 2026 vor zwei Silhouetten: einer veränderten im Osten – und einer drohenden im Westen. Und genau hier beginnt die Geschichte der Bürgerinitiative [AfC] „Aktiv für Crivitz“.

Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ – Die späte Stimme der Heimat!

Und genau an diesem Punkt, dort wo Idylle und Industrie aufeinanderprallen, erhebt sich eine neue Stimme – die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“. Genau jetzt, in diesem Moment, in dem die neuen Türme in Crivitz Ost sichtbar werden und die restlichen Anlagen bis Ende 2026 folgen sollen, erhebt sich diese neue Stimme. Sie entsteht nicht aus Rückblick, sondern aus Gegenwart.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Sie entsteht, weil die Menschen sehen, was geschieht – und weil sie verhindern wollen, dass es sich wiederholt. Denn manchmal braucht es erst den Bruch, damit Menschen erkennen, dass ihre Heimat nicht selbstverständlich ist. Die Initiative entstand nicht aus Protestlust, sondern aus Heimatliebe. Aus dem Gefühl, dass die Stadt sich verändert, ohne dass die Menschen gefragt wurden. Aus dem Wissen, dass Entscheidungen getroffen wurden, die nicht nur die Landschaft, sondern die Seele der Stadt berühren. Aus der Erkenntnis, dass die neue Silhouette nicht aus Bürgerwillen gewachsen ist, sondern aus Verwaltungslogik.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ mischt sich ein, weil sie verstanden hat, dass Schweigen keine Option mehr ist.

–>Sie mischt sich ein, weil sie erfahren hat, dass die Stadt Crivitz auf eigenem städtischem Boden in Crivitz West gemeinsam mit der WEMAG AG einen eigenen Windpark errichten will – ein Projekt, das die finanziellen Probleme der Zukunft lösen soll, aber die Identität der Stadt gefährdet.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

—>Sie mischt sich ein, weil sie sich fragt, warum die Bürger nicht vorher miteinbezogen wurden, warum seit 2024 bereits Anträge gestellt und Absprachen getroffen wurden, ohne dass die Menschen, die hier leben, überhaupt wussten, was auf sie zukommt.

—>Die Initiative will nicht verhindern – sie will beteiligt werden. Sie will nicht blockieren – sie will gefragt werden. Sie will nicht streiten – sie will mitgestalten. Sie will nicht spalten – sie will einen Weg finden, der die Stadt zusammenhält.

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Denn die Bürgerinitiative weiß: Heimat entsteht nicht durch Beschlüsse, sondern durch Menschen. Durch Gespräche, durch Beteiligung, durch gemeinsame Entscheidungen. Und genau deshalb ist ihr Ziel klar: Sie will einen Bürgerentscheid erwirken, damit die Menschen selbst darüber entscheiden können, wie ihre Stadt aussehen soll, wie ihr Horizont sich verändert und ob die Silhouette von Crivitz wirklich verkauft werden darf, nur weil die Kasse leer ist. Die Initiative ist die späte Stimme der Heimat – aber sie ist eine Stimme, die gehört werden will. Eine Stimme, die sagt: Nicht ohne uns. Nicht ohne unsere Meinung. Nicht ohne unsere Geschichte. Nicht ohne unsere Heimat. Sie ist der Moment, in dem Crivitz beginnt, sich selbst zu verteidigen.

Was bleibt – Ein Fazit zwischen Erinnerung und Zukunft!

Vielleicht wird man später sagen, dass der Wind damals nicht nur Energie brachte, sondern auch die Erinnerung verwehte. Vielleicht wird man sich daran erinnern, dass es nicht die Entscheidungsträger waren, sondern die Menschen, die versucht haben, das Gesicht ihrer Stadt zu bewahren. Vielleicht wird man eines Tages verstehen, dass eine Silhouette nicht nur aus Stahl besteht, sondern aus Geschichten, aus Blicken, aus Heimat. Denn Heimat ist kein Ort, den man einfach neu zeichnet. Heimat ist ein Gefühl, das wächst, weil es bleiben darf. Ein Gefühl, das sich über Jahrhunderte in den Linien des Kirchturms spiegelte, im Wasser des Crivitzer Sees ruhte, in den Hügeln rund um Wessin und Krudopp verankert war.

Ein Gefühl, das nun herausgefordert wird – von acht neuen Silhouetten aus Stahl, die höher sind als alles, was Crivitz je kannte. Der Wind hat Crivitz verändert – nicht, weil er es sollte, sondern weil man es zugelassen hat. Nicht, weil es die beste Lösung war, sondern weil es die einfachste war. Doch nun stehen Bürger auf, die sagen: Nicht ohne uns. Nicht ohne unsere Stimme. Nicht ohne unsere Heimat. Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ ist mehr als ein Zusammenschluss – sie ist ein Wendepunkt. Sie ist der Moment, in dem die Stadt beginnt, sich selbst zu schützen.Denn Heimat ist nicht das, was man verliert. Heimat ist das, was man verteidigt.

Vom geheimen *Letter of Intent* mit der WEMAG zur offenen Bürgerinitiative: „Aktiv für Crivitz“- Energiepolitik zwischen Macht, Einnahmen und Absprachen!

09.Aug.-2026/P-headli.-cont.-red./499[163(38-22)]/CLA-335/24-2026

Crivitz’ Energiepolitik im Schatten – und der Moment, in dem die Bürger aufwachten!

Es begann unscheinbar, fast beiläufig, an einem Abend im September 2024. Die Stadtvertretung tagte, die Tagesordnung war lang, und unter dem scheinbar harmlosen Punkt „Information zum Konzept für Wärme und Energie für die Stadt“ erhob sich Alexander Gamm – Ehemann der Bürgermeisterin, Bauausschussmitglied, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wärme/Energie und zentraler Ansprechpartner in den Gesprächen mit der WEMAG – aus der Zuschauertribüne. Schon dieser Auftritt war ungewöhnlich: Er erhielt das Rederecht als „Sachverständiger“, um für die Stadtvertretung zu sprechen, obwohl er kein gewähltes Mitglied war. In der Hand hielt er zwei DIN‑A4‑Seiten, die er in einer sechsminütigen Rede verlas. Es war der Moment, in dem die Stadt Crivitz – ohne es zu ahnen – in eine neue energiepolitische Ära eintrat. Alexander Gamm sprach von einer „Absichtserklärung“, einem sogenannten *Letter of Intent*, den die Stadt Crivitz mit der WEMAG AG „am heutigen Tag“ im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschließen werde. Alles wirkte vorbereitet, abgestimmt, im Hintergrund längst verhandelt. Doch was genau in diesem Dokument stand – welche Pflichten, welche Rechte, welche Bindungen – blieb ungesagt.

Und dann geschah etwas, das selbst für Crivitz bemerkenswert war: Im offiziellen Sitzungsprotokoll zu diesem Tagesordnungspunkt findet sich nicht eine einzige Zeile. Kein Hinweis auf die Rede, keine Zusammenfassung, kein Wort – als hätte der Auftritt nie stattgefunden. Reiner Zufall, selbstverständlich. Die Protokollführung in Crivitz hat schließlich Tradition: Alles, was ein bisschen heikel, kritisch oder unbequem sein könnte, findet sich später erstaunlicherweise nicht im Schriftlichen wieder. Das kennen die Bürger vom Hundesportverein, von Haushaltsdebatten und anderen „zufällig vergessenen“ Themen. Wer nicht dabei war, bleibt ahnungslos – und im Protokoll steht dazu wie üblich: nichts. Es gab keine Unterlagen, keine Erläuterungen, keine kritische Nachfrage – und vor allem keine Debatte. Die Stadtvertretung nahm die Information lediglich zur Kenntnis, die Öffentlichkeit blieb wie so oft außen vor.

Damit war der erste Baustein einer neuen Energieordnung gelegt, die später als „Wärmekonzept“ und als Windpark „Crivitz West“ sichtbar werden sollte – und deren Tragweite die Bürger erst 14 Monate später erkennen würden, als deutlich wurde, was zu diesem Zeitpunkt bereits verhandelt worden war.

Die Chronologie einer Wärmewende im Halbschatten

Auf den Letter of Intent im September 2024 folgte im April 2025 der nächste entscheidende Schritt: Die WEMAG stellte beim Amt Crivitz einen Antrag, den fortgeltenden Flächennutzungsplan zu ändern und ein neues Sondergebiet für Windenergie zu schaffen – „Crivitz West“. Damit sollte im Bereich Krudopp ein stadteigener Windpark entstehen, mit drei Windkraftanlagen, Millioneninvestitionen und langfristigen vertraglichen Bindungen. Die Beratungen hierzu – offiziell „Antrag auf Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des Teilflächennutzungsplans der Stadt Crivitz“ – fanden erst am 18.09.2025 und 20.11.2025 im Bauausschuss statt, selbstverständlich unter TOP- N:14 und selbstverständlich im nichtöffentlichen Teil. Ein öffentlicher Beschluss? Fehlanzeige. Eine Empfehlung des Bauausschusses? Nie veröffentlicht. Ein Protokoll, das den Bürgern erklärt, was beraten wurde? Natürlich nicht.

Das ist in Crivitz kein Ausrutscher, sondern Tradition: Die Bürger sollen heikle Themen erst dann erfahren, wenn sie bereits beschlossen sind. Diese frühere Amtsführung hat den Bauausschuss nachhaltig geprägt: Sie schuf eine politische Kultur, in der Transparenz als Störung, Öffentlichkeit als lästig und Protokollführung als formale Pflicht statt demokratische Verantwortung verstanden wurde. Genau diese politische Kultur bildet den Hintergrund für die heutigen Probleme: die systematische Verlagerung von Beratungen in den nichtöffentlichen Teil, – die ausgedünnten Tagesordnungen, – die fehlende Dokumentation, – und die bis heute unklare Protokollpraxis.

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Diese Handlungsweise entsprach dem damaligen Vorsitzenden des Bauausschusses, Alexander Gamm, und wurde vom neuen Vorsitzenden, Herrn Renker (CWG – Crivitz), vollständig übernommen. Er perfektionierte das Verfahren sogar: Alles wird nichtöffentlich beraten, und die Beschlüsse werden nur noch als Nummern oder Synonyme verkündet – „BV CRI SV 1954/25“, „BV CRI SV 1956/25“ –, als wären es Lagerbestände statt politische Entscheidungen.

Bereits am 6. Mai 2025 waren die Unterlagen eingereicht worden, doch sie wurden den Stadtvertretern erst wenige Tage vor der entscheidenden Sitzung am 08.12.2025 zugestellt – zumindest der Opposition. Eine seriöse Prüfung eines Projekts dieser Größenordnung – mit mindestens 21 bis 27 Millionen Euro Investitionsvolumen – war unter diesen Bedingungen faktisch unmöglich. Am 08.12.2025, kurz vor Weihnachten, kam es zur entscheidenden Weichenstellung: Die Stadtvertretung beschloss im Grundsatz die Änderung des Flächennutzungsplans und öffnete damit die Tür für ein Sondergebiet für Windenergie im Bereich Crivitz West / Krudopp. Die Tür war geöffnet, das Projekt politisch gesetzt. Die rechtliche Grundlage für den Windpark „Crivitz West“ war geschaffen – ohne dass die Bürger zuvor umfassend informiert oder beteiligt worden wären.

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Erst vier Monate später, Ende April 2026, erklärte die WEMAG Krudopp im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum „Energiezentrum der Crivitzer Neustadt“ – und im Wärmekonzept der Stadt wurde dies festgeschrieben. Die Wärmewende und der Windpark wurden politisch miteinander verknüpft: Wer Wärme für die Neustadt wolle, müsse den Windpark in Crivitz West / Krudopp akzeptieren – denn dieser liefere den Strom für die Hochleistungswärmepumpen des neuen Crivitzer Heizhauses. Die Stadt Crivitz wurde Partnerin – aber nicht treibende Kraft. Die eigentlichen Architekten waren WEMAG, mea Energieagentur MV und die WEMAG Energiedienste GmbH. Die Bürger blieben Zuschauer.

Der Abend, an dem die politische Kultur sichtbar wurde

Der 08. Dezember 2025 war ein Abend, der vielen Bürgern in Erinnerung bleiben wird – nicht wegen der Technik, sondern wegen der Art, wie in Crivitz Politik gemacht wurde. Die Opposition beantragte, den Tagesordnungspunkt zur Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans abzusetzen. Sie trug sachlich vor, dass die Unterlagen viel zu spät eingetroffen seien, dass die versprochene Kosten‑Nutzen‑Rechnung der WEMAG fehle, dass keine Machbarkeitsstudie vorliege und dass der Bauausschuss – wie so oft – nichtöffentlich beraten habe: ohne Bürgerbeteiligung, ohne Naturschutzprüfung, ohne Einbindung anderer Ausschüsse.

Sie warnte zudem, dass das Gebiet „Crivitz West“ im Regionalplan gar nicht als Windenergiegebiet vorgesehen sei und ein Zielabweichungsverfahren nötig werde. Sie wies darauf hin, dass die Stadt mit diesem Grundsatzbeschluss ein Tor öffne, „das sich später nicht mehr schließen lasse“. Sie fragte, warum dieser Beschluss unbedingt noch vor Weihnachten gefasst werden müsse – ob es hierbei um Posten gehe, um Macht, um Absprachen im Hintergrund. Doch keine dieser Fragen wurde von der CWG ‑ Crivitz beantwortet. Stattdessen folgte ein Manöver: Der CWG‑Fraktionsvorsitzende rief eine „Auszeit“ aus – ein Begriff, der eher an Volleyball erinnert als an eine Stadtvertretersitzung und in der Geschäftsordnung nicht vorgesehen ist. In dieser Pause formierte sich die CWG‑Crivitz Mehrheit, allen voran Herr Markus Eichwitz. Als die Sitzung fortgesetzt wurde, wurde der Antrag der Opposition erwartungsgemäß abgelehnt.

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In dieser Atmosphäre geschah der Moment, der die politische Kultur dieses Abends auf den Punkt brachte: Alexander Gamm – Ehemann der Bürgermeisterin, Bauausschussmitglied und neuer CWG‑Fraktionär – zeigte der Opposition im Raum demonstrativ den erhobenen Stinkefinger. Ein symbolischer Akt, der mehr sagte als jede Rede. Er zeigte, wie viel Macht ein einzelner Akteur haben kann, wenn er gleichzeitig Ausschussmitglied, Fraktionsmann, bis zu diesem Abend Arbeitsgruppenleiter und Ehemann der Bürgermeisterin ist – und wie gering der Respekt vor abweichenden Meinungen sein kann. Es war der Moment, in dem die politische Kultur Crivitz’ nicht nur sichtbar, sondern geradezu greifbar wurde.

„Wenn wir es nicht machen, machen es andere“ – ein Satz als Programm für den Windpark „Crivitz West“

Die Bürgermeisterin begründete den Beschluss für den Windpark Crivitz West mit einem Satz, der für viele Bürger wie eine politische Kapitulation klang: „Wenn wir es nicht machen, machen es andere.“ Es war kein Zukunftsentwurf, keine Vision, kein Konzept für eine eigenständige, transparente Energiepolitik. Es war ein politisches Durchwinken im Eiltempo: lieber selbst mitmachen, als anderen das Feld überlassen – unabhängig davon, ob die Bürger informiert, beteiligt oder überzeugt sind. Der Beschluss über den Windpark bei Krudopp wurde im Schnellverfahren gefasst: ohne vollständige Unterlagen, ohne Bürgerbeteiligung, ohne offene Diskussion. Die CWG‑Crivitz‑Mehrheit setzte sich massiv durch, die Opposition blieb in der Minderheit.

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Die dogmatische Rolle der Crivitzer Wählergemeinschaft (CWG‑Crivitz)

Die CWG ‑ Crivitz spielte in dieser Entwicklung eine zentrale, geradezu dogmatische Rolle. Sie begleitete den Letter of Intent 2024, trieb den Antrag zur Flächennutzungsplanänderung 2025 voran und setzte den Windparkbeschluss durch. Kritische Fragen wurden abgewehrt, Bedenken der Opposition übergangen, Transparenz gegenüber den Bürgern als Störfaktor behandelt. Die Haushaltslage der Stadt war und ist dramatisch angespannt; Einnahmen aus Windenergie und Beteiligungsmodellen wirkten verlockend und sind zweifellos ein Segen für den Haushalt. Doch statt eine offene Debatte über Chancen und Risiken zu führen, wurde das Projekt „Crivitz West“ zur Chefsache einer kleinen Gruppe, die sich im Schatten der Ausschüsse und Arbeitsgruppen bewegte. Die Bürger erfuhren erst im Nachhinein, was längst beschlossen war – ein politischer Stil, der in Crivitz inzwischen fast als Routine gilt.

Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ – wer sie ist und warum sie sich gegründet hat!

Gegründet wurde die Initiative, weil viele Bürger das Gefühl hatten, dass die energiepolitischen Weichen der Stadt längst gestellt waren – nur nicht öffentlich.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Bereits im September 2024 präsentierte Alexander Gamm in seiner sechsminütigen Rede den Letter of Intent, in dem die Stadt und die WEMAG die Grundzüge der künftigen Energiepolitik festlegten: Wärmekonzept, Photovoltaikanlagen – und erstmals auch die Nutzung stadteigener Windkraftprojekte im Bereich Crivitz. Diese Rede war der Beginn der energiepolitischen Entscheidungen – lange vor dem Beschluss im Dezember 2025 und noch länger vor der Informationsveranstaltung im April 2026. Doch die Öffentlichkeit erfuhr davon fast nichts. Im Protokoll der Sitzung findet sich „nicht eine einzige Zeile“ über das, was Gamm sagte – ein Stil, den die Bürger inzwischen nur zu gut kennen: Wenn es wichtig wird, wird es nicht protokolliert.

Im Dezember 2025 folgte der nächste Schritt: Die Bürgermeisterin focht den Antrag für den Windpark Crivitz West in Krudopp durch, unterstützt von der CWG‑Mehrheit. Ihr Ehemann führte als Leiter der Arbeitsgruppe Wärme/Energie alle Gespräche und Abstimmungen mit der WEMAG, bereitete die Planungen vor und begleitete den Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans – aber ohne dass die Bürger wussten, was hinter den Kulissen bereits vereinbart war. Später, im Frühjahr 2026, folgte ein weiterer Schritt im Hintergrund: ein 20‑jähriger Konzessionsvertrag mit der WEMAG, der das Gesamtprojekt – Wärmekonzept, Netz, Windpark – langfristig festschreibt. Die Bürgerinitiative kritisiert genau diese Reihenfolge: erst Verträge, dann Informationen.

Genau diese intransparente Abfolge war der Auslöser für die Initiative. Sie formuliert es selbst: „Wir fordern Mitspracherecht und Transparenz!“ und Bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden.“

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Vertreten wird „Aktiv für Crivitz“ von klar benennbaren Personen: Heike Böttcher und Dr. Andreas Reinecke zeichnen namentlich für die Bürgerinitiative verantwortlich, sie stehen mit ihrem Namen unter dem Aufruf: „Bürgerinitiative ‚Aktiv für Crivitz„.

Damit ist deutlich: Es handelt sich nicht um eine anonyme Stimmung, sondern um eine organisierte, persönlich verantwortete Bewegung aus der Mitte der Bürgerschaft. Die Initiative entstand, weil die Menschen in Krudopp, Sukow und Zietlitz sich nicht allein gegen ein Projekt dieser Größenordnung wehren können. Ihr Aufruf bringt es auf den Punkt: „Helft den Einwohnern von Krudopp, die sich nicht allein gegen diese geplante Landschaftszerstörung wehren können.“ Und sie entstand, weil die Bürger nicht länger hinnehmen wollten, dass Entscheidungen über Stadtbild, Landschaft und Millioneninvestitionen ohne sie getroffen werden – während in den Ausschüssen, wenn sie denn einmal einbezogen wurden, ausschließlich nichtöffentlich diskutiert wurde und die breite Öffentlichkeit außen vor blieb. Ihr Grundsatz lautet: „Grüne Energie ist gut – aber nicht um jeden Preis und nicht am Bürger vorbei.“

Was die Bürgerinitiative will – und was sie bereits erreicht hat

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Die Initiative verfolgt zwei große Ziele: Transparenz und Mitbestimmung.

Sie fordert die Offenlegung aller energiepolitischen Vereinbarungen, insbesondere des Letter of Intent, und eine klare Darstellung von „Sinn, Nutzen, Kosten, Folgen und Verbindlichkeiten“ des Windparks Crivitz West. Sie will wissen, warum der Eindruck erweckt wurde, „als sei der Windpark für die Wärmeversorgung der Neustadt zwingend notwendig“, obwohl die geplante Stromtrasse nach Wessin führt und der Strom dort überwiegend ins Hochspannungsnetz abgeführt wird. Ihr zweites Ziel ist die direkte Beteiligung der Bürger: „Durch einen Bürgerentscheid über die Errichtung des Windparks ´Crivitz West` wollen wir der Stadtvertretung von Crivitz mitteilen: So nicht! Ihr seid unsere gewählten Vertreter, von denen wir transparente Entscheidungen erwarten!‘“ Und weiter: „Wir werden eine transparente energie- und finanzpolitische Neubewertung erzwingen und einen Bürgerentscheid anstreben.“

Bemerkenswert ist, was die Initiative bereits erreicht hat: 518 Unterschriften – bei 4.566 Einwohnern (31.12.2025) in Crivitz sind das über 11,34 % der Bevölkerung. Das ist nicht nur ein Stimmungsbild, sondern eine politische Größe, die für einen Einwohnerantrag und später einen Bürgerentscheid von erheblicher Bedeutung ist. Die Initiative formuliert es selbstbewusst: „Setzt ein Zeichen – Euer Zeichen!“ Sie zeigt, dass die Bürger nicht nur unzufrieden sind, sondern bereit, sich einzumischen. Sie zeigt, dass Mitbestimmung kein Luxus ist, sondern ein demokratisches Recht. Und sie zeigt, dass die Menschen in Crivitz nicht bereit sind, ihr Stadtbild, ihre Landschaft und ihre kommunale Kultur kampflos aufzugeben – schon gar nicht für ein Projekt, das sie erst erfuhren, „bevor vollendete Tatsachen geschaffen werden“.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Der Einwohnerantrag!———– das erste demokratische Werkzeug der Bürger :In Mecklenburg‑Vorpommern gibt es ein demokratisches Instrument, das erstaunlich wenig bekannt ist – obwohl es gerade in Crivitz plötzlich eine enorme Bedeutung bekommt: den Einwohnerantrag nach § 20 Kommunalverfassung MV. Er zwingt eine Stadtvertretung, ein Thema nicht länger im Schatten zu behandeln, sondern öffentlich auf die Tagesordnung zu setzen. Für Crivitz mit rund 4.566 Einwohnern bedeutet das: Schon 1 % der Bevölkerung – also etwa 46 Menschen – können verlangen, dass ein Thema öffentlich beraten wird. Ein schriftlicher Antrag, eine klare Forderung, eine kurze Begründung: Mehr braucht es nicht. Und nun kommt der bemerkenswerte Teil: Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ hat bereits 518 Unterschriften gesammelt – also über 11,34 % der gesamten Stadtbevölkerung. Damit liegt sie weit über der Schwelle, die für einen Einwohnerantrag nötig wäre. Man könnte sagen: Die Voraussetzungen sind nicht nur erfüllt – sie sind übererfüllt. Ein Einwohnerantrag ist kein Vetorecht, aber er ist ein politischer Scheinwerfer: Er zwingt die Stadtvertretung, ein Thema öffentlich zu behandeln, statt es in nichtöffentlichen Ausschüssen zu parken.

Medienmaterial (Fotos/Video) veröffentlicht mit Zustimmung der Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“.

