Finanzkollaps in Crivitz 2026: Jetzt zahlen die Bürger den Preis!

16.April-2026 /P-headli.-cont.-red./482[163(38-22)]/CLA-318/07-2026

Seit Jahren haben viele Bürgerinnen und Bürger gespürt, dass etwas nicht stimmt. Entscheidungen wurden getroffen, deren finanzpolitische Folgen man damals nicht sehen wollte oder nicht sehen konnte. Heute liegen diese Folgen dieser finanziellen Fehlentscheidungen durch die damalige CWG- Crivitz dominierten Mehrheiten offen vor uns – unausweichlich, unübersehbar.  Vor der Kommunalwahl 2024 wurden Projekte für die Jahre 2025 bis 2027 beschlossen – mit Ermächtigungen von bis zu zwei Millionen Euro. Zu jedem dieser Vorhaben gehören erhebliche finanzielle Eigenanteile, die die Stadt heute nicht mehr aus eigener Kraft tragen kann.

Die Folgen dieser Entwicklung liegen nun offen vor uns – unausweichlich, unübersehbar. Die Finanzkrise ist nicht länger eine abstrakte Zahl in einem Bericht, sondern Realität, die unseren Alltag, unsere Stadt und unsere Zukunft berührt. Sie ist nicht plötzlich über Crivitz hereingebrochen. Sie ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung, in der Warnsignale übersehen, Hinweise ignoriert und strukturelle Probleme nicht angegangen wurden.

Während Steuern erhöht, Gebühren angehoben und Belastungen für Bürger und Unternehmen ausgeweitet wurden, wuchsen die Ausgaben still und rasant – schneller als die Einnahmen. Es wurde zu wenig gefragt, zu wenig hinterfragt, zu wenig geprüft. Kritik war unerwünscht und wurde häufig beiseitegeschoben. Die Warnungen des Rechnungsprüfungsamtes von 2021 bis 2025 waren deutlich, doch sie führten nicht zu einem Wendepunkt.

Ein Satz aus der Verwaltung im Amt Crivitz bringt die Lage auf den Punkt. Der Amtsleiter für Finanzen, Rene Wittkowski, formulierte es unmissverständlich: „Wer noch von dieser Situation überrascht ist, hat Jahre zuvor gepennt.“ 💣😟 Eine Aussage, die verdeutlicht, dass die Probleme nicht plötzlich entstanden sind – und dass die Warnsignale über lange Zeit sichtbar waren.

Nun steht Crivitz vor einem Monat, der alles verändern könnte. Noch vor wenigen Tagen wurde öffentlich, dass die Stadt ihre Rechnungen kaum noch bezahlen kann. Die Stadtkasse warnte vor einem Finanzmittelfehlbetrag von –1,83 Millionen Euro, während über eine Million Euro an Zahlungen bis Ende April anstehen – bei nur geringen erwarteten Einnahmen. Spätestens in diesem Moment war klar, dass die finanzielle Notlage nicht länger zu übersehen ist.

Doch was jetzt geschieht, verleiht der Krise eine neue Brisanz – eine Dramatik, die viele Bürger fassungslos zurücklässt.

Mit der Veröffentlichung der Tagesordnung für die Stadtvertretungssitzung am 23. April 2026 wird deutlich: Die Stadtspitze plant Steuererhöhungen – sofort, ohne Vorberatung, ohne Ausschussberatungen, ohne öffentliche Diskussion. Ein Schritt, der zeigt, wie ernst die Lage ist – und wie wenig Zeit offenbar bleibt.

Die Beschlussvorlage zeigt die Dimension:

  • Grundsteuer B: von 543 % auf 550–570 %
  • Grundsteuer A: von 284 % auf 338–588 %
  • Gewerbesteuer: von 390 % auf 395–410 %

Diese Zahlen stehen schwarz auf weiß in der Vorlage – und sie treffen direkt die Bürgerinnen und Bürger, die Grundstücksbesitzer, Vermieter und Unternehmen. Für viele wirkt es wie ein Paukenschlag: Kaum eine Woche nach der Offenlegung der Zahlungsprobleme sollen nun die Steuern steigen.

Gleichzeitig treffen Entwicklungen aufeinander, die sich gegenseitig verstärken:

  • – eine Stadt, die ihre Rechnungen kaum noch bezahlen kann,
  • – ein Haushalt, der seit Monaten nicht beschlossen ist,
  • – eine vorläufige Haushaltsführung, die sich weiter hinziehen kann,
  • – alte Verpflichtungen, die jetzt durchschlagen,
  • – und als erste Maßnahme: Steuererhöhungenohne Vorlauf, ohne Debatte.

Damit stellt sich eine Frage, die viele Bürger bewegt: Warum greift man erneut zuerst zu Steuererhöhungen – einem Instrument, das seit Jahren angewandt wird –, bevor man die eigentlichen Ursachen angeht?

Zumal Crivitz bereits heute zu den Gemeinden mit den höchsten Steuersätzen im gesamten Amtsbereich gehört. Die Stadt hat kein Einnahmenproblem – sie hat seit Jahren ein Ausgabenproblem.

Ein Blick auf die Entwicklung der Verwaltung zeigt das deutlich: Die Mitarbeiterzahl der Stadtverwaltung ist von 47 im Jahr 2014 auf 127 im Jahr 2026 gestiegen. Die Personalkosten wuchsen von 2,1 Mio. € auf rund 5,2 Mio. €.

Die Steuereinnahmen stiegen im selben Zeitraum zwar von 2,4 Mio. € auf etwa 4,2 Mio. €, doch sie decken im Jahr 2026 nicht einmal mehr die Personalkosten.

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die strukturellen Probleme sind tief, sie sind alt – und sie sind hausgemacht.

Der April 2026 ist ein Monat, in dem Crivitz die Wahrheit einholt. Ein Monat, in dem sichtbar wird, dass die Rechnung für die vergangenen Jahre nun erneut bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Ein Monat, der darüber entscheidet, ob Crivitz den Weg zurück in die Stabilität findet – oder weiter in die finanzielle Dunkelheit rutscht.

Fazit

Die Wahrheit ist unbequem – aber sie gehört auf den Tisch!