😱 Crivitz 2026: Wenn das Sparen verlernt wurde, zahlen alle anderen die Zeche!

18.Mai-2026 /P-headli.-cont.-red./485[163(38-22)]/CLA-321/10-2026

Crivitz 2026: Wenn die Ausgaben explodieren und die politische Verantwortung sinkt!🙄

Es gibt politische Momente, die wirken wie aus einem StĂŒck, das man schon zu oft gesehen hat: Man weiß, was kommen mĂŒsste, man weiß, was richtig wĂ€re – und trotzdem entscheidet die Mehrheit anders. Genau so ein Moment spielte sich im Haupt- und Finanzausschuss ab, jenem Gremium, das in Crivitz lĂ€ngst nicht nur verwaltet, sondern die Richtung vorgibt. Dort, wo die CWG Crivitz seit Jahren die Mehrheit hĂ€lt, wurde im Mai 2026 eine Entscheidung getroffen, die man als „richtungsweisend“ bezeichnet – obwohl sie in Wahrheit nur zeigt, wie sehr man die Richtung verloren hat. Und genau an diesem Punkt beginnt das eigentliche Problem: Denn statt innezuhalten, statt die Ursachen zu prĂŒfen, statt Verantwortung zu ĂŒbernehmen, griff man reflexartig zu einer Maßnahme, die lĂ€ngst zum politischen Automatismus geworden ist.

Ergebnishaushalt 2026

  • ErtrĂ€ge: 11.786.000 €
  • Aufwendungen: 13.291.900 €
  • Jahresfehlbetrag vor RĂŒcklagen: –1.505.900 €
  • Nach RĂŒcklagenentnahme verbleibt einFehlbetragin Höhe von : –996.000 €

Finanzhaushalt 2026

  • Laufende Einzahlungen: 11.178.100 €
  • Laufende Auszahlungen: 12.283.200 €
  • ein jahresbezogener Saldo von: –1.105.100 €

Denn als erste Maßnahme zur BewĂ€ltigung eines Haushalts, der im Jahr 2026 ein Jahresergebnis von –996.000 € im Ergebnishaushalt und ein Defizit von –1.105.100 € im Finanzhaushalt ausweist, beschloss der Ausschuss nicht etwa Sparmaßnahmen, keine Ausgabenkontrolle, keine strukturellen Korrekturen – sondern eine sofortige, rĂŒckwirkende Steuererhöhung ab dem 01.01.2026. Zahlen, die nicht nur alarmieren, sondern eigentlich jede politische Routine zum Stillstand bringen mĂŒssten. Und das Bemerkenswerte daran ist nicht nur der Inhalt, sondern die politische Begleitmusik: Ausgerechnet die CDU‑Fraktion und das BĂŒndnis fĂŒr Crivitz, die seit Monaten betonen, man mĂŒsse endlich die Ausgaben in den Blick nehmen, haben dieser Maßnahme zugestimmt.

LiquiditÀt

  • Saldo 
 zum 31.12. des Haushaltsjahres: -501.906,71

Damit haben ausgerechnet jene Fraktionen, die sich selbst als AnwĂ€lte der Steuerzahler, der mittelstĂ€ndischen Betriebe und der lĂ€ndlichen RĂ€ume darstellen, als erste zugestimmt, genau diese Gruppen stĂ€rker zu belasten. Das ist nicht nur ein politischer Widerspruch – es ist ein stiller Bruch mit dem eigenen Wahlklientel. Man könnte meinen, sie hĂ€tten den Überblick verloren. Oder die Geduld. Oder ihr Wahlklientel. Vielleicht alles zusammen. Es wirkt fast, als hĂ€tten Fraktionen zu lange im politischen Sonnenlicht gestanden, dass ihnen die Zahlen nicht mehr klar vor Augen standen – oder als hĂ€tten sie vergessen, dass sie eigentlich angetreten waren, um die Ursachen zu bekĂ€mpfen, nicht die Symptome.