Der Bürgerentscheid!—–wenn die Bürger selbst abstimmen: Noch stärker ist das zweite Instrument: der Bürgerentscheid nach § 21 Kommunalverfassung MV. Er ist die direkteste Form kommunaler Demokratie – die Bürger entscheiden selbst, nicht die Stadtvertretung. Die Voraussetzungen sind klar: Mindestens 10 % der Einwohner müssen ein Bürgerbegehren unterstützen – in Crivitz also rund 456 Menschen. Die Frage muss eindeutig sein, ein klares Ja oder Nein ermöglichen und darf nicht in gesetzlich ausgeschlossene Bereiche fallen (Haushalt, Personal, Gebühren). Und jetzt wird es interessant: Die Bürgerinitiative hat bereits 518 Unterstützer – also mehr als die 10 %, die für ein Bürgerbegehren nötig wären. Mit anderen Worten: Crivitz steht rechnerisch bereits an der Schwelle zu einem möglichen Bürgerentscheid.Kommt ein Bürgerbegehren zustande, hat die Stadtvertretung zwei Möglichkeiten: Sie kann die Forderung übernehmen – oder sie muss die Bürger abstimmen lassen. Das Ergebnis eines Bürgerentscheids gilt wie ein Beschluss der Stadtvertretung. Es ist bindend. Punkt.

Warum diese Information zu den Einwohnerantrag und Bürgerentscheid so wichtig ist:—–Diese Hinweise sollen nicht belehren, sondern zeigen: Die Bürgerinitiative „Aktiv für Crivitz“ hat bereits politisches Gewicht, das weit über eine Petition hinausgeht. Sie hat die Schwelle für einen Einwohnerantrag locker überschritten. Sie hat die Schwelle für ein Bürgerbegehren bereits erreicht. Und sie hat gezeigt, dass Bürgerbeteiligung in Crivitz nicht nur möglich ist – sondern bereits begonnen hat.

Fazit: Ein Anfang, der zählt!

Crivitz’ 2026 neue Energieära: WEMAG greift nach der Steuerungshoheit und koppelt das neue „Neustadt‑Heizwerk“ an das Windgebiet „Krudopp“!😡

10 .Juli-2026/P-headli.-cont.-red./497[163(38-22)]/CLA-333/22-2026

Krudopp – wie ein unscheinbarer Ort zum Herzstück der Crivitzer Energieordnung wurde

Die Stadt Crivitz erlebt in diesen Monaten eine stille, aber tiefgreifende Verschiebung seiner energiepolitischen Wirklichkeit. Während die meisten Bürger ihren Alltag leben, hat sich im Hintergrund ein neues Kapitel geöffnet – eines, das den kleinen Ort Krudopp plötzlich in den Mittelpunkt der kommunalen Wärmeversorgung rückt. Was bislang ein Randgebiet zwischen Feldern und Wald war, taucht nun im Wärmeplan der Stadt Crivitz 2026 als Schlüsselelement der Stromversorgung für das neue Heizwerk in der Neustadt auf. Die geplanten Windräder dort sollen nicht nur Strom produzieren, sondern die Wärmepumpenkaskade der WEMAG antreiben, die künftig die Wohnungen der Neuen Lübecker, die Schule, die Kita und weitere Gebäude versorgen soll. Für die Bürger in Krudopp und Immenhof ist das eine Nachricht, die sie bisher nicht erhalten haben – und doch steht sie nun schwarz auf weiß in den offiziellen Unterlagen.

Die zentralen Akteure und die politische Weichenstellung

Dass diese Entwicklung nicht zufällig ist, zeigt ein Blick auf die zentralen Akteure: die WEMAG, ihre Tochtergesellschaft mea Energieagentur Mecklenburg‑Vorpommern sowie die kommunale WEMAG Energiedienste GmbH. Sie sind die Architekten der neuen Energieordnung, die Planer des Windparks, die Entwickler des Wärmenetzes und die Betreiber der künftigen Infrastruktur. Die Stadt Crivitz ist Partnerin, jedoch nicht treibende Kraft – und die Bürger bleiben bislang eher Zuschauer als Beteiligte. Auch die politische Dimension ist unübersehbar: Die entscheidenden Weichen wurden bereits 2024 mit dem Abschluss einer Absichtserklärung zur künftigen Zusammenarbeit mit der WEMAG („Letter of Intent“ – LoI) und 2025 mit dem Antrag der WEMAG auf Einleitung eines Verfahrens zur Änderung des fortgeltenden Flächennutzungsplans für das Windenergievorhaben „Crivitz West“ gestellt. Viele dieser Schritte erfolgten im nichtöffentlichen Teil der Sitzungen, ohne breite Diskussion, und wurden maßgeblich begleitet von einer kleinen, aber sehr einflussreichen Gruppe um Alexander Gamm. Er fungierte als sachkundiger Einwohner der CWG – Crivitz (Crivitzer Wählergemeinschaft) im Bauausschuss, als Ehemann der Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm sowie als Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wärme/Energie und damit als zentraler Ansprechpartner der WEMAG – eine Rolle, die ihm eine sehr erhebliche Gestaltungsmacht innerhalb des Projekts verlieh.

Windstrom als Grundlage der kommunalen Wärmeversorgung

So entsteht eine Situation, die für viele Bürger überraschend ist: Krudopp wird zur Energiequelle, die Neustadt erhält ein neues Heizwerk, die Stadt gründet neue Gesellschaften, und die WEMAG übernimmt zentrale Funktionen der Wärme‑ und Stromversorgung. All dies ist Bestandteil eines Gesamtplans, der am 4. Juli 2026 im Amtsausschuss des Amtes Crivitz als Kommunale Wärmeplanung (KWP) 2026 für das gesamte Amtsgebiet beschlossen werden sollte – obwohl die Öffentlichkeit der Stadt Crivitz über die neuen Dimensionen, die Millioneninvestitionen und die technische Abhängigkeit von Windstrom bislang kaum informiert wurde. Gerade deshalb ist es notwendig, die Fakten klar darzustellen und die Bürger mitzunehmen: Denn die neue Energieordnung betrifft nicht nur Technik und Infrastruktur, sondern auch Transparenz, politische Kultur und die Frage, wie Entscheidungen getroffen werden, die das Leben vieler Menschen über Jahrzehnte prägen.

Die Wärmewende Crivitz – beschlossen, bevor sie erklärt wurde: Vom Letter of Intent zur verdeckten Entwicklung 2024–2026

Als die mea Energieagentur am 30. April 2025 ihren Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplans einreichte, war die energiepolitische Entwicklung in Crivitz längst vorgezeichnet. Bereits im September 2024 hatte die Stadtvertretung den „Letter of Intent“ mit der WEMAG und ihrer Tochtergesellschaft mea gebilligt – eine Absichtserklärung, die die gemeinsame Entwicklung eines Wärmeversorgungsprojekts für das Wohngebiet „Neustadt“ sowie die Nutzung städtischer Flächen für Windenergieanlagen ausdrücklich festschrieb. Alexander Gamm, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wärme/Energie, trug die Inhalte damals in einer kurzen, sechsminütigen Rede vor. Im offiziellen Protokoll findet sich jedoch nur der lapidare Hinweis „Information zum Konzept für Wärme und Energie für die Stadt“ – ohne Dokumente, ohne Erläuterungen, ohne öffentliche Diskussion. Wer nicht anwesend war, erfuhr von den energiepolitischen Weichenstellungen nichts. Mit dem Antrag der mea vom April 2025 wurde diese Absichtserklärung faktisch umgesetzt.

Der Antrag enthielt bereits die vollständige Struktur der künftigen Energieordnung: die geplante Fernwärmeversorgung der Neustadt, die Sektorenkopplung von Wind‑ und Photovoltaikstrom zur Wärmebereitstellung, die Gründung gemeinsamer Projekt‑ und Betreibergesellschaften sowie die kommunale Beteiligung an den Einnahmemodellen. Die Unterlagen lagen seit Mai 2025 im Amt Crivitz , wurden aber erst kurz vor der Sitzung der Stadtvertretung im Dezember 2025 verteilt.

Die Opposition aus der CDU – Fraktion, AFD und BFC (Bündnis für Crivitz) bestehend, kritisierte schon damals die fehlende Wirtschaftlichkeitsrechnung, die fehlende Risikoanalyse und die fehlende öffentliche Beratung und Transparenz. Doch keine dieser Fragen wurde beantwortet. Dennoch setzte die CWG – Crivitz geführte Stadtspitze mit ihrer CWG- Fraktion mehrheitlich den Beschluss durch – offiziell zur Einleitung des Bauleitverfahrens für „Crivitz West“, mit der Begründung: Frau Britta Brusch-Gamm, man könne „Wenn wir es nicht machen, machen es andere“. Für die Bürger blieb der Eindruck: Es geht um nicht Windräder, um Strom, sondern um Einnahmen für die Stadt Crivitz – nicht um eine Wärmeplanung. Tatsächlich jedoch war die Wärmewende in Crivitz zu diesem Zeitpunkt längst beschlossen und vertraglich vorbereitet. Das integrierte Klimaschutzkonzept 2026, das am 15. April 2026 im Amtsausschuss verabschiedet wurde, definierte bereits die Energie‑ und Treibhausgasbilanz, die Handlungsfelder und Zielszenarien für die gesamte Region – einschließlich Crivitz. Die Zusammenarbeit mit der WEMAG und der mea war darin fest verankert. Die geplante Betreibergesellschaft, die Nutzungsverträge, die Einnahmemodelle und die Einbindung in die Wärmeversorgung waren detailliert beschrieben.

Mit anderen Worten: Die Wärmewende war politisch beschlossen, finanziell durchgeplant und organisatorisch vorbereitet, bevor die Bürger überhaupt erfuhren, was geschah. Erst die Informationsveranstaltung am 20. April 2026 brachte das Thema öffentlich auf den Tisch – allerdings zu einem Zeitpunkt, an dem alle wesentlichen Entscheidungen längst gefallen waren. Was als „Bürgerdialog“ angekündigt wurde, war in Wahrheit die nachträgliche Erklärung eines fertigen Plans: eines Projekts, das nicht aus einem offenen Prozess entstand, sondern aus politischen Absprachen, wirtschaftlichen Interessen und einer Haushaltslage, in der Windenergie weniger Klimaschutz als Haushaltsrettung bedeutete. Die Bürger wurden informiert, nachdem alles beschlossen war; beteiligt, nachdem sie ausgeschlossen wurden; und aufgefordert, Vertrauen zu haben, nachdem Transparenz verweigert worden war.

Stimme eines Bürgers zur Energieplanung

LeserMeinung: „Ich finde das angesichts der verschleierten Planungen in Crivitz West sehr spannend. Man verkauft den Einwohnern in Crivitz die neu geplanten drei oder fünf Windanlagen als notwendig für die Wärmeversorgung der Neustadt. Dabei glüht unser Stromnetz in LUP bereits jetzt. Der Strom von Crivitz-West würde über eine neue Trasse nach Wessin und dann weiter über das Hochspannungsnetz in andere Bundesländer gehen, die sich erfolgreicher gegen Windanlagen wehren. Dafür haben wir dann aber bundesweit mit die höchsten Strompreise. Wäre gut, die Kräfte in der Stadt gegen diese neu geplanten Anlagen zu bündeln und Alexander Gamm in den Arm zu fallen, der vermutlich persönlich davon profitiert – anders ist dessen 180‑Grad‑Wendung eigentlich nicht zu erklären.“ Redaktionelle Anmerkung: (Name der Verfasserin ist der Redaktion bekannt.) Diese Zuschrift spiegelt die persönliche Sicht eines Bürgers wider. Die Redaktion veröffentlicht sie in voller Länge, um die öffentliche Diskussion über die Energiepolitik in Crivitz West transparent abzubilden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wird der Name des Verfassers nicht genannt.

Altstadt und Vogelviertel – die stillen Räume der Wärmeplanung

Während die Crivitzer Neustadt im Wärmeplan 2026 als zentrales Zukunftsprojekt mit klaren technischen Maßnahmen, festen Investitionspfaden und einem detaillierten Zeitplan ausgewiesen ist, zeigt sich für andere Stadtteile ein deutlich anderes Bild. Besonders die Altstadt und das Vogelviertel rund um die Trammer Straße stehen im Schatten der großen Energiepläne – und genau das verdient eine klare Einordnung. Die Altstadt wird im Wärmeplan zwar als eigenes Prüfgebiet geführt, doch diese Einstufung bedeutet weniger, als viele Bürger vermuten würden. Sie ist energetisch relevant, weil sie eine hohe Wärmedichte, eine historisch gewachsene Gebäudestruktur und einen überdurchschnittlichen Wärmebedarf besitzt.

All das spricht grundsätzlich dafür, dass die Altstadt eines Tages ein Wärmenetz erhalten könnte. Doch der Wärmeplan bleibt auffallend zurückhaltend: Es wird lediglich geprüft, ob ein solches Netz technisch und wirtschaftlich sinnvoll wäre. Konkrete Maßnahmen, technische Festlegungen oder Investitionsentscheidungen fehlen vollständig. Auch ein Zeitplan existiert nicht. Erst in späteren Fortschreibungen – frühestens ab 2027 – soll entschieden werden, ob die Altstadt überhaupt Teil einer zentralen Wärmeversorgung wird. Bis dahin bleibt sie ein energetisches Fragezeichen, ein Gebiet, das zwar im Blick der Planer liegt, aber noch nicht Teil der tatsächlichen Wärmewende ist.

Noch deutlicher ist die Lage im Vogelviertel rund um die Trammer Straße. Dieses Gebiet taucht im gesamten Wärmeplan nicht ein einziges Mal als Fokusgebiet, Prüfgebiet oder Transformationsgebiet auf. Es wird energetisch schlicht nicht betrachtet. Die Gründe liegen in der Struktur: Einfamilienhäuser, niedrige Wärmedichte, keine öffentlichen Einrichtungen, keine bestehenden Wärmenetze und keine besonderen Potenziale für zentrale Wärmeversorgung. Damit gilt das Vogelviertel eindeutig als dezentrales Gebiet, in dem langfristig individuelle Wärmepumpen die Standardlösung sein werden. Es ist nichts geplant, es wird nichts geprüft, und es gibt keinen Zeitplan für zukünftige Konzepte. Das Vogelviertel läuft energetisch mit, aber es wird nicht gestaltet. Im Vergleich zur Neustadt, die mit Windstrom, Wärmepumpenkaskade, Pufferspeichern, neuen Gesellschaften und Millioneninvestitionen zum Herzstück der Crivitzer Energiezukunft wird, bleiben Altstadt und Vogelviertel weit zurück. Während in der Neustadt bereits konkrete Entscheidungen gefallen sind, müssen die übrigen Stadtteile warten, bis spätere Fortschreibungen überhaupt klären, ob und wann sie Teil der kommunalen Wärmeplanung werden. Für die Bürger bedeutet das: Die Wärmewende beginnt nicht in der Altstadt und nicht im Vogelviertel – sie beginnt ausschließlich in der Neustadt.

Vom Windpark zum Heizwerk – die technische Verknüpfung

Heute, im Wärmeplan 2026, zeigt sich ein völlig anderes Bild. Plötzlich steht dort, dass die geplanten Windräder bei Krudopp den Strom für das neue Heizwerk in der Crivitzer Neustadt liefern sollen. Die Wärmepumpenkaskade – bestehend aus einer Luft‑Wasser‑Wärmepumpe mit 934,8 kW Heizleistung und einer Wasser‑Wasser‑Wärmepumpe mit 1.102 kW – soll mit Windstrom betrieben werden. Die WEMAG Energiedienste plant einen 20‑Meter‑Pufferspeicher, zwei Speicherbehälter mit 50.000 und 5.000 Litern, und eine Netzführung, die den Windstrom bilanziell auch für kommunale Gebäude und Straßenbeleuchtung nutzbar macht. Die geplanten Windräder werden damit nicht nur Stromerzeuger, sondern zentrale Energiequelle der kommunalen Wärmeversorgung. Und was als regionales Energieprojekt erschien, ist nun ein zentraler Baustein der neuen Energieordnung Crivitz – ohne dass die Bürger in Krudopp, Immenhof oder der Neustadt darüber frühzeitig und ausreichend informiert wurden.

Millioneninvestitionen und neue Gesellschaftsstrukturen

Diese neue Rolle Krudopps ist nicht nur technisch bedeutsam, sondern finanziell gewaltig. Die Investitionskosten pro Windrad liegen bei 7 bis 9 Millionen Euro (gesamt: 21-27.Mio.€), der Bau soll ab 2030 beginnen. Die Wärmeprojektgesellschaft – die Crivitzer Wärme GmbH – soll gemeinsam von der Stadt und der WEMAG Energiedienste (50%/50%) gegründet werden. Parallel dazu soll eine kommunale Windpark‑Betreibergesellschaft entstehen, ebenfalls mit Beteiligung der Stadt und der mea (30-40% Crivitz / 60-70% WEMAG). Damit wird Krudopp nicht nur Standort eines Windparks, sondern Teil eines komplexen Geflechts aus Gesellschaften, Verträgen, Pachtmodellen und langfristigen Bindungen. Die Stadt verpflichtet sich zur Abnahme der Wärme für über eineinhalb Jahrzehnt, die WEMAG übernimmt die technische Betriebsführung, die mea die kaufmännische, und die Finanzierung erfolgt über Gesellschafterdarlehen, Fördermittel und Bankkredite.

Krudopp als Schlüsselort der Crivitzer Energiezukunft

Krudopp war lange ein Ort, den man eher überquerte als betrachtete – ein kleiner Splittersiedlungsbereich zwischen Feldern, Wald und der Landstraße nach Sukow. Nichts deutete darauf hin, dass dieser unscheinbare Fleck eines Tages eine zentrale Rolle in der Energiezukunft der Stadt Crivitz spielen würde. Doch genau das ist nun der Fall: Krudopp wird im Wärmeplan 2026 plötzlich zum Energiezentrum, zum Stromlieferanten, zum technischen Herzstück des neuen Heizwerks in der Neustadt. Die geplanten Windräder dort sollen nicht nur Strom erzeugen, sondern die Wärmepumpenkaskade antreiben, die künftig die kommunalen Gebäude und die Wohnquartiere der Neuen Lübecker versorgt. Damit wird Krudopp zu einem Ort, dessen Bedeutung weit über seine geografische Größe hinausreicht.

Diese neue Rolle kommt nicht aus dem Nichts, sondern aus einer Entwicklung, die im Mai 2025 begann, als die mea Energieagentur den Antrag zur Ausweisung des Windgebietes „Crivitz West“ stellte. Damals war die Begründung klar und überschaubar: Windenergie, kommunale Wertschöpfung, Gewerbesteuer, Beteiligungsmodelle. Doch im Wärmeplan 2026 steht nun, dass die Windenergie aus Krudopp die zentrale Energiequelle für die Wärmepumpen der WEMAG wird. Die Luft‑Wasser‑Wärmepumpe mit 934,8 kW Heizleistung und die Wasser‑Wasser‑Wärmepumpe mit 1.102 kW sollen bilanziell mit Windstrom betrieben werden. Die Pufferspeicher – 50.000 Liter und 5.000 Liter – sind bereits eingeplant. Die Netzführung ist definiert. Die technische Abhängigkeit ist eindeutig. Damit wird Krudopp zu einem Ort, der nicht nur Windräder bekommt, sondern eine kommunale Schlüsselrolle übernimmt. Die geplanten Windenergieanlagen – moderne Anlagen mit 4,2 bis 7,2 MW Leistung – sollen jährlich rund 18 bis 20 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Dieser Strom ist nicht für den allgemeinen Markt gedacht, sondern für die kommunale Wärmeversorgung. Die geplante Crivitzer Wärme GmbH, die gemeinsam von der Stadt und der WEMAG Energiedienste gegründet werden soll, wird diesen Strom nutzen, um die Wärmepumpen zu betreiben. Parallel dazu soll eine kommunale Windpark‑Betreibergesellschaft entstehen, ebenfalls mit Beteiligung der Stadt und der mea. Krudopp wird damit nicht nur Standort eines Windparks, sondern Teil eines komplexen Geflechts aus Gesellschaften, Verträgen und langfristigen Bindungen.

Die politische und technische Abhängigkeit im Überblick

Für die Bürger in Krudopp und Immenhof ist diese Entwicklung besonders bemerkenswert, weil sie bisher kaum darüber informiert wurden. Die Informationsveranstaltung am 20. April 2026 war keine Einwohnerversammlung, sondern eine Präsentation der WEMAG – und dort wurde zwar über Wind und Wärme gesprochen, aber nicht über die neue entscheidende Rolle „Krudopp“als wesentlicher neuer und wichtige Energiequelle des Heizwerks in der Neustadt.

Die politische Beratung dazu fand überwiegend im nichtöffentlichen Teil statt, und die Arbeitsgruppe Wärme/Energie, die diese Entwicklung maßgeblich vorantrieb, hat nie öffentlich diskutiert. Die Rolle von Alexander Gamm (als sachkundiger Einwohner der CWG – Crivitz (Crivitzer Wählergemeinschaft) im Bauausschuss, als Ehemann der Bürgermeisterin ), der als Vorsitzender dieser Arbeitsgruppe und als Ansprechpartner der WEMAG eine zentrale Figur war, ist dabei unübersehbar. Und mehr noch: Er erwies sich innerhalb der CWG ‑ Crivitz als treibende Figur, die die Linie zugunsten des Vorranggebietes Krudopp konsequent vorantrieb und die entsprechenden Beschlüsse mit spürbarem Nachdruck durchsetzte – eine Rolle, die sich auch im Ortsteil – Wessin zeigte, wo er sichtbar mitmischte und die Idee einer zentralen Energiequelle für die Neustadt strategisch platzierte. Diese Dynamik prägte die politische Phase bis zum 08.12.2025, als die Bürgermeisterin (Frau Britta Brusch-Gamm) die Arbeitsgruppe überraschend auflöste ein Schritt, der deutlich machte, dass der öffentliche Gegenwind inzwischen so stark geworden war, dass die bisherige Marschrichtung nicht mehr geräuschlos fortgeführt werden konnte.

Fazit:

Bauausschuss Crivitz:⚠️ „Führungswechsel mit Nähe zur Rathausspitze!“ 😡Öffentliche Tagesordnung leer – Entscheidungen nur noch im Geheimteil –🙈🙉🙊

03.Juli-2026/P-headli.-cont.-red./496[163(38-22)]/CLA-332/21-2026

Rückfall in alte Muster – und ein System, das sich selbst schützt! 😎

Es wirkt inzwischen wie ein Déjà-vu aus den Jahren der letzten Legislaturperiode von 2019 bis 2024: Der Bauausschuss der Stadt Crivitz ist erneut in jenen Modus zurückgefallen, den viele Bürgerinnen und Bürger noch aus der früheren Amtszeit des damaligen Ausschussvorsitzenden Alexander Gamm kennen. Diese Entwicklung ist keineswegs plötzlich entstanden – sie ist das Ergebnis einer jahrelangen politischen Kultur, die maßgeblich durch Alexander Gamm frühere Amtsführung geprägt wurde. Bereits in seiner damaligen Zeit als Bauausschussvorsitzender – lange bevor er zwischen Januar 2023 und Juni 2024 erneut in eine Schlüsselrolle zurückkehrte – etablierte er eine Sitzungsführung, deren Stil bis heute nachwirkt. Schon damals zeigte sich jenes Muster, das vielen bis heute präsent ist: eine Mischung aus Gereiztheit, impulsiven Überreaktionen und dem inzwischen sprichwörtlichen Satz „HIER LEITE ICH DIE SITZUNG UND HIER BESTIMME ICH“.

Die Rückkehr des „Bestimmerrechts

Diese Verhaltensweise war kein Ausrutscher, sondern prägte über Jahre hinweg die Arbeitsweise des Ausschusses. Kritik an fehlender Öffentlichkeit oder an der Auslegung der Kommunalverfassung MV führte regelmäßig zu emotionalen Ausbrüchen des Vorsitzenden. Die Versammlungsleitung tolerierte dieses Verhalten über lange Zeit hinweg – und damals wie heute galt Alexander Gamm selbst definiertes „Bestimmerrecht“ als quasi unantastbar. Herr Alexander Gamm tat und tut sich sichtbar schwer, unterschiedliche Sichtweisen als demokratische Normalität zu akzeptieren. Das Kommunikationsmuster von ihm erinnert an eine Haltung nach dem Prinzip „für mich oder gegen mich“. Wer eine andere Meinung äußert, galt schnell als Gegner statt als Gesprächspartner. Dieses Schwarz‑Weiß‑Denken erschwert seit Jahren den offenen Austausch in Crivitz und behindert eine demokratische Gesprächskultur, die Vielfalt und Kritik eigentlich als Stärke begreifen müsste. Trotz seiner begrenzten Kenntnisse im Kommunalverfassungsrecht MV und im Baugesetzbuch verstand er es, seine Position als Machtinstrument zu nutzen – eine Position, auf die er nach seiner Abwahl 2017 aus verschiedenen Ämtern der Stadt Crivitz lange, lange gewartet hatte. Diese frühere Amtsführung hat den Bauausschuss nachhaltig geprägt. Sie schuf eine politische Kultur, in der Transparenz als Störung empfunden wurde, Öffentlichkeit als lästig galt und Protokollführung eher als formale Pflicht denn als demokratische Verantwortung verstanden wurde. Genau diese Kultur bildet den Hintergrund für die heutigen Probleme: die systematische Verlagerung von Beratungen in den nichtöffentlichen Teil, die ausgedünnten Tagesordnungen, die fehlende Dokumentation und die bis heute unklare Protokollpraxis.

Heute, im Jahr 2026, zeigt sich dieses Muster erneut: Bauvorhaben, Planungen, Entscheidungen – all das, was in einer demokratischen Kommune selbstverständlich öffentlich beraten und nachvollziehbar dokumentiert werden müsste – verschwindet wieder systematisch im nichtöffentlichen Teil der Sitzungen. Die öffentliche Tagesordnung bleibt leer, die Bürger erfahren nichts, und eher eine vage Andeutung, worum es überhaupt ging. Diese erneute Verlagerung zentraler Beratungen in den nichtöffentlichen Raum verdeutlicht, wie tief die alten Strukturen weiterhin wirken und wie selbstverständlich sie inzwischen praktiziert werden. Seit rund zwölf Jahren gibt es in Crivitz keinen einzigen Beschluss der Stadtvertretung, der verbindlich regelt, wie Protokolle zu führen sind. In der Hauptsatzung der Stadt Crivitz finden sich lediglich die Mindestanforderungen der Kommunalverfassung MV, ohne jede Konkretisierung, wie diese Anforderungen in der Praxis umzusetzen sind. Ein klarer, politisch verantworteter Beschluss, der festlegt, wie ausführlich Protokolle sein müssen, welche Inhalte zwingend aufzunehmen sind und wie mit Einwohnerfragen umzugehen ist, fehlt vollständig. Diese Leerstelle wird genutzt – und zwar nicht zugunsten der Transparenz, sondern zu deren Aushöhlung.

➡️ Die Kommunalverfassung MV verlangt in § 40, dass über jede Sitzung ein Protokoll zu fertigen ist, das die wesentlichen Inhalte der Beratung, die Anträge, die Abstimmungsergebnisse und die gefassten Beschlüsse enthält. „Wesentliche Inhalte“ bedeutet nach Sinn und Zweck der Norm, dass der Bürger nachvollziehen können muss, welche Argumente ausgetauscht wurden, welche Positionen der Fraktionen vertreten wurden und auf welcher Grundlage ein Beschluss zustande kam. Die KV MV verlangt kein umfassendes Wortprotokoll, aber sie verlangt ein inhaltlich nachvollziehbares Ergebnisprotokoll, das eine Kontrolle des Handelns der jeweiligen Mandatsträger ermöglicht. Genau an dieser Stelle weicht die Praxis in Crivitz seit Jahren systematisch von der gesetzlichen Intention ab und zwar in einer Konsequenz, die inzwischen strukturellen Charakter hat.

➡️ Bei politisch sensiblen Themen erscheinen im Protokoll häufig nur Halbsätze oder stark verkürzte Formulierungen, die weder den Verlauf der Diskussion noch die unterschiedlichen Meinungen wiedergeben. Kritische Nachfragen fehlen, ganze Diskussionsstränge verschwinden, und die Protokolle wirken eher wie interne Verwaltungsskizzen als wie Dokumentationen öffentlicher Beratungen. So wird aus einem demokratischen Dokument ein politisch gefiltertes Produkt, das nur das enthält, was später nicht stört.

Besonders auffällig ist dieses Muster in der Einwohnerfragestunde. Fragen, Hinweise und Vorschläge werden oft so stark verkürzt, dass der ursprüngliche Inhalt kaum noch erkennbar ist. Nur dort, wo es dem politischen Machtgefüge entspricht, findet sich eine ausführlichere Wiedergabe. Unbequeme Themen werden reduziert, verallgemeinert oder vollständig ausgeblendet, während Antworten der Verwaltung häufig fehlen oder auf ein Minimum zusammengestrichen werden. Das Ergebnis ist ein Protokoll, das nicht abbildet, was gesagt wurde, sondern was man später bereit ist zuzugeben.


➡️Diese selektive Protokollierung erzeugt eine Form von „kreativer Transparenz“: Nach außen scheint alles dokumentiert, tatsächlich aber wird nur das festgehalten, was politisch gewünscht ist. Beiträge bestimmter Personen erscheinen ausführlicher und wohlwollender, während kritische Hinweise zu Vereinen, Projekten oder Konflikten auf wenige Worte reduziert werden. Das Protokoll wird damit zu einem Instrument der Deutungshoheit, nicht der objektiven Dokumentation. Hinzu kommt die zeitliche Dimension: Protokolle erscheinen oft erst nach zwei oder drei Monaten. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Themen politisch längst erledigt, und eine öffentliche Diskussion ist kaum noch möglich. Die Kommunalverfassung zielt jedoch auf eine zeitnahe Veröffentlichung, weil Transparenz nur dann wirksam ist, wenn sie aktuell ist. Wer Protokolle systematisch verspätet veröffentlicht, entwertet sie als Instrument demokratischer Kontrolle.

Wie tief diese Strukturen inzwischen reichen, zeigte sich auch in der Bauausschusssitzung am 04. Juni 2026. Plötzlich und unerwartet stand ein erstaunlicher öffentlicher Tagesordnungspunkt zur Debatte: die Wahl des Vorsitzenden des Ausschusses und ggf. der Stellvertreter.

Ein Führungswechsel, der wie ein geordneter Rückzug wirkt – bevor Verantwortung und Mitsprache endgültig schwinden!

➡️Der Bauausschuss der Stadt Crivitz besteht aus insgesamt vier Stadtvertretern und drei sachkundigen Einwohnern. Zu den direkt gewählten Stadtvertretern gehören Normund Behning (783 Stimmen, Platz 2 von 49 Bewerbern), der von der AfD-Fraktion gesetzt wurde, sowie Niclas Fronk (160 Stimmen, Platz 16 von 49). Hinzu kommen zwei nicht direkt gewählte, sondern aufgrund von Rücktritten und Mandatsverzichten der CWG-Fraktion nachgerückte Stadtvertreter, nämlich Kurt Pekrul (130 Stimmen, Platz 20 von 49, Nachrücker – Stadtvertreter) und Michael Renker (114 Stimmen, Platz 24 von 49, Nachrücker – Stadtvertreter). Beide wurden – ebenso wie Fronk – von der CWG-Fraktion benannt.

Bauausschuss Crivitz: Vorsitz, Stellvertretung und Mitgliederstand bis zum 04.06.2026

Als sachkundige Einwohner wirken Henryk Krüger (72 Stimmen, Platz 27 von 49, benannt von der CDU-Fraktion), Rico Blohm (72 Stimmen, Platz 27 von 49, benannt vom Bündnis für Crivitz (BfC-Fraktion)) sowie Alexander Gamm (67 Stimmen, Platz 33 von 49, benannt von der CWG‑Crivitz). Den Vorsitz im Bauausschuss führte bislang Michael Renker von der CWG-Fraktion, der die Sitzungen als Ausschussvorsitzender leitete. Sein erster Stellvertreter war Henryk Krüger von der CDU, während Kurt Pekrul von der CWG-Fraktion die Funktion des zweiten Stellvertreters innehatte.

Während der betreffenden Juni-Sitzung, in der dieser Tagesordnungspunkt eigentlich beraten werden sollte, waren erneut nicht alle Mitglieder des Bauausschusses anwesend. Es fehlten sowohl Alexander Gamm als auch Niclas Fronk, beide Vertreter der CWG-Crivitz-Fraktion. Dieses Bild ist für den Bauausschuss der laufenden Wahlperiode keineswegs ungewöhnlich: Von insgesamt 20 Sitzungen seit der konstituierenden Sitzung im September 2024 waren lediglich vier vollständig besetzt, was einer Vollbesetzungsquote von nur 20 % entspricht.

Besonders auffällig ist die individuelle Teilnahmequote einzelner Mitglieder. Niclas Fronk (CWG) weist bislang die höchste Nichtteilnahmequote auf: Er fehlte in rund 50 % aller Sitzungen. (Von insgesamt 20 Sitzungen seit der konstituierenden Sitzung im September 2024)

Im Jahr 2025 lag der Spitzenwert der Abwesenheit jedoch bei Henryk Krüger (CDU), der von 11 Sitzungen 6‑mal fehlte, was einer Nichtanwesenheitsquote von 54,5 % entspricht. Unmittelbar dahinter folgten Niclas Fronk (CWG) mit 4 Fehlzeiten (36,4 %) sowie Rico Blohm (BfC), ebenfalls mit 4 Fehlzeiten (36,4 %).

Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Bauausschuss nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch erheblich beeinträchtigt ist: Zentrale Beratungen finden regelmäßig ohne vollständige Besetzung statt, was die Qualität der Entscheidungsfindung und die demokratische Legitimation der Beschlüsse zusätzlich schwächt. Auffällig war an diesem Abend auch die Anwesenheit der Bürgermeisterin Britta Brusch‑Gamm, die als Gast an der Sitzung teilnahm – ein eher ungewöhnlicher Umstand, der jedoch angesichts der politischen Brisanz des Rücktritts und der anstehenden Neuwahl durchaus nachvollziehbar erschien.

Neuwahl des Vorsitzenden und des 1. Stellvertreter und 2. Stellvertreter

➡️ Als der Tagesordnungspunkt zur Neuwahl aufgerufen wurde, erklärte der bisherige Vorsitzende Michael Renker (CWG), dass er die Bürgermeisterin um Entbindung von seinem Amt gebeten habe, da er in seiner Nebenberuflichkeit inzwischen stark eingebunden sei. Zwar nannte er in der Sitzung nicht ausdrücklich, wo er tätig ist, doch es ist allgemein bekannt, dass er als Rentner regelmäßig mit seiner wöchentlichen Anzeige in der Schweriner Volkszeitung bzw. Nordkurier-Mediengruppe präsent ist und dort als Begleiter für das digitale Lesen arbeitet. Gerade diese zunehmende zeitliche Beanspruchung macht nachvollziehbar, weshalb er seine Funktion als Ausschussvorsitzender nicht mehr in der erforderlichen Verlässlichkeit ausüben konnte.

➡️ Als der Bauausschuss schließlich zur Neuwahl des Vorsitzenden überging, wurde ohne Umschweife der bisherige erste Stellvertreter Henryk Krüger (CDU) für den Vorsitz vorgeschlagen. Die Abstimmung verlief zügig und eindeutig: Mit vier Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme wurde Krüger offen gewählt und übernahm damit offiziell die Leitung des Ausschusses.

Es wird darüber abgestimmt, eine offene Wahl durchzuführen (ja-Stimmen 5)
Wahl des Vorsitzenden: Herr Henryk Krüger wird als Vorsitzender vorgeschlagen, stellt sich zur Wahl und wird als Vorsitzender gewählt

 

Unmittelbar nach Krügers Wahl folgte die Bestimmung seines Nachfolgers als 1. Stellvertreter. Vorgeschlagen wurde Alexander Gamm (CWG, sachkundiger Einwohner), obwohl er an diesem Abend nicht anwesend war. Seine Ehefrau, Bürgermeisterin Brusch‑Gamm, bestätigte unmittelbar und spontan, dass sein Einverständnis zur Wahl selbstverständlich vorliege. Eine schriftliche Erklärung lag jedoch nicht vor, und sie wurde dem Ausschuss auch nicht vorgelegt. Gerade dieser Punkt wirkte auf viele Anwesende irritierend, denn üblicherweise wird ein solches Einverständnis zumindest dokumentiert. Dass die Wahl dennoch ohne Unterbrechung fortgeführt wurde, ist in Crivitz allerdings kein Novum. Ähnliche Situationen hat es in früheren Ausschüssen und Wahlperioden bereits mehrfach gegeben – man kennt sich eben, und manches läuft hier nach einem eigenen Muster. Die Bürgermeisterin erklärte, dass „alles in Ordnung“ sei und die Zustimmung vorliege. Dass die Kommunalverfassung MV an dieser Stelle eigentlich andere Anforderungen stellt, spielte in diesem Moment keine Rolle. In der Stadt Crivitz, so könnte man sagen, funktioniert manches pragmatischer – besonders dann, wenn Personen beteiligt sind, die sich seit Jahren gut kennen und im politischen wie im gesellschaftlichen Leben eng miteinander verflochten sind.

Wahl des 1. Stellvertreters: Herr Alexander Gamm wird vorgeschlagen und stellt sich, in Abwesenheit, zur Wahl; er hat sich im Vorhinein zur Wahl gestellt; Herr Rico Blohm wird vorgeschlagen, lehnt aber ab Herr Alexander Gamm wird, in Abwesenheit, zum 1. Stellvertreter gewählt

➡️ Die Abstimmung über den ersten Stellvertreter ergab schließlich drei Ja-Stimmen und zwei Gegenstimmen. Die Zustimmung kam eindeutig aus der CWG-Fraktion – Michael Renker und Kurt Pekrul sowie vom neuen Vorsitzenden Henryk Krüger (CDU). Die Gegenstimmen stammten von Rico Blohm (BfC) und Normund Behning (AfD).

Gerade das Zusammenspiel zwischen Henryk Krüger (CDU) und Alexander Gamm (CWG) ist beeindruckend. Beide arbeiteten bereits in der vorherigen Wahlperiode 2019 – 2024 sehr eng zusammen, als Alexander Gamm den Bauausschuss leitete und Henryk Krüger sein erster Stellvertreter war. Auch außerhalb des Ausschusses traten sie wiederholt gemeinsam in Erscheinung, etwa bei der Vorbereitung des Kinder- und Stadtfestes 2026, wo beide öffentlich im Amtsblatt gelobt wurden – von Jens Raulin (CWG-Fraktion) und der Bürgermeisterin Britta Brusch‑Gamm. Es ist ein eingespieltes Duo, das nun – nach einer kurzen Unterbrechung von zwei Jahren – wieder in seine alte Rollenverteilung zurückkehrt. Für manche Bürger wirkt dies wie ein Crivitzer Familienbonus, der sich durch die politischen Ebenen zieht – ein Geflecht aus langjährigen Bekanntschaften, gegenseitigen Unterstützungen und vertrauten Rollen, das in entscheidenden Momenten spürbar wird und den Eindruck vermittelt, dass bestimmte Personalentscheidungen weniger Ergebnis eines offenen Wettbewerbs sind als vielmehr Ausdruck eines eingespielten inneren Kreises.

Wahl des 2. Stellvertreters: Herr Kurt Pekrul stellt sich zur Wahl und wird zum 2. Stellvertreter gewählt

Im letzten Wahlgang wurde der zweite Stellvertreter bestimmt. Kurt Pekrul (CWG) stellte sich zur Wahl und wurde mit vier Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme gewählt. Die einzige Gegenstimme kam aus der AfD-Fraktion, was angesichts der bekannten politischen Spannungen kaum überraschte.

NEU–>Bauausschuss Crivitz: Vorsitz, Stellvertretung und Mitgliederstand seit dem 04.06.2026

➡️So endete dieser Tagesordnungspunkt in seiner Abfolge mit seinen spontanen Wendungen und den ungewöhnlichen Umständen der Kandidaturen, die vielen Anwesenden als bemerkenswert und politisch aufgeladen in Erinnerung bleiben dürften. Mit der Wahl von Krüger und Gamm kehrt der Bauausschuss nun in jene personelle Konstellation zurück, die bereits die vorherige Wahlperiode geprägt hat – mitsamt all der bekannten Dynamiken, die sich in der Vergangenheit im Protokollwesen und in der Ausschusskultur gezeigt haben.

Bekanntgabe der Beschlüsse aus der vorherigen nichtöffentlichen Sitzung

➡️ Nachdem die Wahlen abgeschlossen waren, wandte sich der Ausschuss wie üblich der Bekanntgabe der Beschlüsse aus der vorherigen nichtöffentlichen Sitzung zu. Auch an diesem Abend zeigte sich erneut das vertraute Muster, das den Bauausschuss seit Jahren prägt: Fünf Bauvorhaben, die eigentlich nach dem Öffentlichkeitsprinzip zunächst im öffentlichen Teil hätten erscheinen müssen, wurden gar nicht erst dort behandelt, sondern wie selbstverständlich direkt im nichtöffentlichen Bereich verortet. Einvernehmen, Bauanträge, Abwägungen – all das findet in Crivitz traditionell hinter verschlossenen Türen statt, ohne dass die Öffentlichkeit auch nur die Chance auf eine Nachfrage erhält.

➡️ So wurden auch diesmal lediglich die Beschlüsse BV Cri SV 2006/26, BV Cri SV 2013/26 und BV Cri SV 2014/26 „bekannt gegeben“ – nicht erläutert, nicht erklärt, nicht eingeordnet. Als spontan nachgefragt wurde, ob es sich dabei um Einvernehmen oder andere Entscheidungen handelte, verwies die anwesende Mitarbeiterin des Sitzungsdienstes darauf, dass es kein Wortprotokoll gebe und daher auch nichts weiter mitzuteilen sei. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Alles wird nichtöffentlich beraten, die Beschlüsse werden nur als Nummern oder Synonyme verkündet, und am Ende heißt es, ein Ergebnisprotokoll gebe ohnehin nichts her. So sieht die Öffentlichkeitsarbeit dieses Ausschusses aus – ein Muster, das wir bereits aus der vorherigen Wahlperiode kennen und das sich nun unverändert fortsetzt.

In der Gesamtschau entsteht der Eindruck, dass sich die alten Strukturen wieder vollständig geschlossen haben. Die personellen Verhältnisse ähneln frappierend denen vor der letzten Wahlperiode: Der Ehemann der Bürgermeisterin, Alexander Gamm (CWG, sachkundiger Einwohner), ist wieder in einer zentralen Position angekommen auch mit Hilfe der CDU – Fraktion, obwohl er bei der Kommunalwahl mit 67 Stimmen von rund 7978 gültigen Wahlstimmen weit von einem Mandat entfernt war. Durch die CWG wurde er erneut als sachkundiger Einwohner benannt und nun – trotz Abwesenheit und ohne schriftliche Zustimmung – wieder zum ersten Stellvertreter des Bauausschusses gewählt.

FAZIT

Angesichts der bekannten Abwesenheitsquote von Henryk Krüger (CDU), dem neuen Vorsitzenden, ist absehbar, dass Alexander Gamm den Ausschuss künftig wieder intensiv prägen wird – so wie in der vorherigen Wahlperiode. Für viele Bürger wirkt dies wie ein Crivitzer Familienbonus, ein enges Geflecht aus persönlichen Bindungen, politischer Nähe und gegenseitiger Unterstützung, das sich durch die Ebenen der Stadtpolitik zieht und in entscheidenden Momenten sichtbar wird.

🅿️ Crivitz und die Parkplatzfrage! Von der Vision zur Verwirrung – eine Chronik kommunaler Planung.

01.Dez.2025 /P-headli.-cont.-red./469[163(38-22)]/CLA-305/44-2025

Die Crivitzer Parkplatz-Geschichte – Von kleinen Zahlen zu großen Fragen!

Es begann unscheinbar, fast beiläufig: Im Jahr 2018 tauchte die Idee auf, auf dem Gelände des alten Sparmarktes einen Ausweichparkplatz zu schaffen. Die Kosten sollten überschaubar sein – gerade einmal 11.900 €. Ein Betrag, der in den Haushaltsplänen kaum auffiel, aber doch Hoffnung weckte: Endlich eine Lösung für die angespannte Parksituation in der Innenstadt, endlich eine Perspektive, den Marktplatz von Autos zu befreien und ihn wieder als Ort der Begegnung zu nutzen.

Doch wie so oft in der Kommunalpolitik wuchs das Projekt mit den Jahren – und mit ihm die Kosten. Aus dem vermeintlichen Schnäppchen wurde ein Prestigeprojekt: 26 Stellplätze für ca. 156.000 €, also stolze ca. 6.000 € pro Stück. Die Fläche wurde beräumt, ein Architekturbüro plante für weitere 25.000€, und schließlich entstand eine neue Parkplatzanlage, die nun als „Ausgleichsparkplätze“ firmiert. Auch die Grundstücksgeschichte selbst ist bemerkenswert: 2022 wurden Teilflächen des alten Sparmarktes verkauft – insgesamt rund 738 Quadratmeter für 40.700 Euro. Gleichzeitig genehmigte die Stadt eine Grundschuld über 1,8 Millionen Euro für den Erwerber. Der Rest der Fläche blieb in städtischer Hand und wurde für die neuen Parkplätze genutzt.

Doch die Logik dieser Ausgleichsflächen ist ebenso kompliziert wie die Geschichte selbst. Von den 26 Plätzen sollen 13 dauerhaft vermietet werden, die anderen 13 nur für maximal zwei Stunden frei nutzbar sein – im Jahr 2026. Damit sollen die 32 Stellplätze auf dem Marktplatz kompensiert werden, die künftig wegfallen sollen. Doch schon die einfache Rechnung zeigt: Ersatz, der zur Hälfte gleich wieder privatisiert wird, ist kein wirklicher Ersatz. Und außerdem fehlen immer noch sechs Stellplätze. Aus dem „Ausgleich“ wurde ein handfestes Ungleichgewicht.

Die Diskussion darüber wurde im September 2025 erneut entfacht. Ein Antrag zur Widernutzung des Marktplatzes brachte das Thema zurück auf die Tagesordnung. Die CWG-Fraktion, die den Platz als Ruhezone und Ort der Begegnung versprochen hatte, musste erklären, warum die Ersatzfläche nicht ausreicht. Der Bauausschuss tagte auch unter Losung zu diesem Thema „10 Jahre Parkplatz auf dem Marktplatz“ – und stellte fest, dass die Dauervermietung zwar Einnahmen bringt, aber die öffentliche Nutzbarkeit einschränkt.

Ein Verkehrs- und Parkraumkonzept? Fehlanzeige. Seit über einem Jahrzehnt wurde keines erarbeitet. Stattdessen wurden punktuelle Maßnahmen in den vergangenen Jahren wie verlängerte Parkzeiten in einzelnen Straßen umgesetzt – ohne strategischen Zusammenhang.

Die Bürgermeisterin Frau Britta Brusch – Gamm ( CWG – Crivitz)   bestätigte im Juni 2025 die Freigabe der neuen Parkplatzanlage – vorerst kostenlos. Doch die Möglichkeit von Gebühren oder Zeitbegrenzungen bleibt offen. Parallel dazu kündigte sie Gespräche mit dem Ordnungsamt über Tempo-30-Zonen an – ein weiteres Thema, das bislang ohne klare Linie behandelt wurde.

Und so steht Crivitz heute vor einem Dilemma: Der Wunsch nach einem autofreien Marktplatz kollidiert mit der Realität einer Innenstadt, die auf Parkplätze angewiesen ist. Die Ersatzfläche ist da – aber nur zur Hälfte nutzbar. Die Bürger fragen sich: War das wirklich die Lösung? Oder nur ein teures Symbol?

Fazit mit Kopfschütteln: Ausgleich, der keiner ist!

Manchmal erzählt eine Zahl mehr als tausend Worte. 26 neue Parkplätze für ca. 156.000€ – das klingt nach einer Lösung für die Innenstadt. Doch wenn davon 13 gleich wieder dauerhaft vermietet werden, bleibt die Hälfte der Stellflächen für die Öffentlichkeit übrig. Und damit fehlen immer noch sechs, um die 32 Plätze des Marktplatzes zu ersetzen.

Die Crivitzer Parkplatzgeschichte ist damit mehr als eine Debatte über Stellplätze. Sie ist ein Symbol für kommunale Entscheidungsprozesse, die sich im Kreis drehen. Und sie zeigt, wie schnell aus einem Versprechen ein Kopfschütteln wird.

*Nicht gewählt* und dennoch wieder in den alten kommunalen Wirkungsbereich zurückgekehrt!

15.Sept.-2024/P-headli.-cont.-red./419[163(38-22)]/CLA-255/94-2024

Was für ein Postengeschacher! Erneut dank der Wählergruppe CWG – Crivitz!

Es könnte im Volksmund auch als Vetternwirtschaft oder Familienkult angesehen werden? Die Wählergruppe der CWG schweigt dazu und möchte darüber nicht mehr sprechen. Punkt aus und vorbei! Offiziell heißt es hierzu, man nutze das neue Zuweisungs- und Benennungsverfahren, welches die neue Kommunalverfassung seit Juni 2024 vorsieht.

Wenn also Kandidaten, die bewusst vom Bürger nicht gewählt wurden, wieder in den derzeitigen Ausschüssen mitarbeiten, könnte der Eindruck beim Wähler entstehen, dass die Fraktion dieser Wählergruppe das Wahlergebnis 2024 nicht respektieren will.  Somit wurde für die Bewertung der Fach- und Sachkenntnisse des jeweiligen sachkundigen Einwohners allein der Maßstab der Kandidatur für die eigene Wählergruppe angewendet. In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen Bewerber aus einer konkurrierenden Wählergruppe, was eine kuriose Situation darstellt. Daher ist es wichtig, eine ausgewogene Balance zwischen Partei- und Wählergruppenfreunden sowie ausgewiesenen externen Fachexperten herzustellen, auch ohne Parteibuch und Wählergruppenmitgliedschaft.

Die Entscheidung, diese sachkundige Personalie für den Bauausschuss so zu benennen, seitens der Wählergruppe der CWG und ob es dazu noch moralisch vertretbar ist, den Wählerwillen in Crivitz so weit zu dehnen, ist kommunalpolitisch schon sehr mutig. Obwohl Herr Alexander Gamm als Bewerber für das Bündnis für Crivitz zur Wahl antrat und kläglich scheiterte, wurde er auch nicht benannt und nominiert als sachkundiger Einwohner vom Bündnis BFC in den Bauausschuss. Warum wohl nicht?

Einerseits waren zum damaligen Zeitpunkt scheinbar schon die Freundschaftsbande durchschnitten, mit dem Bündnis für Crivitz und Zerwürfnisse hörbar gewesen, andererseits war jedoch die Meldung der Kandidaten an die Wahlkommission bereits vollzogen worden. Also musste man gezwungenermaßen durch die Wahl kommen, um keine Stimmenverluste zu erleiden und sich anschließend komplett von alten Lasten zu trennen.

Folglich musste also erneut die Ehefrau helfen, damit der Haussegen nicht schief hängt. Daher hatte sie nun die große Aufgabe, ihre eigene Wählergruppe CWG – Crivitz davon zu überzeugen, dass diese ihren eigenen Ehemann in den Bauausschuss nominiert.Ganz so einfach war das bestimmt nicht für die Ehefrau, denn wer Herr Alexander Gamm kennt, mit seinen unkontrollierten verbalen kommunikativen öffentlichen Ausbrüchen, der weiß, wovon wir hier sprechen.

Die Wählergruppe CWG – Crivitz hat sich mit der Personalentscheidung, Herrn Alexander Gamm in den Bauausschuss zu berufen, keinen angemessenen Gefallen getan, um ihr Image zu verbessern. Natürlich, solange es keine unkontrollierten Ausbrüche von der Personalie gibt, aber die Erfahrung der vergangenen zehn Jahre zeigt das Gegenteil. Dies wird voraussichtlich nur einige Wochen in Anspruch nehmen.

Herr Alexander Gamm (auch als Paul Hermann in Facebook unterwegs) wird sicherlich keine eigene Karriere im Bauausschuss mehr machen wollen. Da der Ausschuss in den kommenden Jahren keine einfachen Lösungen für Wind-, Solar-, Biogas-, Wärme- und Infrastrukturprojekte mehr präsentieren kann, wird die Stimmung im Gremium nicht mehr so fröhlich werden. Hinzu kommen noch Finanzierungsprobleme, die durch viele geplante Investitionen entstehen. Stattdessen wird Herr Gamm vielmehr in seiner eigenen Arbeitsgruppe für Klimaschutz und Energiemanagement als Vorreiter sich engagieren.

Das zeigte sich bereits auf der letzten Bauausschusssitzung am 10.09.2024, in der das Thema des Letter of Intent (LoI)-Absichtserklärung aus der Arbeitsgruppe für Klimaschutz und Energiemanagement zur Diskussion stand, selbstverständlich im nicht öffentlichen Teil.  In Zukunft wird er voraussichtlich dort in der Arbeitsgruppe die Verantwortung für die Überwachung und Steuerung der vielen Transaktionsprozesse übernehmen.

Es handelt sich hierbei um umfangreiche Projekte und Beschlüsse, in denen auch neue Gremien wie Aufsichtsräte und neue Jobs entstehen können, die zudem vielfältige Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung bieten, bis man in Rente geht.

Die Politik der CWG – Crivitz hat bereits jetzt schon ihre Glaubwürdigkeit verloren, deshalb sind auch weitere Dankesflyer nach der Wahl nicht mehr hilfreich!

Kommentar/Resümee – der Redaktion

Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.“ (Khalil Gibran)

Als Bauausschussvorsitzender wurde Herr Michael Renker gewählt in der Konstituierung am 10.09.2024 (Nachgerückter – Stadtvertreter -gesetzt von CWG-Wählerstimmen: 114 / Platz 24 von 49 Bewerbern). In der vergangenen Wahlperiode war er als 1. Stellvertretender Bürgermeister tätig. Im Bauausschuss ist er kein Unbekannter, denn er war bereits vor ca. 30 Jahren (damals als CDU-Stadtvertreter) auch an der Umgestaltung des heutigen Marktplatzes (Höherlegung – mit den jetzigen Stufen und Baumgestaltung) beteiligt. Es ist zu erwarten, dass er die Umgestaltung nach den Vorstellungen der CWG-Fraktion sicherlich mit Freude wieder rückgängig machen wird.

Sein erster Stellvertreter ist Henryk Krüger (sachkundiger Einwohner-Benennung von CDU; Wählerstimmen: 126 / Platz 22 von 49 Bewerbern), auch er war schon in der letzten Wahlperiode im Bauausschuss, wenn er denn mal Zeit hatte. Seine Priorität seit 2021 galt der zweiten Feuerwehrausfahrt im Gewerbegebiet; alle anderen Themen blieben leider unbeachtet.

Der zweite Stellvertreter ist Herr Kurt Pekrul (Nachgerückter – Stadtvertreter – gesetzt von der CWG-Fraktion; Wählerstimmen: 130 / Platz 21 von 49 Bewerbern) auch er wurde in der letzten und jetzigen Wahlperiode nicht direkt gewählt, sondern war stets nur ein nachgerückter Kandidat aufgrund von Ausscheiden anderer Bewerber. Er war im Jahr 2022 nachgerückt für Frau Döring (CWG) und wechselte vom Bauausschuss in den Kulturausschuss bis 2024. Heute ist er wieder in den Bauausschuss zurückgekehrt. In seiner kurzen Tätigkeit im Bauausschuss (2019-2022) hat er sich kaum öffentlich über bauliche Expertisen/ Sachfragen geäußert und war eigentlich unauffällig im Ausschuss. Allerdings scheint es ihm gelungen zu sein, dies im nicht öffentlichen Teil der Sitzungen hervorragend auszugleichen.

Herrn Alexander Gamm fiel es offensichtlich persönlich schwer, in der ersten Bauausschusssitzung am 10. 09.2024, von dem in der letzten Wahlperiode erworbenen und errungenen Amt als Vorsitzender und der damit verbundenen Aura eine persönliche Zurückhaltung bei den Debatten zu demonstrieren.

Allerdings ist es ihm jetzt scheinbar nicht mehr wichtig, Macht zu erlangen, sondern vielmehr an den nicht öffentlichen Sitzungen und Beschlüssen des Bauausschusses teilzunehmen, um dort einen direkten Einfluss ausüben zu können.

Die Hintergrundsteuerung ist die entscheidende Lösung für sein neues Profil.

Die einen sagen „Das ist nicht hinnehmbar“, die anderen „Das ist ein Netzwerk fragwürdiger Absprachen“. Welche Diagnose ist zutreffend?

02.August -2024/P-headli.-cont.-red./406[163(38-22)]/CLA-242/81-2024

Von den Wählern wurde Alexander Gamm und seiner Partei die LINKE sowie dem Bürgerbündnis BFC abgestraft, doch nun ist er auferstanden, mithilfe der Wählergruppe der CWG, in der auch seine Ehefrau ist!

Ist der neue Bauausschuss wie der alte vor der Wahl? Raten Sie einmal, wer vermutlich Vorsitzender des Bauausschusses in Crivitz werden soll, bei vier CWG-Stimmen und drei anderen im Bauausschuss? Das ist eigentlich mathematisch ganz klar ersichtlich. Herr Alexander Gamm (Ehemann von Frau Brusch-Gamm und auf Facebook unter *Paul Hermann* unterwegs und Unterstützer der Partei des BSW)wird sich wahrscheinlich als Vorsitzender etablieren, da die CWG – Anhänger als politisch sehr linientreu gelten und ihn sicherlich wieder wählen werden. Was auch immer kommen mag! Gemäß dem Motto: *immer die Augen zu und durch*!  Aber „Wen interessiert das“ schon, schließlich geht es primär nur um den Erhalt und die Ausübung einzelner Machtpositionen und Posten!

Wahrscheinlich war er auch bei seinen Genossen in der Partei DIE LINKE in Ungnade gefallen, die einerseits nicht mehr für die Wahl 2024 in Crivitz kandidierten und andererseits ihn auch nicht mehr zur Wahl aufstellen wollten. Es ist anzunehmen, dass es zu einer Vielzahl von Ereignissen innerhalb der Partei gekommen ist. Vermutlich erinnerte man sich noch an das legendäre Spektakel im Vorwahlkampf mit seinem Brandbrief vom Dez. 2018 (Vorwahlkampf), wo er seine Genossen mächtig unter Druck setzte. Im Juni 2024 präsentierte er sich jedoch zwar weiterhin im roten Gewand, aber auf Fotos als Mitglied *des Bündnisses für Crivitz* und kandidierte erneut für die Stadtvertretung. Allein der ehemalige Kollege Hans-Jürgen Heine und Gründer des *Bündnisses für Crivitz* hat ihm bei seiner Kandidatur für die Stadtvertretung 2024 geholfen.

Aufgrund seiner frühzeitigen und parallelen Teilnahme an zahlreichen Unterstützertreffen der Partei des BSW war er jedoch weiterhin bestrebt, eine eigene Ortsgruppe des BSW in Crivitz zu gründen, um irgendwie eigenständig an der Wahl 2024 teilzunehmen. Es war sogar vorgesehen, dass er der Spitzenkandidat der Ortsgruppe des BSW in Crivitz wird, wie es aus gut informierten Unterstützerkreisen berichtet wurde. Jedoch blieb ihm eine Mitgliedschaft in der Partei des *BSW* bis zur Wahl verwehrt und nur Mitglieder dürfen kandidieren! Die BSW-Partei trifft eine äußerst mysteriöse Mitgliederauswahl, die einerseits verständlich ist, andererseits jedoch streng geheim bleibt. „Die BSW-Partei achtet peinlich genau darauf, Schwärmer, Glücksritter, Irrlichternde und AfD-U-Boote zu vermeiden.“ Herr Christian Grimm hat dies in seinem Artikel verständlich beschrieben. Sie nimmt stets eine Distanz zu skandalträchtigen Personen ein, die ihren eigenen Ruf beeinträchtigen könnten.

Nun kam die Wahl im Juni 2024 und der Souverän hat gewählt und entschieden. Der Ausgang der Wahl war für Herrn Alexander Gamm anders als erwartet. Er hatte wohl die Stimmung der Wähler gänzlich falsch eingeschätzt und konnte auch mit seiner eigenen Persönlichkeit beim Wähler nicht überzeugen. Es war ein schreckliches Desaster für Herrn Alexander Gamm, der lediglich 67 Wählerstimmen von den 7978 gültigen Stimmen erhielt und auf Rang 33 von den insgesamt 49 Kandidaten landete. Sicherlich war er schon zu sehr vom verwaltungstechnischen System vereinnahmt worden und aktiv in dem politischen Überbau tätig, ohne ständig den Kontext mit den Bürgern zu suchen. Und so war wohl der Traum von Ämtern und Macht ausgeträumt, er erreichte keine direkte Wahl in die Stadtvertretung.

Auch aus der Position eines *Nachrückers – Stadtvertreter* im eigenen Bündnis für Crivitz sind die Kandidaten noch zu zahlreich. Zudem gibt es einen Widerstand innerhalb des Bürgerbündnisses (BfC) Crivitz gegen die *Benennung als sachkundiger Einwohner* für Herrn Alexander Gamm in einem Ausschuss der Stadt Crivitz sodass die Benennung nicht wirklich gelang. Es ist offensichtlich, dass andere Mitglieder des Bündnisses als sachkundige Einwohner benannt wurden, was das Drama bestätigt. Angeblich soll Herr Gamm schon aus dem Bündnis ausgetreten sein, wie es aus Mitgliederkreisen heißt. Bei der Partei des BSW geht es mit seiner Mitgliedschaft ebenfalls nicht so richtig voran, wie aus Unterstützerkreisen bekannt wurde.

Eine verfahrene Lage, jedoch nahte die Rettung von der Wählergruppe der CWG aus der auch seine Ehefrau (Frau Britta Brusch-Gamm) kandidierte und bereits Bürgermeisterin wurde. Die CWG hat Herrn Alexander Gamm kurzerhand als sachkundigen Einwohner in den Bauausschuss einfach benannt und somit wird er auch bald wieder auf seinen alten Posten präsent sein. Man kennt sich untereinander hervorragend, deshalb spielt das Wahlergebnis nur eine sehr untergeordnete Rolle. Es ist offensichtlich, dass er erneut die Leitung des Bauausschusses übernimmt, um anschließend an den öffentlichen und nicht öffentlichen Sitzungen der Stadtvertretung teilzunehmen und um somit ein Rede- und Antragsrecht zu erhalten.

Dann ist es endlich wieder möglich, seinen geistigen Szenejargon, den man seit Jahren kennt, wieder zu hören, der bereits zu einigen Strafanzeigen von Bürgern geführt hat.

Kommentar/Resümee der Redaktion

„Wer wirklich demokratisch denkt, muß Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichen Wollen und Streben haben.“ Konrad Adenauer.

Was ist das für ein Schauspiel und eine Parade, die man hier in Crivitzer Stadtparlament beobachten kann? Politikinteressierte so wie Herr Alexander Gamm ohne Anschluss leben ihre hochflexiblen Meinungen beim intensiven *Parteihopping* aus. Einige verirren sich dabei jedoch gänzlich. Es ist wichtig, die Art und Weise zu analysieren, wie Herr Alexander Gamm als Bauausschuss-Chef in der Vergangenheit mit den Bürgern umgegangen ist, die eine andere Meinung zu bestimmten Themen hatten.

In der Vergangenheit wurde kein Raum für den Bürger oder Dialog geschaffen; so wollte Herr Alexander Gamm den Bürger anleiten, dirigieren und maßregeln, aber sich nicht in die vorher festgelegten Regeln und Richtlinien hineinreden lassen. Bis jetzt ist kein Dialog zustande gekommen, geschweige denn, dass Bürger mit anderen Meinungen sprechen dürften; sie wurden allenfalls als dumme Zuhörerschaft in Versammlungen dargestellt. Das wurde noch einmal durch das Wahlergebnis im Juni 2024 deutlich. Der Wähler hatte Herr Alexander Gamm wegen schlechter Leistungen mit nur 67 Stimmen abgewählt. Aber, einige Protagonisten sind einfach nicht in der Lage, loszulassen.

Ihr gesamtes Engagement wird aufgewendet, um Kontrolle oder Einflussnahme zu erlangen oder Netzwerke zu übernehmen, um möglicherweise zusätzliche Mittel zu beschaffen. Natürlich geht es wieder einmal nur um Posten, Geld und Aufträge. Es ist bedauerlich, dass der Wähler, der auch Schlechtleistungen abgestraft hat, erneut betrogen wird, indem die gleichen Personen erneut wieder an Schlüsselpositionen der Macht sitzen wie zuvor.

Hätte der Wähler vorab davon Kenntnis benommen, wäre die Wahl sicherlich anders verlaufen. Die Ausübung von Machtbefugnissen in Wahlämtern ist von einer gewissen Endlichkeit gekennzeichnet, was die Bürger bei den kommenden Wahlen erfreuen wird. 

Nach der Wahl ist vor der Wahl!

Mann steht auf verlorenem Posten – wenn man seinen Posten verloren hat!

01.Juli -2024/P-headli.-cont.-red./395[163(38-22)]/CLA-231/70-2024

Nach zahlreichen Eskapaden als ehemaliger Stadtvertreter in den vergangenen Wahlperioden gegenüber Bürgern und einem erlittenen Wahldebakel im Juni 2024 mit lediglich 67 Wählerstimmen von 7978 gültigen Stimmen wird nun der Versuch eines *Comebacks* durch Hilfestellung unternommen.

Zunächst schien es, als ob der ehemalige Fraktions- und Bauausschussvorsitzende Herr Alexander Gamm (Die Fraktion DIE LINKE/HEINE und Ehemann der Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm) bei seinen ehemaligen Kollegen im „Bündnis für Crivitz“[BfC] Zuflucht gefunden hätte. Auch schien es so, dass die politische Zweisamkeit seit dem Jahr 2019–2024, bestehend aus Herrn Hans-Jürgen Heine (Einzelbewerber) und Herrn Alexander Gamm (Partei DIE LINKE), erneut zu einem Jungbrunnen zum Wahltermin im Juni 2024 wird!

Man muss einfach nur betrachten, wie Herr Alexander Gamm als Leiter des Bauausschusses in seinen Sitzungen mit den Bürgern in der Vergangenheit umgegangen ist, die eine andere Meinung zu bestimmten Themen hatten. Bisher jedenfalls kam kein Dialog zustande, geschweige denn, dass Bürger mit anderen Ansichten sprechen durften; sie wurden allenfalls als dumme Schuljungen in Sitzungen abgestempelt. Ein Raum für den Bürger oder Dialoge wurde in der Vergangenheit nicht gelassen; man wollte eben nur den Bürger anleiten, dirigieren und maßregeln, aber sich keinesfalls in die vorher eigenen festgelegten Regeln sowie Richtlinien hineinreden lassen.

Der selbst ernannte Experte Herr Alexander Gamm will also im BfC eine Wärmekonzeption der Stadt Crivitz und eine gemeinsame Wärmegesellschaft mit der WEMAG AG ausloten, um sich hier vermutlich selbst einzubringen. Die wesentlichen Absprachen wurden 2023 bereits getroffen, um eine Karbonisierungsanlage im Gewerbegebiet der Stadt Crivitz als Strom- und Wärmeerzeuger für die Neustadt in Crivitz zu etablieren. Es könnte sich hier lediglich um eine künftige Postensicherung und Auftragsverteilung zwischen verschiedenen Akteuren handeln. So schwärmte er in der Vergangenheit in Facebook (auch als Paul Hermann unterwegs) vom Bündnis für Sahra Wagenknecht und verhöhnte seinen eigenen linken Parteivorsitzenden in seinen Tweets. Inzwischen präsentiert er sich im roten Gewand auf Fotos als Mitglied des Bündnisses für Crivitz und kandidierte erneut für die Stadtvertretung.

Es wurde jedoch aus den Unterstützerkreisen des BSW mitgeteilt, dass man eine Ortsgruppe in Crivitz gründen wollte, um eigenständig an der Kommunalwahl im Juni 2024 teilzunehmen. Herr Alexander Gamm sollte das fünfte Mitglied und somit Spitzenkandidat werden, jedoch wurde daraus nichts.

Warum?

Es ist ganz einfach, weil die BSW-Partei eine sehr geheimnisvolle Mitgliederauswahl trifft und die Unterstützer in der Ortsgruppe Crivitz noch keine Mitglieder sind und nur Parteimitglieder kandidieren dürfen. „Die BSW-Partei achtet peinlich genau darauf, Schwärmer, Glücksritter, Irrlichternde und AfD-U-Boote zu vermeiden“,Herr Christian Grimm hat dies in seinem Artikel sehr gut beschrieben. Sie nimmt immer eine Distanz zu skandalträchtigen Personen ein, die ihren Ruf beeinträchtigen könnten. So ist es wahrscheinlich nicht überraschend, dass Herr Alexander Gamm noch kein Mitglied bei der Partei BSW geworden ist.  Nachdem er drei Strafanzeigen in den vergangenen 18 Monaten von Bürgern erhalten hat wegen Beleidigung und Volksverhetzungen auf öffentlichen Sitzungen als Funktionsträger. Zwei der drei Verfahren wurden erst kurz vor der Wahl beendet. Ein Verfahren läuft noch und es wird wahrscheinlich noch ein Nachspiel geben.

So war er wahrscheinlich auch bei der Partei DIE LINKE in Ungnade gefallen war, da man sich sicherlich an das Spektakel seines Brandbriefs von 01.12.2018 erinnerte (Vorwahlkampf). Indem er seine eigenen Genossen unter Druck setzte, einen anderen Kandidaten von der Liste zu streichen, da er sonst mit eigener Liste für die Stadtvertretung 2019 kandidieren würde. Einzig und allein der ehemalige Kollege Hans-Jürgen Heine hatte ihm nun bei der Kandidatur für die Stadtvertretung 2024 geholfen.

Im Juni 2024 kam nun die Kommunalwahl, und der Souverän hat gewählt und entschieden. Jedoch kam es anders als erwartet, genauer gesagt geplant, und er hatte die Stimmung der Wähler gänzlich falsch eingeschätzt und konnte auch durch seine eigene Person beim Wähler nicht überzeugen. Es war ein Desaster für Herrn Alexander Gamm, der lediglich 67 Wählerstimmen erhielt und auf Rang 33 landete von den insgesamt 49 Kandidaten. Anscheinend war er schon zu sehr vom verwaltungstechnischen System vereinnahmt worden und in dem politischen Überbau aktiv, ohne den Kontext mit den Bürgern zu suchen.

Somit war der Traum von Posten und Macht vorbei, keine direkte Wahl in die Stadtvertretung und die Nachrücker Positionen im eigenen Bündnis für Crivitz sind auch zu zahlreich. Es scheint auch so, dass jetzt die Berufung als sachkundiger Bürger von dem Bündnis für Crivitz auch nicht wirklich gelingt, wie es aus gut informierten Kreisen verlautet wurde.

Was nun?

Plötzlich scheint sich eine andere Tür zu öffnen, und es sieht so aus, als ob eine berechnete Hilfestellung auch aus einem anderen Bürgerbündnis kommt.  Zum einen vom Gesetzgeber und zum anderen aus der Wählergruppe der CWG – Crivitz, aus der heraus auch seine Ehefrau Britta Brusch-Gamm als Bürgermeisterin kandidierte und weiterhin angehört. Kurioserweise hat der Gesetzgeber im Mai 2024 die Kommunalverfassung geändert und so gibt es inzwischen ein Zuteilungs- und Benennungsverfahren der Fraktionen, die sachkundigen Einwohner ohne Wahl selbst benennen können.

So wurde aus gut informierten politischen Kreisen aus den jetzigen Hintergrundgesprächen mitgeteilt, dass derzeit die Absicht besteht, Herrn Alexander Gamm als sachkundigen Einwohner für die CWG-Fraktion erneut in den Bauausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss des Amtes zu berufen. Nach seiner Berufung soll es vorgesehen sein, dass er erneut die Leitung des Bauausschusses übernimmt, um anschließend an den öffentlichen und nicht öffentlichen Sitzungen der Stadtvertretung in Crivitz teilnehmen zu können, damit er wieder ein Rede- und Antragsrecht erhält.

Was ist denn das für ein Schauspiel und Husarenstück?

Manche Protagonisten können einfach nicht loslassen. Sie setzen ihr ganzes Engagement ein, um die Kontrolle oder Einflussnahme zu erlangen oder Netzwerke zu übernehmen, um möglicherweise zusätzliche Mittel zu erlangen, als eigentlich notwendig.

Es geht schlichtweg wieder einmal nur um Posten, Geld und Aufträge.  

Kommentar/Resümee-Die Redaktion

„Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht.“ Abraham Lincoln

Jedes Mal, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Wähler nach fünf Jahren zur Kommunalwahl zu gewinnen, ist das für manche Protagonisten ein besonderes Schauspiel. Man macht ein neues Kleid oder ein neues Bündnis. Dann ändert man schnell seine Meinung, um das Ziel zu erreichen.

Es wäre ein Skandal, wenn jetzt der Wähler, der auch Schlechtleistungen abgestraft hat, wieder betrogen wird, indem die gleichen Personen erneut an Schlüsselpositionen der Macht sitzen wie zuvor. So ist es anzunehmen, dass man als „Mann“ im Schatten der eigenen Ehefrau nicht stehen möchte, sondern etwas zu sagen haben will, um herausragen als Ehemann. Hätte der Wähler vorher davon Kenntnis gehabt, wäre die Wahl sicherlich anders verlaufen. Es geht wie immer ausschließlich um die Sicherung von alten Posten und die Wiederherstellung des alten Status der Macht!

Die Ausübung von Machtbefugnissen in Wahlämtern ist von einer bestimmten Endlichkeit gekennzeichnet, was die Bürger sicherlich bei den kommenden Wahlen erfreuen wird!

Paradoxe und verwirrende Äußerungen von drei Hauptakteuren des Bürgerbündnis *BfC* bei Ihrer Selbstprofilierung?

25.Mai -2024/P-headli.-cont.-red./379[163(38-22)]/CLA-216/54-2024

Ursprünglich hätte man annehmen können, dass sich das Bürgerbündnis -Bündnis für Crivitz *BfC* als gemeinsame Wählergruppe darstellt.

Es sieht so aus, als ob der innergemeinschaftliche Druck so groß geworden ist, dass drei SPITZENKANDIDATEN es genau wissen wollen, dank ihrer Extraauftritte!

Der große *Avantgardist* (zurzeit noch Fraktionsvorsitzender die LINKE/Heine) Herr Alexander Joachim Gamm ist Bauausschussvorsitzender und Ehemann von Bürgermeisterin Britta Brusch- Gamm. Er tritt nicht mehr für die Partei DIE LINKE an, dafür aber im neuen Bürgerbündnis *BfC* mit seinen Fraktionskollegen Herr Hans-Jürgen Heine. Man kennt sich halt so! Er liebäugelt schon seit Monaten ganz genau mit einer Mitgliedschaft in der Partei des BSW, wie aus gut informierten Kreisen von den Unterstützern der Partei berichtet wurde. Jedoch ist er bislang nicht Mitglied der Partei geworden. Trotz allem nahm er aktiv an den Unterstützertreffen des BSW in Parchim und Schwerin teil, an dem auch Sahra Wagenknecht anwesend war. Folglich wirbt er nun im neuen Bürgerbündnis *BfC* für eine individuelle Profilierung, da es sich um eine Machterhaltung handelt. Das Bemerkenswerte daran ist, dass er soeben sich vom einstigen Windkraftgegner zum selbsterklärten Experten für die Entwicklung eines Wärme- und Energiekonzepts der Stadt avancierte. Zudem wirbt er für ein parteiunabhängiges Kräftebündnis in der Stadt Crivitz (also Wählergruppe *CWG*und *BfC*) gegen die etablierten Parteien, die sich zur Wahl stellen.

Das ganze Bild in der Einzelprofilierung (Flyer) passt mehr oder weniger nicht zusammen, wenn man gleichzeitig mit einer Parteimitgliedschaft liebäugelt. Wie immer ist es sicherlich eine Prestigefrage neben der Ehefrau und dem Machterhalt!

Der große Mann für die *Umwelt* (derzeit noch 2. Bürgermeister in der Stadt Crivitz) Herr Hans-Jürgen Heine ist auch noch Umweltausschussleiter (Fraktion die LINKE/Heine).  Seit einiger Zeit ist er nun aber auch Vorsitzender des Bürgerbündnisses *BfC* und tritt jetzt gemeinsam mit seinen Kollegen aus der Fraktion DIE LINKE/ Heine (Herr Alexander Joachim Gamm) als Spitzenkandidat an. Mit dem neuen Slogan wirbt diese dafür, eine starke „ALTERNATIVE“ zu den bestehenden kommunalen Kräften aufzubauen und nicht „irgendwelchen Parteien“ das Miteinander und Vorankommen zu überlassen. Der Individualflyer von Herrn Hans-Jürgen Heine erscheint wie die Tagesordnung im Umweltausschuss im alten Format. Der Schwerpunkt liegt auf dem ARBORETUM, dem STADTPARK und -WALD sowie dem Crivitzer See, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Gleichzeitig strebt man an, die erneuerbaren Energien, insbesondere die Solaranlagen, auszubauen. Er hat sich bereits mit dem Energiepark in Wessin (20 Windräder) abgefunden, obwohl er vor drei Jahren dagegen war und selbst Gutachten eingefordert hatte. Alles ist Vergangenheit, inzwischen geht es zu neuen Ufern.

Das Gesamtbild in der Einzelprofilierung (Flyer) passt nicht zusammen, wenn man genau die Natur und die Umwelt schützen möchte, jedoch wird genau das Gegenteil durch den Einsatz zum Ausbau der alternativen Energiegewinnung erreicht. 

Der *Archäologe* Herr Dr. Andreas Reinecke. Ein Neuling in der großen Kommunalpolitik in Crivitz und wird sicherlich als Zugpferd im Bürgerbündnis BfC im Wahlkampf für alle anderen Mitglieder aus ehemaligen Parteien mit ihrer eigenen Geschichte dienen. Ein ehrliches und engagiertes Interesse, nicht für die Politik, sondern für die Geschichte der Stadt. Denn er wirbt in seinem Flyer damit, dass man ohnehin die große Politik nicht steuern kann. Ist das wirklich so, oder herrscht hier schon ein Hauch von Resignation für politische Angelegenheiten? Sicherlich ist es wichtig, sich mit der Zukunft von Museen, Archiven, Kirchen und Denkmälern der Stadt Crivitz und den Ortsteilen auseinanderzusetzen.

Aber sind dies wirklich die Themen, die die Menschen in Crivitz in der aktuellen Zeit bewegen? Ist es wirklich an der Zeit, als Bürgerbündnis *BfC* heute als erstes Projekt ein „Kriegerdenkmal vom 03.12.1921“ zu restaurieren?

Einige Protagonisten sind einfach nicht in der Lage, loszulassen. Sie investieren ihr ganzes Engagement, um die Kontrolle oder Einflussnahme zu erlangen oder Netzwerke zu übernehmen, um möglicherweise zusätzliche Mittel zu erlangen, als eigentlich notwendig.

Kommentar/ Resümee

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“ Albert Einstein.

Für einige Akteure stellt es eine besondere Herausforderung dar, die Aufmerksamkeit der Wähler nach fünf Jahren für eine Kommunalwahl zu erlangen.

Wer sich von allen anderen Parteien abgrenzen will und nur zu einem parteiunabhängigen Bürgerbündnis mit der CWG in Crivitz aufruft, gegen die anderen Parteien, um seine eigene Mehrheit zu sichern, kann nicht gleichzeitig ein *Füreinander und Miteinander* propagieren. Die fast gleichen Leute wollen nun alles ändern, was sie in den vergangenen 10 Jahren als vernünftig bezahlte Funktionsträger in der Stadtvertretung vernachlässigt und blockiert haben. Man will sich zwar in neuem Gewand präsentieren, jedoch mit den alten unkorrekten Floskeln und Aussagen in Stichpunkten und von zahlreichen Visionen begleitet!

Der Leidensdruck beim Bündnis für Crivitz *BfC* muss schon immens groß sein, wenn einige Akteure ihre eigene Selbstdarstellung (Flyer) pflegen, wobei eigentlich das gesamte Bürgerbündnis im Vordergrund stehen sollte.

Diese eigenen Selbstdarstellungen sind nicht dafür geeignet, die Restaurierung eines „Kriegerdenkmals“ darzustellen, da es sich lediglich dann nur um ein Schaufenster handeln dürfte. Es wäre sicherlich hilfreich und nützlich, in der heutigen internationalen und europäischen Situation zunächst die Erhaltung und Modernisierung der Gedenkstätte „Todesmarsch nach Schwerin“ und seiner 26 Stelen zu fördern.

Ob die Wähler dies tatsächlich alles auch so interpretieren werden, hängt von den Handlungen der Protagonisten in den vergangenen fünf Jahren ihrer Tätigkeit im Stadtparlament ab!

Teil 6-Arroganz der Macht! Der Chef des Crivitzer Bau-Ausschusses ignoriert das kommunal-verfassungsrechtliche Öffentlichkeitsprinzip seit Jahren!

16.Mai -2024/P-headli.-cont.-red./375[163(38-22)]/CLA-212/50-2024

Geheimniskrämerei über Themen, die von öffentlichem Interesse sind, wird einfach in die nicht öffentliche Sitzung verschoben, ohne jemanden zu fragen. 

Die Wählergemeinschaft der CWG – Crivitz wirbt seit 10 Jahren immer wieder mit Transparenz und Glaubwürdigkeit. Die Realität sieht jedoch anders aus. Geheimniskrämerei über Themen, die von öffentlichem Interesse sind, wird von vornherein in die nicht öffentliche Sitzung verschoben, ohne überhaupt nur jemanden zu fragen. Eine lieb gewordene Praxis vom Vorsitzenden des Bau-Ausschusses, Herrn Alexander Gamm (Fraktion die LINKE/HEINE) mit Duldung der Wählergemeinschaft der CWG – Crivitz.  Aktuell tritt die Fraktion DIE LINKE /Heine geschlossen im Kommunalwahlkampf 2024 für das BFC – Wählergruppe Bündnis für Crivitz an, wie schnell man doch seine Ansichten ändern kann, nur um die eigene Macht zu sichern.

Das Öffentlichkeitsprinzip unterwirft die kommunalen Vertretungen der allgemeinen Kontrolle von außen und soll einer unzulässigen, demokratisch nicht legitimierten Einwirkung persönlicher Beziehungen, Einflüsse und Interessen auf die Vertretung vorbeugen. Es soll der Öffentlichkeit sicherstellen, dass die Bevölkerung sich über die Tätigkeit ihrer kommunalen Vertretungsorgane unmittelbar informieren kann. Dabei sollen die EinwohnerInnen und BürgerInnen auch zur Mitwirkung an der kommunalen Selbstverwaltung angeregt werden. Der Meinungs- und Willensbildungsprozess in der Vertretung soll von außen durchsichtig und nachvollziehbar sein. Auf diese Weise soll auch das Vertrauen der Bevölkerung in die kommunalen Vertretungen gefördert werden. Die BürgerInnen sollen aus eigener Kenntnis und Beurteilung eine sachgerechte Kritik an Entscheidungen sowie an einzelnen Mandatsträgern anbringen können und eine Grundlage für ihre Entscheidung bei den nächsten Kommunalwahlen erhalten (vgl. Urteil OVG NRW v. 19.12.1978).

Seit etwa 15 Monaten praktiziert Herr Alexander Gamm, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE/HEINE und Ehemann der Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm, als Bauausschussvorsitzender seine ganz spezielle eigene Art des Öffentlichkeitsprinzips nach der Kommunalverfassung MV. Er hat bereits in früheren Zeiten große politische Reden gehalten, doch aufgrund seiner Kenntnisse im Kommunalverfassungsrecht MV und im Baugesetzbuch ist er ständig auf andere Unterstützung und Zuarbeiten angewiesen. 

Wenn man das als Bürger in den Sitzungen kritisiert, stellt man ein gelegentliches Überkochen des Vorsitzenden fest. Dies mündet dann wie bereits erwähnt in dem üblichen Zitat: „HIER LEITE ICH DIE SITZUNG UND HIER BESTIMME ICH“. Diese Reaktionen werden seit ca. 2019 von der Versammlungsleitung nicht nur innerhalb der Sitzungen der Stadtvertretung stets toleriert. Außer Herr Gamm leitet die Sitzung selbst im Bauausschuss, dann gilt das sog. selbsterklärende Bestimmerrecht von Herrn Alexander Gamm. Trotz allem genießt er es, am Hebel der Macht zu stehen, auf den er bereits seit Jahren gewartet hat, neben seiner Gattin, nachdem er im Jahr 2017 aus sämtlichen Funktionen der Stadt Crivitz abgewählt wurde.

Der Chef des Bau-Ausschusses, der für die Tagesordnung verantwortlich ist, legte für die kommende Sitzung lediglich die Einwohnerfragestunde öffentlich vor. Doch alle weiteren Aspekte zur baulichen Infrastruktur wie auch zum gemeindlichen Einvernehmen zu den anstehenden Bauvorhaben wurden von alle im vorab als nicht öffentlich eingestuft. Obwohl die Hauptsatzung der Stadt Crivitz sowie die Kommunalverfassung MV eine grundsätzliche öffentliche Behandlung vorsehen, wurde die Beratung über das gemeindliche Einvernehmen für fünf Bauanträge geheim behandelt.

Zu folgenden Bauanträgen:

Neubau eines Carports (Rönkendorfer Mühle), Umbau eines ausgebauten Obergeschosses und eines nicht ausgebauten Dachgeschosses zu drei Wohnungen (Am Markt Crivitz), Neubau einer Funkfeststation (Funkmast) am Waldschlösschen, Umnutzung von Bestandsräumen zu einer Arztpraxis (Amtsstraße 1) und eine Dachanhebung EFH zu Wohnzwecken (Badegow, Unter den Eichen 5A).

Es bestand die Gefahr, dass unangebrachte Fragen von Bürgern gestellt werden!

Ist es tatsächlich sinnvoll, die Entwicklung der Art und Weise der Führung, wie der Bauausschuss der Stadt Crivitz agiert, noch weiter fünf Jahre zu dulden und fortzuführen? 

Kommentar/Resümee

Wir benötigen mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit im kommunalen Bauausschuss in Crivitz!

Es kann nicht nur nichtöffentlich verhandelt werden, weil aufgrund ihres Auftretens oder Stimmverhaltens einzelne Abgeordnete Angst vor ihrem Ruf oder sonstigen Nachteilen im Privat- oder Berufsleben haben. Eine solche Denk- und Herangehensweise würde gänzlich dem Sinn des Öffentlichkeitsprinzips widersprechen. Auch Vergaben sind in öffentlicher Sitzung zu behandeln. Der Grundsatz der Öffentlichkeit steht höher als die Geheimhaltungsvorschriften der VOB. Nicht öffentlich darf nur soweit behandelt werden, als Interessen der einzelnen Bieter dies verlangen, wenn z. B. Betriebsinternes, Kalkulationsdaten oder auch Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Bietern dargestellt werden.

Auch die Kommunalaufsicht des Landkreises LUP kritisierte die Vorgehensweise des beratenden Bau-Ausschusses in Crivitz bezüglich der Darstellung der Tagesordnungspunkte bei Bauvorhaben zum gemeindlichen Einvernehmen, die eigentlich öffentlich diskutiert werden sollten. Es ist natürlich erstaunlich, dass die Mehrheitsfraktionen (Fraktion DIE LINKE/Heine + CWG – Crivitz) und auch die CDU-Fraktion Crivitz und Umland der Bürgermeisterin bereits 2019 eine Blankovollmacht erteilt haben. Man könnte auch sagen, dass eine umfassende Ermächtigung in der Satzung festgeschrieben wurde.

Bereits am 01.07.2019 kurz nach der Kommunalwahl ließ sich die neu gewählte Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm durch ihr neu gewonnenes Mehrheitsverhältnis eine Entscheidungsbefugnis übertragen. Nach Beratung im Bauausschuss wird die Entscheidung über die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens gemäß § 36 BauGB vollständig auf die Bürgermeisterin übertragen.Eine Macht, die über alle hinausgeht.

Folglich sollten die neuen Abgeordneten ab Juni 2024 einmal überlegen, ob sie nicht auch einmal mitreden möchten, da die Bürgermeisterin häufig sich gegen die Abstimmung im Bauausschuss entschieden hat.

Die Vertrauenswürdigkeit der Wählerinnen und Wähler in die gewählten Kandidaten, ihr Wissen und ihre guten Absichten sind die Grundlagen in der Demokratie. Beide, die Gewählten und die Wähler, müssen mit diesem hohen Gut sorgsam umgehen. Die „Gewählten“ dürfen das nicht durch ihr Verhalten gefährden.

In Crivitz hat der Bauausschussvorsitzende einen grundlegenden Kurswechsel angekündigt, was zu einer Aufbruchstimmung für den Bau der geplanten Windkraftanlagen in Wessin führt.

12.Okt.-2023/P-headli.-cont.-red./305[163(38-22)]/CLA-142/83-2023

Laut gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist das Windeignungsgebiet in Wessin schon im Endstadium des Genehmigungsverfahrens für die geplanten Windkraftanlagen. Man rechnet zu Weihnachten mit einem Ergebnis. Es ist offensichtlich, dass hier nicht die Rede vom Energiepark ist, sondern vielmehr die Standorte und die Anzahl innerhalb dessen. Daher wohl auch die versteckte Ankündigung des Bauausschussvorsitzenden im Stadtblatt, wo er sich bei sogenannten Helfern des Naturschutzes für ihre vergebliche Hilfe bedankt und andererseits sich auf die neue Gesetzeslage beruft, die man nun umsetzen muss. Die ganze Ankündigung von Herrn Alexander Gamm hat schon ein gewisses Geschmäckle, wenn man bedenkt, dass Herr Alexander Gamm ein vehementer Gegner der Windkraft war.

Quelle https://aktionsbuendnis.freier-horizont.de/details/Klimaaktionstag2019inRostock.html

Es scheint, als wolle man noch die Kurve in der Darstellung für die Öffentlichkeit vor der Kommunalwahl erreichen, bevor man sich persönlich erneut für die Wiederwahl stellt.

Ein Basar, um die Konditionen für die Windradstandorte in Wessin auszuhandeln, wird nicht speziell für den Bauausschuss von Crivitz eröffnet werden, bei den zuständigen Stellen, um über eine Ablösesumme für Windräder für die Stadt Crivitz zu diskutieren. Dies wird auch nicht unter den aktuellen Prämissen für die Windkraft stattfinden.

Es ist bedauerlich, dass weiterhin der Bauausschussvorsitzende versichert, das Maximale für die betroffenen Menschen herauszuholen, obwohl bereits klar ist, dass er überhaupt nicht an den Tisch der Entscheider kommen wird. Es gibt indessen gesetzliche Grundlagen, die die Konditionen festlegen. Das nennt man Bürgerbeteiligungsgesetz. Übrigens ist die Veränderungssperre von Crivitz seit dem Februar 2023 ausgelaufen und nicht verlängert worden. Bis zum 23. Oktober 2023 wird die Abwägung des Energieparks in Wessin abgeschlossen sein, was dazu führt, dass auch hier das endgültige Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann.

Es ist nicht verwunderlich, dass nun die Abstimmung im Bauausschuss 21.09.2023 über den Energiepark im Vorfeld der anstehenden Stadtvertretersitzung am 23.10.2023 geheim gehalten wurde. Es schließt den Kreis der Geheimnistuerei, wenn unmittelbar danach im Stadtblatt Ankündigungen veröffentlicht werden, die vom Bauausschuss öffentlich verweigert werden! Dies ist die Bezeichnung für seine Art der Bürgerfreundlichkeit von Herrn Alexander Gamm, dem Vorsitzenden des Bauausschusses in Crivitz!

Quelle www.uvp-verbund.de / Antrag und Fachbewertung in der öffentlichen Auslegung vom 29. Juli 2019 bis einschließlich 28. August 2019

Es ging um den Beschluss zum Bebauungsplan Nr. 15 (Energiepark Barnin-Crivitz-Zapel, Teilbereich Crivitz) der Stadt Crivitz. Es wird in diesem Plan vorgesehen, dass auf einer Fläche von etwa 149 ha im Teilbereich Wessin zahlreiche Windräder errichtet werden sollen. Zu diesem Thema ist lediglich zu erwähnen, dass der Bauausschuss am 16.02.2023 beschlossen hat, das gesamte Verfahren einzustellen. Obwohl die Umstände, unter denen dies geschehen ist, weiterhin ungeklärt sind, bleibt die Angelegenheit weiterhin streng geheim, obwohl es vom öffentlichen Interesse ist. Wie sich der Bauausschuss zu diesem Thema aktuell oder kritisch äußert, ist unklar, obwohl über das Thema angeblich auf der Stadtvertretersitzung am Ende Oktober öffentlich abgestimmt werden soll. Dieses Gerangel soll noch jemand verstehen.

Die CDU Crivitz und Umland hat bei dem Thema WIND nie eine richtige Position in dieser Wahlperiode eingenommen, und so lebte sie sich in ihrer Zurückhaltung als Enthaltungen auf Sitzungen aus. Das Thema wurde immer von den gut informierten Kreisen aus den Netzwerken der CDU als viel zu heiß bezeichnet. Es scheint, dass man sich für ein wohlwollendes Verhalten bezüglich der bevorstehenden Netzwerke zum Windgeschäft entschieden hat.

Wie bereits angekündigt, wird die Entscheidung für das Windeignungsgebiet bald endgültig fallen und auch der sogenannte Energiepark kann nicht mehr beeinflusst werden.

Die Entscheidungen müssen in die Energieparkplanung übernommen werden oder wie Herr Alexander Gamm im Stadtblatt von Crivitz sagt: ....  „Und es ist absehbar, dass unsere Planung angepasst werden muss.“

Diese Ankündigung bzw. Darstellung im Stadtblatt von Crivitz ist ein Offenbarungseid für die gescheiterte Politik von CWG und die LINKE/Heine seit fast fünf Jahren. Zudem wurde dies bereits auf der Stadtvertretersitzung am 10.11.2022 durch seine Frau, die Bürgermeisterin von Crivitz, angekündigt.

Wir erinnern uns!

Der O-Ton am 10.11.2022 war: „Da wir die Windräder nicht verhindern können, wollen wir das Beste für die Bürger herausholen“. (Zitat: Bürgermeisterin Britta Brusch -Gamm auf der Sitzung). Wer mit „Wir“ gemeint war, verschwieg sie jedoch! Es handelte sich nicht um eine Büttenrede zum 11.11. und auch nicht um einen Karnevalsscherz im Kostüm, sondern um einen verzweifelten Versuch, das Vertrauen der Bürger in Wessin zurückzugewinnen, um in den bevorstehenden Wahlkampf im Jahre 2024 wider die Mehrheit zu sichern.

Mit einer 80 % Mehrheit in der Ortsteilvertretung Wessin und einer 72 % Mehrheit von CWG und die LINKE/Heine in der Stadtvertretung Crivitz peitschten diese den Beschluss zum Energiepark auf dieser Sitzung mit ca. 210 bis 225 ha durch! Auch mit der Gewissheit, dass bis 2027 sicherlich noch weitere ca. 100 ha Windfläche hinzukommen werden als Potenzialfläche, welche sicherlich auch bald ausgewiesen wird.        

Die Crivitzer Wählergemeinschaft und die Fraktion die LINKE/Heine haben erstmals seit vier Jahren einen politischen Wendepunkt und eine Drehung in ihren Ansichten und Versprechen zu diesem Thema um 180 Grad Drehung vollzogen.

Es wäre erfreulich, wenn die Bürger im kommenden Kommunalwahlkampf 2024 genauer hinschauen würden, um die politischen Strömungen in Crivitz zu analysieren und sich für eine Vielzahl von Parteien zu entscheiden, um die Demokratie neu zu beleben!

Es ist offensichtlich, dass dieser Ankündigungen im Stadtblatt 2023 für die ortsansässige Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Kreistag LUP Ulrike Seemann-Katz ein Feiertag sein muss. Da nun auch in Ihrem Heimatort Crivitz die Technologien für die Freiheit und die nationale Sicherheit gebaut werden.

Die sonst so quirlige Frau war nie zu diesem Thema in ihrem Heimatort zu sehen und zu hören. Die Ortsgruppe Crivitz, die von der Partei Bündnis 90/Die Grünen mit alten bekannten Gesichtern in Ihrer Neuaufstellung 2023 gegründet wurde, hat sich fünf Jahre lang nicht zu diesem Thema geäußert und hat bisher keine Haltung zu Wessin abgegeben. So sind Sie lieber aktiv mit ihrem ehemaligen Landesvorsitzenden Andreas Katz, in Pinnow zu den Kiesabbaugebieten (Basthorst/ Pinnow – Nord) sowie in Kleinod Ramper Moor und im Kreistag LUP ständig aktiv. Im Kreistag von LUP fühlen Sie sich auf einer höheren Ebene am wohlsten als in Ihrer Heimatgemeinde Crivitz.

Wahrscheinlich ist die Faszination der Ortsgruppe Bündnis 90/Die Grünen für die Windkraftanlagen in Wessin, von der Größe der zukünftigen Energieparkfläche in Wessin abhängig (ca. 210 bis 225 ha). Sicherlich auch von der möglichen Windradanzahl (max. 20) sowie der eventuellen Anlagengröße (ca. 235 m), aber leider ist das alles sicherlich noch viel, viel, viel zu gering und zu unbedeutend, um sich dafür interessieren oder zu äußern bzw. ein Statement dazu abzugeben.

Kommentar/Resümee

Ich kann versichern: Die Politik ist keine Wissenschaft, die man lernen kann. Sie ist eine Kunst, und wer sie nicht kann, der bleibt besser davon! Otto Fürst von Bismarck.

Es ist ratsam, wenn sich der neue Bauausschussvorsitzende Herr Alxander Gamm (seit 10 Monaten im Amt) an diesen Satz erinnern würde. Wer sich für persönliche Ankündigungen von Richtungskursen in der kommunalen Baupolitik in einem Informationsblatt von Crivitz entscheidet, aber in seiner eigenen Sitzung solche Themen als nicht öffentlich behandelt, der ist nicht in der Lage, die Kunst der Politik zu beherrschen. Derjenige sollte, wie es in dem Zitat beschrieben wurde, besser davonbleiben! 

Noch im Wahlkampf 2019 wurde das Thema „Windkraft“ von der CWG und die LINKE buchstäblich für eigennützige Zwecke vereinnahmt. Obwohl man bereits zu diesem Zeitpunkt genau wusste, dass ein Antrag für ein Genehmigungsverfahren zum Windpark in Wessin seit Anfang des Jahres 2019 anhängig war. Versprechungen und Erwartungen gegenüber den Bürgern wurden vor und nach der Wahl geschaffen, durch die Mandatsträger der Stadtspitze im Glauben, dass man in Sicherheit ist vor dieser Thematik. Nun, 2023 kam die Ernüchterung! Das kann man auch nicht damit begründen, dass man keine Glaskugel habe. 

Es bleibt unklar, welche Mächte und Motive hinter den Kulissen die Entscheidung für diese Ankündigung im Stadtblatt Crivitz für den Bauausschussvorsitzenden Alexander Gamm gerade zum jetzigen Zeitpunkt beeinflusst haben. Angesichts der aktuellen finanziellen Engpässe in den Haushaltsplänen 2024 und den Folgejahren der beteiligten Kommunen Barnin, Zapel und Crivitz kann man bereits erahnen, dass es sich hierbei um strategische Absprachen und Handhabungen handeln könnte.

Frei nach dem Motto: MACHEN statt Mosern.  

Die Redaktion in eigener Sache!

04.Okt.-2023/P-headli.-cont.-red./261[163(38-22)]/CLA-98/39-2023

Liebe Leser und Leserinnen,

es erfüllt uns mit großer Freude, dass wir zahlreiche E-Mails erhalten, sowohl während unseres Urlaubs als auch während unserer Abwesenheit. Wir bemühen uns, sie so schnell wie möglich zu beantworten.

Wir wünschen uns, dass wir Ihnen weiterhin Informationen über Aktivitäten des Vereins, Kultur- und Wirtschaftslebens vor unserer Haustür zukommen lassen, ebenso wie über kommunalpolitische Geschehnisse und Begebenheiten in der Region und im Land, die für Sie von Interesse sein könnten.

Herzlichen Dank für Ihre aktive Teilnahme an der Community.

„ER“ kam erneut!

Herr Alexander Gamm, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE/ Heine in der Stadtvertretung von Crivitz, setzt seine aggressive Politik mit persönlichen Beleidigungen auf offener Straße fort und führt sie auch auf öffentlichen Sitzungen durch. Aufgrund fehlender Argumente gegen andere Ansichten und eines unüberbrückbaren Misstrauens gegenüber anderen Meinungen macht Herr Alexander Gamm das Thema persönliche Anfeindungen zu seiner eigenen Wahlkampfstrategie und setzt 2023 auf eine massive Einschüchterungstaktik.

Unser Chefredakteur hat diese Vorgehensweise nun erneut erfahren müssen. Er hat kürzlich auf dem Marktplatz in Crivitz ein Interview geführt, in dem sich eine neue Partei vorstellte und dabei ein Gespräch mit einem Landtagsabgeordneten der AfD geführt. Herr Alexander Gamm war gerade in Crivitz unterwegs und hatte wahrscheinlich Schwierigkeiten, den ganzen Anblick des AfD Pavillons zu ertragen. In der Folge ging er zielstrebig und mit einer aggressiven Aura auf unseren Chefredakteur zu, um ihn erneut lautstark zu diffamieren, auf offener Straße. Der Landtagsabgeordnete musste hier unmittelbar massiv ordnend eingreifen.

Es war nicht die erste Attacke, die der Fraktionsvorsitzende der Linken/Heine gegenüber unserem Chefredakteur durchführte, aber es war die schwerwiegendste. Wir können an dieser Stelle keine Diskussion über die Äußerungen von Herrn Alexander Gamm führen, jedoch könnte es vorkommen, dass andere Bürger aufgrund solcher Beleidigungen wegen Hasses angeklagt werden.

In Crivitz scheint der politische Mainstream noch wenig entwickelt zu sein, um sich mit verschiedenen Meinungen und Themen in einen Meinungsaustausch zu begeben und Toleranz auszuüben. Es ist nicht erlaubt, eine abweichende Meinung zusätzlich zu den zuvor festgelegten Ansichten zu äußern. Es könnte hilfreich sein, eine Weiterbildung zur politischen Bildung für einige Mandatsträger in Crivitz im 33. Jubiläum der deutschen Einheit durchzuführen.

Die Beteuerung in einem Informationsblatt der Stadt Crivitz ist da allein nicht ausreichend (Redaktion Frau Britta Brusch-Gamm und Jana Nützmann) „Nur zusammen können wir es schaffen, wieder gelassener zu sein, uns über Erreichtes gemeinsam zu freuen und zuversichtlicher die Herausforderungen von heute und für die Zukunft anzupacken“. Es wäre wünschenswert, wenn Herr Alexander Gamm sich die Darstellungen und Berichte seiner Gattin einmal genauer betrachtet und diese sich ins Gedächtnis ruft und mehr Toleranz zeigt.

Mit dem Slogan „Weiter so“ und einer sichtbaren „Gelassenheit“ wird man die aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung, Dekarbonisierung, Deglobalisierung und Demografie sicherlich keineswegs bewältigen. Außer man hat sich ausreichend um seine Schützlinge gekümmert und sie ins Trockene gebracht.  Im politischen Denken und Handeln in der Stadtvertretung von Crivitz ist ein grundlegend verändertes und vollkommen anderes Verständnis für die gesamte Angelegenheit erforderlich, ohne dabei den Blick über den Tellerrand zu verengen!

Aufgrund der aktuellen politischen Auseinandersetzung in Crivitz ist zu beobachten, dass sich ein jeder in sein eigenes politisches Lager zurückzieht und dort festhält, so festgefahren in seiner eigenen Meinung, die vielleicht gar nicht seine eigene ist.  Es stellt sich die Frage, warum dies so ist?

Es wäre ratsamer, dass wir uns mehr zusammensetzen und uns besser zu verstehen, statt uns einander zu beleidigen.

Bei Vorwürfen nicht sofort mit einem Gegenvorwurf kontern, sondern zuhören, das ist die einfache Art und Weise, wie man sich in einer solchen Situation verhält.

Aufgrund der jüngsten Ereignisse gegen unseren Chefredakteur hat sich nicht nur die Redaktion dazu entschlossen, ein weiteres strafrechtliches Verfahren gegen diesen Stadtvertreter anzustreben. In Anbetracht dieser Sachlage und der schwebenden juristischen Verfahren werden wir alle Anfragen und Meinungen zu Themen und Schwerpunkten in den kommenden Monaten ausschließlich per E-Mail beantworten können.

Liebe Leser und Leserinnen,

für Ihr Verständnis in der dargestellten Situation sind wir sehr dankbar, dennoch blicken wir zuversichtlich auf die kommenden Ereignisse.

Bleiben Sie optimistisch!

Vielen herzlichen Dank von der Redaktion.

Erneute Wahl eines Vorsitzes im Bauausschusses von Crivitz! Nur ein öffentlicher Tagungsordnungspunkt!

19.Jan.-2023/P-headli.-cont.-red./229[163(38-22)]/CLA-66/07-2023

Wo wählt man den Vorsitz des Bauausschuss!

Aufgrund des Ablebens von Frau Prieske ist eine Nachwahl erforderlich.  Frau Prieske hat dieses Amt mit großem Einsatz und Fachwissen ausgefüllt. Es wird schwierig sein, dieses Expertenwissen durch die derzeitige Ausschussbesetzung zu ersetzen. Ein männlicher Kandidat für den Vorsitz wird große Schuhe tragen müssen, denn Frau Prieske war eine Institution und hat über all die Jahre einen Riesenjob gemacht.

Seit dem letzten Jahr hat Herr Alexander Gamm (Faktionsvorsitzende die LINKE/HEINE und Ehemann der Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm) diese Aufgabe wahrgenommen. Er hat zwar immer große politische Reden gehalten, aber in seinem Wissen im Baubereich und in der Anwendung des Baugesetzbuches ist er ständig auf Hilfe angewiesen. Dennoch gilt er als aussichtsreicher Kandidat für dieses Amt und praktisch so gut wie sicher, da die CWG und die LINKE die Mehrheit im Ausschuss haben.  Gleichermaßen wird er sich persönlich natürlich auch aufgrund seiner Mentalität den Schalthebel der Macht neben seiner Ehefrau nicht entgehen lassen.

Und wo kann man diese Wahl am besten durchführen, natürlich im Gemeinschaftsraum im betreuten Wohnen im Mehlbeerenweg in Crivitz. Die Auswahl ist nicht einfach willkürlich, sondern ein wohldurchdachter Rahmen für die Wahl, das weiß sicherlich auch Herr Gamm als Mitglied im Vorstand der Volkssolidarität Ortsgruppe Crivitz.

Wer am Donnerstag, dem 19.01.2023 um 19.00 Uhr an dem Prozedere interessiert ist, kann gerne daran teilnehmen. Es gibt jedoch nur einen öffentlichen Tagesordnungspunkt, nämlich die Wahl.

Wer am Donnerstag, dem 19.01.2023 um 19.00 Uhr an dem Prozedere interessiert ist, kann gerne daran teilnehmen. Es gibt jedoch nur einen öffentlichen Tagesordnungspunkt, nämlich die Wahl. Im geheimen Teil der Veranstaltung wird dann unerwartet wieder die Investition und Planung im Bereich der Neustadt sowie die Haushaltsplanung für das Jahr 2023 – die Planung von Dritten – thematisiert.

Bestimmt geht es wieder um die geplanten 10 Reihenhäuser und das Seniorenwohnheim sowie um die Ansiedlung der Karbonisierungsanlage im Gewerbegebiet, aber das erfahren alle erst wieder Anfang März. Alles scheint wieder so geheim zu sein, wie bei dem Verkauf der Sparmarktfläche in den letzten 12 Monaten.

Wo war im Jahr 2022 der Bürgerhaushalt, der 2021 beschlossen wurde?

12.Jan.-2023/P-headli.-cont.-red./226[163(38-22)]/CLA-63/04-2023

Ist „ER“ im Nirwana verschwunden oder für etwas anderes verwendet worden?

Es kann nicht an mangelnder finanzieller Ausstattung im Haushalt liegen, da die Bürgermeisterin noch im August 2022 öffentlich erklärt hat, dass „wir gut wirtschaften“, also wo ist das Geld geblieben? 

Ein Versprechen weckt Erwartungen. Und wenn ein Versprechen nicht eingehalten wird, dann macht sich große Enttäuschung breit. So ist es nicht nur in der Kommunalpolitik. Ehrlichkeit wird gewünscht. Transparenz und klare Worte. Und damit Verbindlichkeit. Das erwarten nicht nur Angestellten von Ihrer Bürgermeisterin, sondern auch die Bürger. Doch viel zu oft hält man sich nicht an Zusagen.

Der Bürgerhaushalt der Stadt Crivitz wurde groß angekündigt und als Meilenstein für die Bürgernähe von der CWG und die LINKE verpackt und vermarktet. Als Prestigeprojekt deklariert und auf Wunsch der Bürgermeisterin Frau Britta Brusch – Gamm sowie mithilfe der CWG und die Linke kurzfristig sofort in der Stadtvertretung am 25.10.2021 beschlossen.

„Im Rahmen eines Bürgerhaushaltes und eines dort ausgewiesenen Bürgerbudgets sollen Ideen und Projekte von den Bürgern umgesetzt werden. Dazu werden finanzielle Mittel im Haushalt der Stadt bereitgestellt. Ziel ist es, einerseits das bürgerschaftliche Engagement zu fördern, andererseits Bürgerinnen und Bürger als Experten in die Gestaltung ihres direkten Umfeldes einzubeziehen.“(Beschluss-Okt.2021).

Schon 2016 wurde in der sogenannten Ideenschmiede (Redeführerin Frau Britta Brusch-Gamm) Projekte formuliert wie (die unbeliebte Mauer um den „Trockenparkplatz“ muss weg), beleuchteter Weihnachtsbaum in der Neustadt, Tourismusanlaufpunkt entwickeln, Anschaffung eines Bürgermobils, Gründung einer Bürgerstiftung, die Belebung der Ampel am Gymnasium, die Gestaltung des Marktplatzes.

Als Vorbild für die Einführung des Projektes galt damals die Stadt Bützow, so berichtete es die Bürgermeisterin. Wir berichtet zuletzt darüber am 01.06.2022 hier noch einmal der Link.https://crivitzer-lokalanzeiger.de/aktuelles/und-da-ist-er-endlich-der-buergerhaushalt-in-crivitz-das-leuchtturmprojekt-der-buergermeisterin-britta-brusch-gamm/(öffnet in neuem Tab)

Im Allgemeinen beschränkt sich das Mitspracherecht der Bürger hierbei auf Teile des Investitionshaushalts. Die letztinstanzliche Entscheidung über den Haushalt obliegt weiterhin den demokratisch legitimierten Parlamentariern bzw. den Abgeordneten. Die Impulse seitens der Bürger haben vielmehr den Charakter wertvoller Informationen für den Entscheidungsfindungsprozess der Politik. Ein Bürgerhaushalt ist hierbei indes, wie bereits erwähnt, nicht als direktdemokratisches Instrument misszuverstehen. Vielmehr können die Bürger zwar ihre Präferenzen mitteilen, die Entscheidungen werden jedoch weiterhin von der Politik getroffen. Es geht stets darum, etwas „Zusätzliches zu verteilen.“

Eine Liste mit Vorschlägen für das Votum für die Bürger wurde in keinem Ausschuss der Stadt Crivitz besprochen und liegt bis heute nicht vor! Viele Abgeordnete könnten das, was sie beschlossen haben, vergessen haben. Das war dann wieder einmal ein typischer SCHAUFENSTERBESCHLUSS, um sich selbst wiederholt einmal zu präsentieren.

Resümee

Versprochen, gebrochen? Ganz klar JA!

Es geht schlussendlich um Glaubwürdigkeit und Haltung.

Die Bürger bleiben im Unklaren, werden vertröstet, können sich auf vorab gemachte Zusagen nicht verlassen. So war es auch bei dem Thema Windpark in Wessin, Krankenhaus in Crivitz, großflächige Solaranlagen in Wessin, Funkmast in Wessin gewesen und bei dem Bürgerhaushalt der Stadt Crivitz.

Die Vorgehensweise der Bürgermeisterin und der CWG/die Linke könnte man am besten wie folgt beschreiben: Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

Die zuständigen Gremien sind nicht in der Lage, ihre Beschlüsse zu überprüfen! Wer dafür wohl verantwortlich ist? 

Erster (1.0) Workshop *Perspektive Bürger*- zum Thema Innenstadt *Marktplatz* im Volkshaus Crivitz am 29.10.2022!

04.Nov.-2022/P-headli.-cont.-red./200/75-22/CLA-37/37-2022

Zur Einstimmung – In eigener Sache!!

Uns erreichten mehrere Schreiben in dieser Woche von Teilnehmern der Veranstaltung, weil unsere Redaktion auch anwesend war und selbst mitgewirkt hatte in den einzelnen Gruppen bzw. die Vorschläge von unserer Umfrage vortrug. In den Mitteilungen, die uns erreichten, wurde die Bitte geäußert, eine Berichterstattung aus unserer Sicht darzulegen und die uns gegenüber abverlangte selbst verpflichtende Schweigeerklärung, am Anfang der Veranstaltung, endlich aufzuheben. Aufgrund dieser Tatsachen führten wir eine Redaktionskonferenz durch, mit dem Ergebnis, dass unsere Chefredaktion den Entschluss fasste, eine eigene Berichterstattung die nun doch Veranstaltung zu veröffentlichen.

Begründung: Da nun, die Stadt Crivitz selbst, eine Mitteilung am 30.10. 2022 in Facebook verfasste und eine Veröffentlichung am 01. 11. 2022 durch die SVZ erfolgte, obwohl ein Presse- bzw. Berichterstattung Verbot über die Veranstaltung verhängt wurde durch die Versammlungsleitung, fühlen wir uns nicht mehr gebunden an das Meinungsäußerungsverbot. Für uns war das sowieso eine unerklärliche Vorgehensweise!  Aber das ist für Crivitzer Verhältnisse – eben Normal! Darum werden auch wir über die Veranstaltung jetzt berichten!

Unter dem Titel „Neustart“ gefördert vom Sonderprogramm „Lebendige Innenstädte“ fand am Samstag, dem 29.10.2022 im Volkshaus Crivitz die erste Vorstufe der Bürgerbeteiligung – *Perspektive Bürger* – im Planungsprozess zum „Marktplatz“ statt. Nachdem die bürgernahe Arbeitsgruppe „Marktplatz“ unter der wesentlichen Mitwirkung von der Hauptakteurin Frau Anna Schade, welche die jahrelange Aufbauarbeit und Grundlagen für das Thema geschaffen hatte, führen nun „Andere“ diesen Prozess weiter, so wie bei der Initiative „Gynäkologie und Geburtshilfe“!

So waren in dem ersten Workshop für die *Perspektive – Bürger* ca. 26 Teilnehmer anwesend (abzüglich der Veranstaltungsleitung). Darunter befanden sich bis zu 50 % der Mandatsträger der Stadt Crivitz (Abgeordnete und sachkundige Einwohner, vorrangig CWG und die LINKE, die CDU Crivitz und Umland war nicht vertreten, warum auch immer!) sowie Bedienstete der Stadt Crivitz. Diese 50% machten hier bereits ihre Sichtweisen deutlich, obwohl Sie später sowieso extra noch beteiligt werden in der „Perspektive – Mandatsträger“.

Den Eindruck für den Außenstehenden von einer „erweiterte Ausschusssitzung“ kann man nicht verwischen und muss man auch so aussprechen.  Natürlich ist dieses Thema auch verlockend für die ansässigen politischen Parteien und Wählergemeinschaften sich hier zu etablieren für den kommenden Kommunalwahlkampf in 13 Monaten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass mehr * apolitische* Bürger aus Crivitz und nicht nur Mandatsträger und Bedienstete diesen Prozess begleiten, wenn es denn überhaupt noch einmal einen Workshop für *Perspektive – Bürger* gibt? Neben der Perspektive für *Bürger* gibt es später noch die für Unternehmer u. Mandatsträger.

So wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung das Abverlangen einer selbst verpflichtende Schweigeerklärung aller anwesenden Teilnehmer durch den Leiter der Veranstaltung durchgeführt und die Bekanntgabe keiner Presse bzw. Berichte hierüber! Oje, aber jetzt wunderten wir uns schon! Wir hatten doch eine Einladungsbestätigung erhalten als Crivitzer – Lokalanzeiger und damit auch eine Akkreditierung zu der Veranstaltung über die wir wie angekündigt, berichten wollten? Aber Ok, wir wollten den Verlauf nicht beeinträchtigen und diese Sachlage zum Schluss mit dem Veranstalter noch klären! Später kam dann durch die Bürgermeisterin Frau Britta Brusch-Gamm eine Vergatterung uns gegenüber noch hinzu, mit der Deklaration einer nicht öffentlichen Veranstaltung. Schau an! Nun  gut!

Erst zum Ende der Präsentationen gelang unserer Redaktion in einem vier Augengespräch mit dem Leiter der Veranstaltung dann doch noch, ihm eine Erklärung abzuringen. Nur mit dem nachdrücklichen Verweis auf das Grundgesetz sowie einiger Paragrafen aus dem Verwaltungs- und Planungsrecht kam dann die Kundgabe durch ihn, gegenüber unserer Redaktion, es war doch eine öffentliche Veranstaltung. Das war ein Hin und Her zum Status dieser Veranstaltung, es war schon beeindruckend! Warum und wovor hatte man hier eigentlich Angst? Neustart?? Es war schon kurios, mit welchen Mitteln hier versucht wurde, etwas undurchdringbar zu gestalten!  Für uns unerklärlich diese Vorgehensweise!  

Aber nun der Reihe nach – zum Anfang!!

Unsere Redaktion hatte sich ordentlich und frühzeitig im Bürgerhaus angemeldet zu der Veranstaltung, aufgrund der Anzeige in der SVZ am 16. September 2022. Jedoch wunderten wir uns schon damals, dass nicht ein einziger Erinnerungsvermerk bis zum 29.10.2022 in den sozialen Medien der Stadt Crivitz erschienen ist? Aber trotzdem gingen wir vorurteilsfrei und gewappnet, mit den vielen Hinweise und Ideen von Ihnen, welche Sie uns übersendeten aufgrund unserer Umfrage, zu dieser Veranstaltung um das alles vorzutragen. Was uns leider nur zu einem kleinen Teil gelang!

Also dann angekommen und Oje! Eine überschaubare Anzahl von 26 Besucher waren gekommen (wenn man die Mandatsträger und Bediensteten abzieht sind es sogar nur 13)!  Ob das eine repräsentative Bürgerbeteiligung für Aussagen darstellt, zu diesem wichtigen Planungsprojekt muss jeder für sich selbst beantworten! Wir sagen ganz klar *NEIN*! 26 Besucher (bzw.13) von 4770 Einwohnern von Crivitz bilden keine ansehnliche Aussagekraft für eine Entwurfsplanung! Sicherlich ein Mangel im Marketing in der Vorbereitung, nur so lässt sich die geringe Anzahl von 26 Besucher (bzw. 13) erklären.

Also nun die Eröffnung und Begrüßung!

Es wurde eine Laudatio über die erreichten Titel „Die engagierte Stadtgesellschaft“ abgehalten und ein Film gezeigt – welcher bereits in den sozialen Medien veröffentlicht wurde. Okay, wir sind also toll! Und wir sind super! Dann gab es die Möglichkeit allgemeine Hinweise, Ideen und Problemen zum Thema vorzutragen. Da gab es wirklich tolle Anregungen! Aber plötzlich sprachen dann einige Mandatsträger (Alexander Gamm – amtierender Bauausschussvorsitzender und Andreas Rüß – Fraktionsvorsitzender CWG)  aus den Teilnehmern und erklärten erst einmal – alles „WAS NICHT GEHT“! Also 30Km/h Zone- geht nicht! Innenstadt-Verkehrsfluss ordnen als 30Km/h– geht auch nicht! Nur mit einem Verkehrskonzept/ Parkraumkonzept – dass wird aber erst 2023 beauftragt! Wird ca. 2024 fertig sein! Das ist schon kurios, wenn am Anfang der Veranstaltung gleich ein Deckel draufgesetzt wird, was also alles unmöglich ist? WIE es gehen würde, wäre hilfreicher gewesen!

Es ging weiter mit statistischen Erfragungen – das war gut gemacht! – es stellt sich heraus, dass die Mehrheit von den Teilnehmenden nicht in der Innenstadt von Crivitz wohnte und auch nicht mehrmals wöchentlich in der Stadt einkaufen, ging! Komisch? Sind dann Aussagen zum Thema Repräsentativ? Das war erstaunlich, aber geschuldet durch die Tatsache einer geringen Teilnehmerzahl! Auch der Hinweis von Ihnen, dass erst einmal die Grundsatzfrage (Parkplatz) geklärt werden sollten und das ausschließlich durch die Bürger in einem Bürgerentscheid zu diesem Thema, wurde zwar zur Kenntnis genommen, aber stand nicht mehr zur Debatte. Punkt und Schluss!

Was soll das Ziel sein?

Also, man befinde sich mit der heutigen Veranstaltung bereits in einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung, die einmal die Perspektive – Bürger/ Perspektive – Unternehmer/ Perspektive – Mandatsträger darstellt, um daraus ein Vorentwurf zu erarbeiten. Oha, das war wirklich neu! Dann wird im Weiteren die Stadtvertretung darüber eine Entscheidung treffen und einen Grundsatzbeschluss dazu fassen. Später erfolgt dann eine Auftragserteilung für eine Planung. Unmittelbar nach dem Vorliegen Entwurf wird dann versucht irgendein Fördertopf in MV zu finden z. B. für den Erhalt von Altstädten – oder Städtebauförderung um hierfür eine Beschreibung und Förderplanung zu erarbeiten und darzustellen. Tja, und dann sollen finanzielle Mittel fließen für die praktische Umsetzung!

OK, egal wie man es halten will, so sind wir der Meinung, dass der Weg auch das Ziel ist! Und darum muss man auch Visionen eine Chance geben und mitmachen! Egal, wie lange es dauert und welche Kompromisse man noch machen muss, aber es sollte von einer Mehrheit des Souveräns getragen werden!

Die Arbeit in Gruppen!

Danach unmittelbar erfolgte eine sofortige Einteilung in Gruppen mit festgelegten Themen – wir waren in der Gruppe Handel / Dienstleistungen/öffentliche Verwaltung– ja da trugen wir auch schon noch Ideen vor, welche aber dann in den Projektentwürfen so dann nicht übertragen ließen! Leider konnten wir nur zwei Hinweise von Ihnen übermitteln hier an dieser Stelle in der Einführung der Veranstaltung, welche sehr kurz gestaltet wurde. Für die weiteren Vorschläge und Hinweise von Ihnen zu verschiedenem Punkten wurde uns bedauerlicherweise keine Gelegenheit mehr eingeräumt diese darzulegen aufgrund der straffen Einteilung des zeitlichen Ablaufes. Sehr Schade!

Genügend Zeit für Diskussionen, so wie es in der SVZ beschrieben wurde, war nicht vorhanden und vorgesehen, nur in den Themen bezogenen Gruppen! Schade! Wir erwähnten auch, dass wir Umfragen und Ergebnisse mitgebracht haben, aber keiner stellte Fragen im Verlaufe zu den Inhalten und wollte das Ergebnis wissen! Schon kurios! Alles schon im Voraus geplant?

Gruppenwechsel! Zeichen von Entwürfen und präsentieren der Entwürfe!

Plötzlich ging es dann direkt in die Planungs- und Darstellungsphase zum Marktplatz als Entwurfszeichnung! Es ist schon erstaunlich welche Zeichenkünste bei einigen vorhanden waren, das wurde richtig gut  gezeichnet!

Zu den Gemeinsamkeiten der drei bis vier Entwürfe und in der Auswertungen möchten wir nun wirklich nicht vorgreifen – aber eine Vielzahl von Fischen ; – Bäume;- Rosensträuchern – Bänke – Brunnen –Fischregen/Skulptur-  Barrierefreiheit –  Platz  für  außen Gastronomie – Spaziergänger-  spielen eine wesentliche Rolle…… Und sie merken, es fehlt da irgendetwas

… Ja und das haben wir in einem Rätsel verpackt … vielleicht erraten Sie es!  

„So war zu hören, dass der heutige Marktplatz von den damaligen Staatsvertretern ca. 1993 (die auch aktuell ein Mandat in der Stadtvertretung wieder haben) nur deshalb so entworfen und gestaltet wurde (also die sog. Höher Setzung), um die vielen Autos fernzuhalten! Was Ihnen aber bis heute nicht gelungen ist! Oder?“

 „Na erraten? Dann vielleicht später!

Zum Schluss gab es dann noch ein sogenanntes klärendes Gespräch unter vier Augen mit dem Leiter der Veranstaltung, wie schon anfangs beschrieben, das Ergebnis – es war dann doch eine öffentliche Veranstaltung war! Schau an! Eben ein Mann mit Verständnis und Fachwissen!

Resümee des Tages!

Natürlich ist aller Anfang schwer, trotz der vielen Ungereimtheiten in der Geheimhaltung, was wieder einmal völlig überzogen wurde, warum auch immer! Sind die Initiative der einzelnen Bürger (die nicht Mandatsträger waren) schon erstaunlich und bemerkenswert. So viel Vorstellungen, die schon lange in den Köpfen schlummerten. Einfach toll!  Wenn man alle die Probleme wie ,z.B.  Parkplatz – Fußgänger- Verkehr- Auto- Baukosten- Finanzierung-Geld- ausblendet, dann kommt man zu erstaunlichen gemeinsamen Lösungen! Bleiben Sie aufmerksam zu diesem Thema!

Der Souverän/ Bürger muss bei solchen Projekten nicht nur mitgenommen werden, sondern es muss ihm auch bei einem grundsätzlichen Teil des Projektes die maßgebliche Entscheidung ermöglicht werden und nicht nur seinen gewählten Vertretern! Denn die finanziellen Lasten und Entbehrungen aus oder zu diesem Projektträgen letztendlich alle Bürger dieser Stadt!

Anmerkung der Redaktion in eigener Sache:

Frau Johanna Menzel (Assistenz von Prof. Henning Bombeck) hatte wirklich sehr viel Geduld mit unserer Gruppe. Danke dafür! Es ist schon erstaunlich, was Männer für Plaudertaschen sein können! Ohne Ihre aktive Mitwirkung hätten wir den Faden immer wieder verloren!   Danke für die gute Zusammenarbeit! Danke auch an die Pausenversorgung – das Essen war lecker – sollten sie selbst einmal im Café Chaplin probieren! Unbedingt!

Das gekühlte Bier bei Herr Roland Peek als Gastgeber im Volkshaus war vorzüglich! Auch hierzu werden wir bald berichten! Vielen Dank!

Über die „Altstadt“ von Crivitz spricht jeder. Die Crivitzer „Neustadt“ mit ihren Plattenbauten vergisst jeder!?

10-Sept.-22/P-headli.-cont.-red./180/55-22/CLA-17/17-22

„Ein Plattenbau ist ein Plattenbau ist ein Plattenbau“- in die Benennung eines Faktes solle nicht zu viel hineininterpretiert werden.“( SVZ Chefredakteur Herr Micheal Seidel- auf dem Treffen mit dem Ostbeauftragten – 26.08.2022).

Ja, und genau dazu hat er wohlweislich recht. Während in den „Plattenbauten“ in der Neustadt in Crivitz weit über 1/3 von den 4770 Einwohner leben, diese an Leerstand leiden, marode Straßen und Gehwege zu verzeichnen sind, sowie es an barrierefreien Zugängen überall fehlt, werden nun Veranstaltungen arrangiert und in dem man sich selbst inszeniert (zukünftige Wahlkampfthemen für 2023/24?) vorrangig für die „Altstadtbelebung“ und beharrlich nach Förderprogrammen sucht, weil keine eigene Investitionskraft an finanziellen Mitteln mehr in der Stadtkasse hierfür vorhanden ist und es in naher Zukunftuns fehlen wird! Warum wohl?

Für die „Altstadt“ existiert sogar extra eine Citymanagerin bis zum 31.12.2023 (Lohnkosten werden von der Stadt und dem Wirtschaftsministerium gefördert) mit der Aufgabe, die Stärkung der innenstädtischen Entwicklung durch Schaffung von Besuchermagneten; die Stabilisierung des Einzelhandels im Ortszentrum; die Vernetzung von kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Angeboten und deren gemeinsame Vermarktung (Events und Marketing); die Organisation einer Stadtmesse; die Mitarbeit an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des historischen Stadtrundgangs; die Beteiligung an Workshops zur Innenstadtgestaltung, durchzuführen. Hierzu gibt es zusätzlich ein Budget von – Stadtforum als Ideenschmiede- Moderation =4.000,00€; – Verkehrsinseln Bepflanzung hiesigen Gärtnereiprodukten =4.000,00€;- Werbebudget für Flyer = 3.500,00€;- Imagefilm über die Stadt Crivitz = 3.500,00€;- Wegweiser, einheitliche Schilder an den Gebäuden = 5.000,00€;- jährliche Stadtmesse – Musik, Show und Licht- = 15.000,00;– die Finanzierung/Kauf der Leihgabe des Künstlers Heiko Voß, „Crivitzer Fischregen“= 15.000€.

Entdecken Sie hier irgendwo den Gedanken an die „Neustadt“ (Plattenbauten)? Doch ein Projekt haben wir entdeckt, es wurde am 11.01.2022 im Kulturausschuss bzw. im Nachgang auf der Internetseite der Stadt Crivitz beschrieben: Menschen aus der Neustadt (zumeist Ältere, die nicht mehr so mobil sind), wünschen sich seit Langem einen Shuttleservice innerhalb der Stadt. Aufgrund der nicht ausreichenden Parkplätze in der Innenstadt wäre dies eine gute Lösung. (Quelle: www.stadt-crivitz.de [Auf der Spur der Fische])

Sozialer Wohnungsbau unter kommunaler Herrschaft hätte schon längst ein Thema für die Stadtvertretung seit 2014 sein müssen. Dieser Aspekt wurde aber bisher von allen Fraktionen ( SPD,CDU,CWG und die LINKE) seit 2015 verdrängt, die Crivitzer Altstadt und das Baugebiet in der Trammerstraße ( sog. Vogelviertel-von den insgesamt 125.000,- m² Nettobauland gehörten 38% der Evangelisch – Lutherischen Kirche sowie einem privatem Bauträger und 62% der Stadt Crivitz) “- standen und stehen immer im Mittelpunkt! Schaut man sich heute einige Blöcke in der Neustadt an, so könnte man den Eindruck haben das die Investitionsfreudigkeit einzelner Wohnungsbauunternehmen und deren Nachfolger  in den letzten Jahren hier sehr nachgelassen haben!

Die Entwicklung der Crivitzer Neustadt

„Erhebliches wurde in der DDR auf dem Gebiet des Wohnungsbaus geleistet. Am 20. Juli 1958 gründete sich in Crivitz die Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG). Im Oktober des gleichen Jahres erhielt die AWG ihre staatliche Anerkennung. Sie begann, ebenfalls noch in den 60er Jahren, die oben geschilderten Elemente einer Crivitz entsprechenden kleinstädtischen Bebauung fortzusetzen. Wohngebäude nach Möglichkeit mit nur zwei Vollgeschossen zu errichten und mit Ziegel gedeckten Spitzdächern zu versehen, wurde mit dem weiteren Bauen in der Neustadt Ende der 60er Jahre vollständig aufgegeben.  An der Errichtung von Wohnungen in der Neustadt hat die AWG einen erheblichen Anteil. Die ersten 12 Wohnungen wurden 1960 bezogen. Im gleichen Jahr begann die AWG noch mit dem Bau weiterer 32 Wohnungen. 1966 kamen 66 Wohnungen und 1974 36 Wohnungen dazu. Ein weiterer Block wurde im Jahre 1975 errichtet. Nach dem in der Neustadt der Wohnungsbau 1958 in der Friedensstraße begonnen hatte und sich dann mit Unterbrechungen fortgesetzt hat, gab es ab 1971 Wohnungsbau in erheblichem Umfang. In der Zeit von 1958 bis 1990 wurden insgesamt 510 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, meistens in Form von Wohnblöcken, gebaut. Davon entfielen auf den staatlichen Wohnungsbau 255 Wohnungen; 222 Wohnungen wurden durch den genossenschaftlichen Wohnungsbau (AWG) errichtet und 33 Wohnungen erstellten die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG), die Zwischen­ genossenschaftliche Bauorganisation (ZBO) und die Zwischenbetriebliche Einrichtung (ZBE) Melioration. In der folgenden Übersicht wird dargestellt, wie sich die Wohnbebauung in der Neustadt von Beginn bis 1989 entwickelt hat:

-Friedensstr. 2- 30 ab 1958 in verschiedenen Jahren;

-Straße der Freundschaft, 5 Wohnblöcke mit Spitzdach (1963/66);

-Straße der Freundschaft Nr. 20-23, Block mit 32 Wohnungen und Nr. 24-26, Block mit 36 Wohnungen (1971/73);

-Str. der Freundschaft Nr. 27-32, 72 Wohnungen (1973/75);

-Str. der Freundschaft Nr. 33-38, 72 Wohnungen (1979/84);

– Mühlenbergstr. 1-8, 80 Wohnungen (1987/89)

Im Oktober 1993 feierte die Neue Lübecker Wohnungsbau-Genossenschaft n der Mühlenbergstraße Richtfest für das erste Wohngebäude (30 Wohnungen) in der Neustadt nach der Wende.“ Im Mai 1994 begannen die umfassenden Sarnierungsmaßnahmen der Wohnblöcke in der Neustadt.

In der Neustadt waren die Firmen Züplin AG ( 6 Häuser), Claas Bauträgergesellschaft (6Häuser) und Neue Lübecker Baugesellschaft (1 Haus) mit der Errichtung von Wohnhäusern beschäftigt,wodurch mehr als 100 Wohnungen entstanden im Jahr 1996/97. (Quelle: Stadt Crivitz,©2001)

Es ist schon seltsam, auf der einen Seite sollen schicke neue Häuser 2023/24 gebaut werden an der Umgehungsstraße und gegenüber in der Neustadt selbst wird der Leerstand immer größer und die Wohnungszustände verschlechtern sich, weil Instandsetzungen oder Modernisierungen fehlen! Und die öffentliche Infrastruktur stiefmütterlich behandelt wird!

Reihenhäuser Planung genüber der Neustadt

Diese gut fünf Hektar große Fläche wurde 1992 durch die Stadt erschlossen. Zwei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser sollten dort gebaut werden. Aber man darf nicht vergessen das die Stadt Crivitz dafür einen hohen Preis zahlte 5,7 Mio.DM  (2,914 Mio.€) von 1993  bis 2010 jährlich ca. 170.000,00€ Zinsen/Tilgung. Das gesamte Gebiet hat eine Größe von ca. 55.019,00 m2 das entspricht somit einen  Preis von ca. 52,97€ pro Quadratmeter für die   Herstellungskosten. 15-Sept.-22/P-headli.-cont.-red./183/58-22/CLA-20/20-22herabgewertet auf einen Gesamtrestwert auf ca. 1,175 Mio. € das entspricht einen Herstellungspreis  von ca. 21,37€ pro qm2. Da das Gebiet  war teilweise bereits mit Sträuchern und Büschen überwuchert, sogar Eidechsen hatten sich hier angesiedelt. Auch  mangelnde Pflege seit 2011 war hierfür eine Ursache. Zur Eröffnungsbilanz 2012 (Bekanntgabe am 03.08.2016) wurden diese Flächen mit einem Wert von 70 € pro m² bewertet. Vermutlich sind die  Kosten für das Gewebegebiet zusammen veranschlagt worden. Warum das ungenutzte Baugebiet mit einem so hohen Ersatzwert bilanziert wurde, kann nicht mehr nachvollzogen werden und muss als fehlerhaft betrachtet werden. „Als wir die Fläche 2012 bewerten mussten, haben wir einen Ersatzwert angesetzt, weil wir die tatsächlichen Erschließungskosten nicht mit einem vertretbaren Arbeitsaufwand im Archiv recherchieren konnten.(SVZ am 19.10.2018-erklärt René Witkowski, Chef der Abteilung Finanzen im Amt Crivitz).

Die sonstigen, tatsächlich genutzten Bauflächen (Vogelviertel aus 2010), wurden hingegen nur mit einem Wert von 38,40 € bilanziert. Um eine einheitliche Bewertung innerhalb des Stadtgebietes zu gewährleisten, wurde im Haushaltsjahr 2014 die Lindenallee auf einen Wert von 38,40 € pro m² herabbewertet. Gegenüber der SVZ sagte  die Bürgermeisterin damals: “Mir ist das ziemlich egal, was da auf dem Papier steht“, sagt Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm, die selbst in der Immobilienbranche arbeitet. „Ich bin glücklich, dass sich jetzt ein Interessent für eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern gefunden hat. Die Erschließungskosten bekommen wir sowieso nicht mehr herein. Und nur das Geld, das wir durch den Verkauf bekommen, hat die Stadt auch tatsächlich in der Tasche.“ (SVZ 19.10.2018) . Unterm Strich bleibt also eine Differenz von ca. 14,57€ pro m2 Verlust gegenüber den eigentlichen Herstellungskosten, das ergibt also einen Preisvorteil von ca. 800.000,00€ insgesamt. Ob die 38,40€ pro Quadratmeter nun auch der Preis sein wird für die zukünftigen Reihenhäuser oder ein mittleren Preissegment für die Mieten, bleibt abzuwarten?

Errichtung von bezahlbarem Wohnraum ist und bleibt eine wichtige kommunale Aufgabe! So sollte man vielmehr überlegen als Stadt Crivitz, wie man die Wohnverhältnisse in der Neustadt verbessern kann. Bezahlbarer Mietwohnungsneubau heißt vor allem Sozialmietwohnungen bauenWir brauchen mehr neue Wohnungen und mehr bezahlbare Wohnungen, und ein Mietrecht in der jetzigen Zeit, das den drastischen Anstieg der Miete stoppt.

Mieten

„In den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte konnten sich keine Mieterhöhungen durchsetzen. In der Mecklenburgischen Seenplatte wurden in MV die niedrigsten Wohnungsmieten berechnet – 5,50 Euro je Quadratmeter. Der Landkreis gehört damit zu den 21 Regionen in den neuen Ländern mit dem niedrigsten Mietniveau. Nach Corona-Pause steigen Mieten.Denn aufgrund der seit Anfang des Jahres gestiegenen Bauzinsen ist der Immobilienkauf für viele Menschen nicht mehr realisierbar. Die Nachfrage konzentriert sich folglich noch stärker auf den Mietmarkt, was sich weiter preistreibend auswirken dürfte“, prognostizieren sie. Auch in MV geht der Mietzins nach oben: Die sozialen Wohnungsgesellschaften haben vor Kurzem angekündigt, nach einer Corona-Pause die Mieten wieder zu erhöhen – in moderaten Schritten. (Quelle SVZ vom 06.09.2022)

Angesichts der jetzigen Situation in der Preisentwicklung zum Strom und Gas dürften sich die Situation zu den Mietnebenkostenabrechnungen sich bald spürbarer bemerkbar machen!

Immer mehr Kommunen geben bei Ausweisung von Bauland vor, dass mindestens 30 % der Neubauten von Investoren für preisgebundenen Wohnraum bereit zu stellen ist. Die energetische Gebäudesanierung wird auch in der Neustadt Crivitz bald ankommen und nochmals für eine intensive Kostensteigerung sorgen!

Es sollte eine Zweiteilung der Stadt in den wohlhabenden Alt,-See -und Randgebieten gegenüber der Crivitzer Neustadt vermieden werden, für die Zukunft!  Auch die Crivitzer “ Neustadt“ bedarf kräftiger Investitionen in Spielplätze, barrierefreie Gehwege, Straßen oder Grünanlagen! Ein Verständnis für diese Dringlichkeiten mit Mehrheiten in der Stadtvertretung muss aber hierfür erst einmal entwickelt werden! Vielleicht gibt es auch irgendwann mal ein Forum mit Experten, wo die „Neustadtentwicklung“ mit ihren Plattenbauten im Vordergrund steht und im besten Fall sogar einen zukünftigen Neustadtmanager! Jedoch für die Durchsetzung von später praktischen Bauplänen fehlt es am wichtigsten, nämlich am Geld; an einer mittelfristigen finanziellen Grundlage aus RÜCKLAGEN und LIQUIDITÄT der Stadt für Investitionen. Das ist aber leider nicht in Sicht! Auch nicht mittelfristg – bis zu drei Jahren – Ob da eine verzweifelte Suche nach Fördertöpfen hilft? Externer Rat von sachverständigen Architekten und geigneten Stadtplanern wäre dringend anzuraten!

Was meinen Sie? Was braucht die Crivitzer Neustadt? Weswegen ist es wichtig in der Neustadt zu investieren?

Rücktrittsforderungen an den Stadtvertreter *Alexander Gamm* nach dem Artikel von der SVZ!

08-April-22/P-headli.-cont.-red./145/20-22

„Treten Sie sofort zurück – Herr Alexander Gamm!“!!

Mit großem Entsetzen blickt die Welt auf die russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine. Zivilisten werden auf offener Straße hingerichtet, Raketen auf Flüchtlinge geschossen. Vom Netzwerk „Crivitz hilft“ werden zahlreiche Spenden gesammelt, um das Leid der Kriegsvertriebenen zu lindern. All das ist offenbar genug Anlass für den Crivitzer Stadtvertreter Alexander Gamm, seine uneingeschränkte Solidarität mit dem Kriegsverbrecher Putin zu demonstrieren. Nachdem die ukrainischen Kräfte die Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha aufgedeckt haben, fiel Herrn Alexander Gamm nichts anderes ein, als die zynischen Lügen der russischen Propaganda bei Facebook zu verbreiten.

„Die ideologische Verblendung von Herrn Alexander Gamm ( Auch als Paul Hermann in Facebook aktiv – und Ehemann der Bürgermeisterin Frau Britta Brusch Gamm) ist unfassbar“, empört sich Normund Behning, „Deutlicher kann man eine moralische Bankrotterklärung nicht abgeben. Wer sich auf die Seite eines Kriegsverbrechers schlägt, hat in der Kommunalpolitik nichts zu suchen. Alexander Gamm ist beschämend für die Stadt Crivitz. Ich fordere seinen sofortigen Rückzug aus der Stadtvertretung!“

Alexander Gamm ( auch als Paul Hermann in Facebook unterwegs) ist nicht nur Ehemann der Crivitzer Bürgermeisterin Britta Brusch-Gamm, sondern auch Wortführer einer Koalition in der Crivitzer Stadtvertretung. Er schart eine Reihe von Anhängern um sich herum.. „So ein Mann darf nicht so viel Macht haben“, fordert Herr Behning.