Und was kommt danach? Die Defizite der Folgejahre im

Ergebnishaushalt
‱ 2027: –837.900 €
‱ 2028: –599.100 €
‱ 2029: –647.500 €

Die Defizite der Folgejahre im Finanzhaushalt:
‱ 2027: –888.400 €
‱ 2028: –1.004.200 €
‱ 2029: –695.100 €

Denn wer die Haushaltslage wirklich kennt, der mĂŒsste reflexartig sagen: „Wir mĂŒssen sparen.“ Doch stattdessen kam: „Wir erhöhen die Steuern – sofort und rĂŒckwirkend.“ Eine Entscheidung, die nicht nach Verantwortung klingt, sondern nach Erschöpfung. Man könnte es ehrlich formulieren: Die Opposition hat sich ĂŒberreden lassen, ein Pflaster auf eine Wunde zu kleben, die lĂ€ngst operiert werden mĂŒsste – mit anschließender Reha.Und genau hier beginnt das eigentliche Drama. Die Stadt Crivitz steht an einem Punkt, an dem sich die Wahrheit nicht lĂ€nger verstecken lĂ€sst. Der Entwurf Haushaltsplan 2026 zeigt ein Bild, das nicht mehr weichgezeichnet werden kann: Die Stadt gibt seit Jahren mehr aus, als sie einnimmt. Die RĂŒcklagen sind 2025 vollstĂ€ndig aufgebraucht. Ab 2027 ist ein Haushaltsausgleich nicht mehr möglich. Die LiquiditĂ€t rutscht in den Folgejahren weiter ins Minus:

Die Entwicklung der Folgejahre fĂŒr die LiquiditĂ€t:

‱ 2026: –501.906,71 €
‱ 2027: –1.390.306,71 €
‱ 2028: –2.394.506,71 €
‱ 2029: –3.089.606,71 €

Und doch ist die erste Maßnahme, die man ergreift, keine Ausgabenkontrolle, keine StrukturprĂŒfung, kein Sparen. Nein – die erste Maßnahme sind wieder Steuererhöhungen.
Die Grundsteuer A steigt auf 400 %, die Gewerbesteuer auf 400 %. Und hier muss man die Zahlen klar benennen:

‱ Mehrertrag Grundsteuer A: 61.600 € (statt 42.100 €)
‱ Mehrertrag Gewerbesteuer: 1.128.200 € (Planansatz, aber deutlich unter Vorjahr)
‱ TatsĂ€chlicher Mehrertrag laut Haushaltsplan: 46.600 € – in einem Haushalt, der allein 2026 ein Defizit von –1.105.100 € im Finanzhaushalt ausweist.

Ein politisches Feigenblatt, nicht mehr. Ein Tropfen auf einem Stein, der schon lĂ€ngst glĂŒht.

Und das eigentlich Dramatische: Diese Steuererhöhungen gelten rĂŒckwirkend. Die Kommunalverfassung erlaubt es, HebesĂ€tze bis zum 30. Juni rĂŒckwirkend zum 1. Januar zu beschließen. Das bedeutet: Landwirte, Betriebe und Unternehmen mĂŒssen fĂŒr das gesamte Jahr 2026 nachzahlen – fĂŒr Monate, die lĂ€ngst vergangen sind, fĂŒr ein Jahr, das sie lĂ€ngst durchkalkuliert haben. Eine Belastung, die nicht nur unpopulĂ€r, sondern fĂŒr viele existenziell ist.

WĂ€hrenddessen bleiben die Ausgaben weitestgehend unangetastet. Die Folgen dieser Politik tragen nicht die EntscheidungstrĂ€ger. Sie tragen die Menschen, die hier leben und arbeiten. Landwirte, die ohnehin unter steigenden Kosten leiden. Forstbetriebe, die mit sinkenden Holzpreisen kĂ€mpfen. Gartenbaubetriebe, die jeden Cent umdrehen mĂŒssen. Unternehmen, die ArbeitsplĂ€tze schaffen. Und die BĂŒrger? Sie zahlen indirekt mit:
‱ höhere Preise,
‱ höhere Kosten fĂŒr Dienstleistungen,
‱ höhere Mieten fĂŒr GewerbeflĂ€chen,
‱ höhere Handwerkerkosten.