„Crivitz ist im Würgegriff eines Alt-Kommunisten, der offenbar versucht, den schlimmsten Krieg in Europa seit 1945 und die grausamen Kriegsverbrechen russischer Soldaten auf geradezu perfide Art und Weise zu verharmlosen. Ich fordere hierzu eine öffentliche Entschuldigung der Bürgermeisterin.“

Die Crivitzer Bevölkerung hat lange für die Geburtsklinik gekämpft, während Putin in der Ukraine Geburtskliniken bombardiert und Schwangere und Kinder ermordet. Der russische Angriffskrieg hat schon viele tausend Menschenleben gekostet. Zugleich spüren wir auch in Deutschland unmittelbar die Auswirkungen der russischen Aggression durch explodierende Lebensmittel- und Energiepreise. „Und in dieser Situation kommt das eindeutige Bekenntnis von Alexander Gamm zu Putin.

Das ist Schlag ins Gesicht aller Ukrainer und aller aufrechten Bürger von Crivitz“, stellte Herr Behning fest.

Präventionsgruppe *eine lose Gruppe*! Bildungsausschuss der Stadt wird ausgebremst!

21-Febr.-22/P-headli.-cont.-red./140/15-22

Ratlosigkeit im Bildungsausschuss!

Die Einschätzung des Vors. des Bildungsausschusses Herrn Jörg Wurlich in der Sitzung am 13.12.2021 in der Sitzung- per Videokonferenz- viel klar und deutlich aus, nach einem Treffen mit den Mitgliedern des Ausschusses und der Präventionsgruppe Crivitz. Der Hintergrund des Treffens war ein Antrag der Opposition seit Anfang Mai 2021, zwecks Gründung eines Präventionsrates mit einer dazugehörigen

Geschäftsordnung. Pandemiebedingt traf man sich im Spätherbst 2021. Seit 2015 gibt es in der Stadt Crivitz keinen Beschluss zur Gründung einer Präventionsgruppe oder Rat. Die jetzigen Mitglieder sind Handverlesen von der Bürgermeisterin! Demzufolge war der Oppositionsantrag nur folgerichtig ein Rat mit Verantwortlichkeiten und eigener  Ordnung einzurichten. Dem Bildungsausschuss der Stadt Crivitz ist das Thema Prävention seit 2015 zugeordnet. Dagegen sträubt man sich nun!

Es war schon einerseits sehr mutig von Herrn Jörg Wurlich aber andererseits auch erschütternd als er zum Treffen einschätzte:“ Die Präventionsgruppe eine lose Gruppe und möchte sich nach nichts richten.“Sie akzeptieren nur die Bürgermeisterin Frau Britta Brusch Gamm“. Über diese Einschätzung waren alle Anwesenden erst einmal sprachlos. Als dann auch noch ein Mitglied des Bildungsausschusses Herr Rüdiger Leo *sachlich* berichtete dass bei dem Treffen ein* Ein Mangel an  Demokratieverständnis zu spüren war  von Herrn Ulrich Unger und Herrn Thomas Lemmler* wurde die Brisanz des Thema’s deutlich und zur Sprach-losigkeit kam noch Entsetzen hinzu! Im vorläufigen Protokoll steht dazu nur lapidar: „Festzuhalten ist, dass die Wortwahl und Argumentation von Herrn Unger und Herr Lemmler nicht angebracht war.“ Dieses  scharmant formulierte Statement lässt vieles erahnen! Nun war allen Anwesenden auf der Sitzung klar, dass der Bildungsausschuss der Stadt Crivitz keinerlei Einfluss mehr auf diese Gruppe hat. Die Kommunale Prävention hat das Ziel, einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bürger zu leisten sowie das soziale Klima mit geeigneten und zielgerichteten Maßnahmen in der Stadt Crivitz positiv zu beeinflussen. Sie soll verhütenmindern oder – Folgen gering halten!

Fazit: Zur Ehrenrettung von Herrn Wurlich muss man sagen dass er durch das mutige Eingeständnis der tatsächlichen Situation, den richtigen Schritt eingeleitet hat. Man wolle noch einmal reden mit dieser Präventions-gruppe, so Herr Jörg Wurlich. Aber ob das noch hilft? Lobenswert ist dieser Versuch  auf jeden Fall! Eine generelle Weigerung, gerade bei dem Thema Prävention, sich keinerlei Regeln zu geben, als handelnde *Gruppe* oder *RAT*  mit einer klare Aufgabenverteilung und  Verantwortlichkeit ist unverständlich und fahrlässig.

Kommentar: Es ist eigentlich Unverständlich das bei solch einem wichtigen Thema wie Prävention – man sich nicht organisieren will und als *lose Gruppe, ohne Regeln* agieren will!

„Crivitz mittendrin – Auf der Spur der Fische“!

09.Dez.-21/P-headli.-cont.-red./120/70-21

Projekt von Crivitz? Woher der Name wohl kommt?

Der Marktplatz von Crivitz

Was wir nicht wissen erklärt uns vorzüglich jetzt die SVZ vom 07.12.2021! Es ist schon erstaunlich das  kurz nach der Sitzung der Stadtvertretersitzung Crivitz am 06.12.2021 recherchiert wird nun plötzlich und unerwartet eine Redakteurin der SVZ (Nadja Hoffmann) erklärt was dahinter steckt! Nun, das ist sehr lobenswert von der Redakteurin und auch tüchtig aber nachlesen in den Ausschüssen der Stadtvertretung kann man diese gesamten Ideen Informationen alle nicht. Warum wohl nicht?!

Das Kuriosum daran ist nur, das einerseits von dieser Absicht niemand von den Abgeordneten am 25.10.2021 zur Sitzung der Stadtvertretung Crivitz vorher etwas wusste oder besprochen wurde, geschweige denn in den Ausschüssen darüber diskutiert wurde oder ein Meinungsaustausch stattfand! Denn andererseits wurde ein Fördermittelantrag bereits am 15.10.2021 für den „Citymanager“ beim Wirtschaftsministerium durch die Bürgermeisterin eingereicht, das habe Sie so entschieden wurde als Begründung genannt!!!

Nun, also warum sollen also auch die Abgeordneten darüber noch reden wenn sowieso schon vorher alles  entschieden wurde und nur noch verkündet werden muss!!  Somit wurde der Antrag der Bürgermeisterin nur noch „ pro forma“ von CWG und Linke abgehandelt und mit ihrer Mehrheit beschlossen, nun ja, es ist ja alles durch die Chefin schon organisiert und geregelt! Nun, so erklärt uns nun die SVZ was alles da so hinter versteckt!

Was wird denn nun ausgesagt in dem Bericht der SVZ?

So heißt es „Crivitz will mit neuen Konzepten Innenstadt beleben- Annas Laden aus Crivitz wurde erst kürzlich beim IHK-Wettbewerb „Erfolgsraum Altstadt“ für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung ausgezeichnet. Doch nicht alle Unternehmen der Stadt sind so gut durch die Pandemie gekommen.“(SVZ -08.12.2021)

Wäre es denn nicht viel besser gewesen eine allgemeine Umfrage bei den betroffenen Unternehmen der Stadt zu machen, als nur bei den Erfolgreichen? Es wurde auch festgestellt „Beispielsweise würden viele Leute durch die Umgehungsstraße nicht mehr durch die Stadt fahren und dort die Einkaufsmöglichkeiten nutzen, so die Bürgermeisterin.“(SVZ -08.12.2021). Ist es wirklich so, dass es weniger Besucher in der Stadt durch die Umgehungsstraße gibt, was meinen denn die ansässigen Unternehmen? Oder sind es nicht die fehelenden Parkplätze und Verkehrskonzepte die der Stadt Crivitz fehlen?

„Dieses Vorhaben muss aber leider noch warten“, so Britta Brusch-Gamm und verweist auf die dringlicheren Baumaßnahmen, die erst einmal in der Stadt umgesetzt werden müssen“(SVZ – 08.12.2021). Welche dringlichen Baumaßnahmen es denn nun sein sollen für 4,6 Mill. € wird man erst am 21.02.2022 erfahren, wenn der Haushalt vorliegt und die Projekte – Marktplatz oder Parkraumkonzept oder SPAR-Markt Fläche bis 2024 warten müssen!

Was ist denn nun mit den Fischen gemeint!

„Crivitz mittendrin – Auf der Spur der Fische“ dazu konnten wir leider noch nicht viel in Erfahrung bringen, aber es könnte mit der Umgestaltung des angedachten neuen Marktplatzes zusammenhängen?

Was ist neu an Erkenntnissen gemäß der SVZ?

Neu ist, das es ein „Workshops in einem Stadtforum für die Unternehmen um gemeinsam eine Zukunftsstrategie für die Stärkung des Stadtkerns“ geben soll und  „eine eigene Marke für die Stadt zu entwickeln“ werden soll. Darüber hinaus soll es ein „Flyer, ein Imagefilm und Wegweiser für den historischen Stadtspaziergang“, eine „jährliche Stadtmesse“ sowie einen  „Shuttleservice könnte die Außen- mit der Innenstadt verbinden- BÜRGERBUSS“. Schön das man das alles erst aus der Presse erfährt!

Was soll denn nun der City Manger nicht mehr machen?

Nun, gegenüber dem Beschluss der Stadtvertretung soll jetzt der City Manger (laut Ausschreibung) sich nicht mehr um „die Umnutzung der Abrissfläche des „Spar“ –Marktes“ und „eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt“ kümmern?! Aber neu ist, er bekommt anstatt 20 Wochenstunden nun 10 Stunden mehr in der Bibliothek und im Bürgerhaus! Warum das so ist, ist nicht bekannt? Vielleicht sind ja die Mitarbeiter in der Bibliothek und Bürgerhaus überlastet?

Inhalt der Ausschreibung / Aufgaben/ Anforderungen und Verdienst des City-Manager (m/w/d) ? -City-Manager (m/w/d) für Crivitz gesucht! bis zum 20.12.2021!

Stellenausschreibung in der Stadt ! Die Stelle ist vom 01.01.2022 befristet bis zum 31.12.2023 mit 20 Wochenstunden zu besetzen und wird gefördert von dem Programm“ Re-Start Lebendige Innenstädte in MV“ Es besteht die Möglichkeit, die Stelle um 10 Wochenstunden in der Bibliothek und im Bürgerhaus aufzustocken. Die Vergütung erfolgt nach TVöD Entgeltgruppe 6. Also dann für 30 Wochenstunden ca. Brutto= 2000,00 €  /ca. Netto = 1435.46 €!!! (30 Tage Tarifurlaub, Jahressonderzahlung & eine betriebliche Altersversorgung – eine tarifgemäße Berücksichtigung Ihrer Berufserfahrung)

Aufgaben?

-Stärkung der innenstädtischen Entwicklung durch Schaffung von Besuchermagneten;

-Stabilisierung des Einzelhandels im Ortszentrum;

-Vernetzung von kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Angeboten und deren gemeinsame Vermarktung (Events und Marketing);

-Organisation der Stadtmesse

-Mitarbeit an der Weiterentwicklung und Ausgestaltung des historischen Stadtrundgangs

– Beteiligung an Workshops zur Innenstadtgestaltung

Anforderungen!

-abgeschlossene Berufsausbildung, möglichst im kaufmännischen Bereich

möglichst mehrjährige Erfahrung im Event-Management, Öffentlichkeitsarbeit oder projektbezogener Arbeit

-Kenntnisse der lokalen Wirtschaft sind von Vorteil

-selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten

-Organisationstalent, Verhandlungsgeschick und eine hohe Kommunikationskompetenz

-Teamfähigkeit, Flexibilität und Engagement

-Bereitschaft zur Arbeitszeitverlagerung, Bereitschaftsdienst

-PKW Führerschein

Fazit:

Wir bedanken uns bei der Redakteurin der SVZ, so dass wir jetzt erst einmal wissen was so alles geplant ist. Anscheinend hat  sie einen direkten heißen Draht zur Stadtspitze! Schöner wäre es gewesen, wenn die Abgeordneten von diesen Planungen und Konzepten Kenntnis hätten und was sich alles dahinter verbirgt und noch viel schöner wäre es, wenn es darüber erst einmal ein Meinungsaustausch in den Ausschüssen der Stadt gegeben hätte!!! Natürlich wohnt jeden neuen Anfang ein Zauber Inne, aber ebenda auch der Keim des Abschiedes.  Demokratie ist immer Verantwortung auf Zeit und das ist ein wichtiges Prinzip aus gutem Grund. Darum sollte man auch neue Ideen, aus der Verantwortung heraus, erst einmal gemeinsam beraten und in den  Meinungsaustausch eintreten.

Der „Schaukasten“ und der Marktplatz in Crivitz!

10.Nov.-21/P-headli.-cont.-red./116/66-21

Nun, bei aller Aufmerksamkeit zu diesem Thema, stellt sich hier jetzt die Frage: Will etwa der „Schaukasten“ nun Citymanager in der Stadt Crivitz werden?“ Das würde aus der Logik der Fragestellungen hervorgehen!!!! Der „funktional“ agierende sog. Schaukasten hat gefragt: Wie es mit den Plänen Nutzung der Crivitzer Marktes aussieht? Nun einerseits müssten die handelnden Personen hinter dem Schaukasten eigentlich die Antwort wissen. da sie selbst noch 2020 innerhalb der Stadtvertretung tätig waren! Die damalige Antwort dazu war:“ natürlich gibt es einen Bürgertermin……wir entwickeln verschiedene Konzepte und stellen sie vor ….auf dem alten Sparmarkt soll als erstes eine Parkmöglichkeit geschaffen werden, das ist doch selbstverständlich der 1. Schritt“ soweit nur die damaligen Antworten von den handelnden Personen hinter dem Schaukasten.

Und andererseits ist auch klar das die sog. „Markt-Entwicklungsgruppe“, wer auch immer dort tätig sein soll, seit November 2019 nicht mehr betriebsam war ( außer einem Vorentwurf vom 18.01.2020 eines bekannten Architekten und der Ankündigung nach der Suche nach Fördermittel!) seitdem sind fast zwei Jahre vergangen. Nun, zur Verteidigung wäre anzubringen das es allgemein bekannt ist, das die vielen Investitionsprojekte in Crivitz – wie „ Kita, Amtsstraße, Grundschule, Kreativhaus, Arboretum, Feuerwehrhaus-Wessin, barrierefreier Umbau der gesamten Bushaltestellen in Crivitz, Sportplatz Grundschule, Regenentwässerung-Parchimer Straße usw. ….usw“…..somit wenig finanzielle Spielräume lassen für einen umfangreichen Umbau des Marktplatzes oder Bau eines „Springbrunnen“. Warum also diese Fragestellungen von den Akteuren des Schaukasten ? Das Ganze wird noch begleitet von Corona und die jetzige Corona – Situation dürfte sich erst ab Ostern 2022 abschwächen und deshalb sollte man andere Prioritäten setzen im Investitionsbereich bis Ende 2022/23 und begonnene geplante Bauprojekte zuerst beenden !!

Gestaltungsvariante zum neuen Markt

Außerdem hat die Bürgermeisterin doch bekanntlich den zukünftigen CITYMANAGER der Stadt Crivitz 2022……mit folgen Aufgaben betreut:

1.- Widerbelebung des Einzelhandels sowie einer Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.

2.- Workshops zur Innenstadt-gestaltung und Umnutzung der Abrissfläche des „Spar“ –Marktes.

3.- „historische Stadtrundgänge“,……….auch Budget wird dem Citymanager zur Verfügung gestellt laut Ministerium.

Soviel nur als Info auf die vielen Fragen vom sog. „Schaukasten“? Nicht unerwähnt sollte man lassen das die Opposition mehrere Anträge/ Vorschläge in der Stadtvertretung gestellt haben zum Umbau/Nutzung der Freifläche „alten Sparmarkt“ – diese wurden alle von der CWG und LINKEN abgelehnt. Das Gleiche ist mit Vorschlägen zum Marktplatz auch passiert. Kann man alles schon lange nachlesen in den Protokollen.

Seit fast 7 Jahren existieren in der Stadt Crivitz ca.15 Arbeitskreise !

01-Juli-21/P-headli.-cont.-red./95/44-21

Seit fast 7 Jahren existieren in der Stadt Crivitz

15 Arbeitskreise?

Der Titel sagt schon alles. Die Stadt Crivitz hat angeblich bis zu 15 Arbeitskreise. Hier nur einige Beispiele in ungeordneter Reihenfolge !!!…..

– 1.- Ordnung und Sauberkeit

 -2.- Krankenhaus/Geburtenstation

– 3.-Stadtentwicklung

– 4.-Reinigung

– 5.-Tourismus

– 6.-Radwege

– 7.-Bauhof

– 8.-Kita

– 9.-Schulen(Grund-und Regionale Schule)

– 10.-Windkrakft

– 11.-Kultur/Event

– 12.- Regenwasser

– 13.-Marktplatz

– 14.-Wald

– 15.-Senioren/Behindertenbeirat

Und bald gibt es bestimmt noch mehr! Alle Arbeitskreise sind zu entnehmen aus den Berichten der Bürgermeisterin und der Ausschusssitzungen der letzten sieben Jahre. Der überwiegende Teil besteht aus Stadtvertretern und sachkundigen Einwohnern der CWG und LINKEN. Und bei jeder Berichterstattung oder vor jeder problematischen und kontroversen Entscheidungsfindung  in der Stadtvertretung entsteht plötzlich ein neuer Arbeitskreis, so wie zuletzt der Arbeitskreis Senioren-und Behindertenbeirat!! Eine genaue Aufstellung der Mitglieder/ Ziele / Inhalte /Tagungen oder Ergebnisse bleiben im Verborgenen.

Fazit: Es ist nicht entscheidend wie viele Arbeitskreise man bildet, sondern dass man mindestens einen Arbeitskreis angemessen und öffentlich betreibt, berichtet und zum Erfolg führt!

apropos „Führen“…… alle o. g.  Arbeitskreise führt höchstwahrscheinlich die Bürgermeisterin als oberste Dienstherrin oder hat Sie die Oberaufsicht! Ihren Augen entgeht nichts!

Eine zögerliche, öffentliche Entschuldigung eines Abgeordneten am 23.02.2021, aufgrund ungebührlichen Verhaltens

09-März-21/P-headli.-cont.-red./59/8-21

Eine zögerliche, öffentliche Entschuldigung eines Abgeordneten ( Herr Alexander Gamm – Fraktion die LINKE/Heine – auch in Facebook unter Paul Hermann unterwegs) am 23.02.2021 , aufgrund ungebührlichen Verhaltens in der Sitzung vom 07.12.2020, nach mehrmaligen Aufforderungen durch die Betroffenen.

Auf ein ungebührliches Verhalten eines Abgeordneten auf der Stadtvertretersitzung der Stadt Crivitz am 07.12.2020 erfolgte nun am 23.02.2021  im Nachgang, und nach vorheriger Aufforderung der Betroffenen, zum ersten Male, und zum Erstaunen aller Anwesenden und Einwohner,  eine öffentliche Entschuldigung des Abgeordneten.

Es ist das erste Mal das dieser o.g. Abgeordnete sich öffentlich entschuldigt hatte in den letzten sechs Jahren. Wahrscheinlich war der Anlass erstmals hierzu, dass die betroffenen Abgeordneten am 07.12.2020 eine genaue Protokollaufzeichnung verlangt hatten, um weitere strafrechtliche Schritte geltend machen zu können und um dann im Weitern gegen dieses ungebührliche Verhalten verwaltungsrechtlich vorzugehen.  

Um dieser Situation zuvor zu kommen, entschuldigte sich der o.g. Abgeordnete lieber öffentlich. Aber erst nach dem er dazu aufgefordert worden war von den Betroffenen, die nun wirklich strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Schritte ankündigten und einleiten wollten. Das muss wohl dann doch zu viel gewesen sein für den Abgeordneten und so kam dann plötzlich doch noch die zögerliche Entschuldigung.

Es ist nicht das erste Mal das der o.g. Abgeordnete eine ungebührliches Verhalten in Sitzungen der Stadt Crivitz an dem Tag legte, in dieser und in der letzten Legislaturperiode.

Schon früher kam es hin und wieder zu ungebührlichen Verhalten seitens des Abgeordneten, an dieser Stelle seien hier nur einige relevante Beispiele genannt, da sonst die Textzeilen nicht ausreichen würden um auf alles genau eingehen zu können.

Zum Beispiel am 04.11.2015  gegenüber einer Protokollantin; am 25.01.2016 gegenüber einem Abgeordneten; am 07.11.2016 gegenüber der damaligen Amtsvorsteherin; am 29.05.2017 gegenüber den Antragstellern; 2018 war es dann etwas ruhig, wegen der Abberufung aus sämtlichen Ausschüssen der Crivitzer Stadtvertretung und dem Amtsausschuss Crivitz und 2019 war es ebenfalls ruhig ,wegen der bevorstehenden Kommunalwahl;  aber ab 2020 ging es dann weiter, am 17.02.2020 gegenüber den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Crivitz; und jüngst am 07.12.2020 gegenüber zwei Abgeordneten und usw….usw….es sind ja noch drei Jahre  Zeit …..

Hier liegt eine krasse Entgleisung des Abgeordneten vor, die von einem besonderen aggressiven Verhalten gegenüber dem anderen Mandatsträger getragen ist (vgl. Hess VGH – 6 TG 3696/89 -, NVwz- RR 1990 S. 371, 372; OVG Lüneburg – 2 B 61/86 -, HSGZ 1987 S. 464,465f.).

Alle diese o.g. Verhaltensweisen führten durch das Wahrnehmen des Ermessen der Versammlungsleitung zu keinerlei  Handlungsweisen gegenüber dem Abgeordneten, außer zuletzt am 23.02.2021.  Wenn es ein Maß für o.g. Verhaltensweisen geben würden, so wäre es schon längst über die Bemessungsgrenzen hinaus überschritten worden. Chancen seit dem 29.05.2017 gab es genug sich zu entschuldigen, warum also erst in der 3. Dekade des 21. Jahrhundert, ist da etwa ein Erkenntnisprozess vollzogen oder ist es nur Wahlkampf ?

Durch die Versammlungsleiterin, Bürgermeisterin (Ehefrau des Abgeordneten) erfolgten keinerlei Ordnungsmaßnahmen wie einen Sachruf oder Rüge mit Ordnungsruf oder Wortentzug. Hieraus ergibt sich schon für die Sitzungen in der Stadtvertretung eine Befangenheit in der Versammlungsleitung.

Die Versammlungsleiterin hat eigentlich die Sitzung objektiv und unparteiisch wahrzunehmen.

Es ist Sache der Versammlungsleitung  bzw. des Gremiums (Sitzung der Stadtvertretung oder Ausschüsse), sich um diese Angelegenheit zu kümmern, da es das Internum eines Selbstverwaltungsorgans betrifft. Die Bürgermeisterin hat dazu gemäß §39 Abs. 2 KV-MV den Vorsitz der Gemeindevertretung/Stadtvertretung wahrzunehmen und ist für die Aufrechterhaltung der Ordnung in den Sitzungen verantwortlich. Die Geschäftsordnung der Stadt Crivitz regelt dazu im § 10 Ordnungsmaßnahme innerhalb der Sitzung und im § 11 Ordnungsmaßnahmen gegen Zuhörer.

Wenn es um Ordnungsmaßnahmen gegenüber anderen Abgeordneten der Sitzung  der Stadtvertretung geht oder gegen Einwohner in der Einwohnerfragestunde, da handelt die Versammlungsleiterin/ Bürgermeisterin  schnell und häufig über das Maß hinaus, durch Wortentzug oder Maßregelungen, aber wenn es gegen bzw. um die Abgeordneten in der eigene Familie geht, hält man sich ständig großzügig zurück.

Durch die dortigen Formulierungen „kann“ liegt es immer allerdings im ERMESSEN der Bürgermeisterin entsprechend einzuschreiten.

Ungebührliches Verhalten liegt vor, wenn sich ein Gemeindevertreter in einer Art und Weise anderen Mandatsträgern gegenüber benimmt, die für ein gedeihliches Miteinander nicht mehr hinnehmbar sind. Hierzu können Beschimpfungen oder Beleidigungen anderer Gemeindevertreter oder der Verwaltungsleitung gehören (vgl.  OVG Lüneburg – 2 B 61/86 -,C HSGZ 1987 S.464, 465f.; VG Frankfurt – VII/2 G1798/91 -, HSGZ 1991 S. 490,491).

Fazit: Das nennt man dann KULANZ in eigener Sache!!!!