Gerade kleine Betriebe geraten unter Druck: Sie mĂŒssen ihre Preise erhöhen, Leistungen einschrĂ€nken oder im schlimmsten Fall schließen. Die Steuererhöhung steht im Amtsblatt – aber sie landet auf den Kassenbons der BĂŒrger.

Die Wahrheit ist unbequem, aber sie gehört ausgesprochen: Diese Steuererhöhungen sind kein Rettungsplan. Sie sind ein Hilferuf. Ein Zeichen dafĂŒr, dass man die Kontrolle ĂŒber die Ausgaben verloren hat. Ein Zeichen dafĂŒr, dass man lieber die Einnahmen erhöht, als die eigenen Strukturen zu hinterfragen. Und genau hier schließt sich der Kreis zu einer Wahrheit, die man in Crivitz seit Jahren kennt, aber selten ausspricht: Seit 2014 dominiert die CWG‑Crivitz die politische Landschaft – und seit 2014 steigen die Steuern. Sechs Erhöhungen in zwölf Jahren. Ein politisches Muster, kein Zufall.Sechs Steuererhöhungen in zwölf Jahren – das ist nicht nur bemerkenswert, das ist gewaltig, das ist ein politisches Signal, das man nicht mehr ĂŒbersehen kann. Denn es zeigt, dass sich in Crivitz ein Reflex etabliert hat, der inzwischen fast schon automatisiert ablĂ€uft: Wenn Probleme auftauchen, werden zuerst die Steuern erhöht. Immer zuerst. Seit zwölf Jahren. Ohne Ausnahme.

Man könnte meinen, eine Stadt, die in eine finanzielle Schieflage gerĂ€t, wĂŒrde zuerst nach Einsparpotenzialen suchen, wĂŒrde Strukturen hinterfragen, wĂŒrde Ausgaben priorisieren, wĂŒrde Verantwortung ĂŒbernehmen. Doch in Crivitz geschieht etwas anderes: Man erhöht die Steuern – und zwar rĂŒckwirkend. RĂŒckwirkend! FĂŒr ein Jahr, das lĂ€ngst vergangen ist, fĂŒr Monate, die lĂ€ngst kalkuliert, bezahlt, abgeschlossen sind. Es ist, als wĂŒrde man den BĂŒrgern sagen: „Wir haben Fehler gemacht, aber ihr bezahlt sie – und zwar fĂŒr die Vergangenheit.

Und genau hier beginnt der Kern des Problems: Die Stadt Crivitz hat nicht nur ein Haushaltsdefizit, sie hat ein Verantwortungsdefizit. Denn wĂ€hrend die LiquiditĂ€t Jahr fĂŒr Jahr weiter ins Minus rutscht, wĂ€hrend die RĂŒcklagen verschwinden, wĂ€hrend die Ausgaben steigen, wĂ€hrend die strukturellen Probleme immer deutlicher werden, stellt sich eine Frage, die nicht lĂ€nger verdrĂ€ngt werden darf: Wer trĂ€gt die politische Verantwortung fĂŒr diese Entwicklung? Die Antwort ist klar, auch wenn sie unbequem ist: Die CWG ‑ Crivitz ( Crivitzer WĂ€hlergemeinschaft) trĂ€gt die politische Verantwortung. Ein Zeichen dafĂŒr, dass die ersten, die zahlen, nicht die Verursacher sind – sondern diejenigen, die die Stadt am Laufen halten: Landwirte, Betriebe, Unternehmen, BĂŒrger.Die Stadt Crivitz steht an einem Wendepunkt. Die Frage ist nicht, ob die BĂŒrger die Folgen spĂŒren werden. Die Frage ist nur, wann – und wie stark.

Fazit: